| Wissenschaftlicher Name
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| Zanthoxylum piperitum
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Szechuanpfeffer (meist
Zanthoxylum piperitum, aber auch andere Spezies der Gattung
Zanthoxylum) ist eine
Pflanze aus der
Familie der
Rautengewächse (Rutaceae), die ein scharf schmeckendes
Gewürz liefert. Er ist nicht mit dem
schwarzen Pfeffer (
Piper nigrum) verwandt. Im deutschen Sprachraum werden – neben anderen Schreibweisen des Wortbestandteils
Szechuan – auch die Namen Bergpfeffer, chinesischer Pfeffer oder japanischer Pfeffer gebraucht.
Beschreibung
Die Gattung
Zanthoxylum, zu der die verschiedenen als
Szechuanpfeffer bezeichneten Arten gezählt werden, gehört zur Familie der
Rutaceae, ist also mit den
Zitruspflanzen verwandt. Der Gattungsname läßt sich mit
Gelbholz übersetzen und beschreibt so eines der charakteristischen Merkmale der Pflanzen. Die Sträucher sind oft stark bedornt und werden bis 2 x 2 m groß. Die Pflanze ist
zweihäusig, es wird also mindestens eine männliche und eine weibliche Pflanze benötigt, damit Samen ausreifen. Die Blüten erscheinen zwischen April und Juni, die Früchte sind in etwa im August ausgereift.
Verbreitung
Die Pflanzen der Gattung
Zanthoxylum sind im gesamten asiatischen Raum zu finden, werden aber nicht überall als Nutzpflanze angebaut. Das Hauptverbreitungsgebiet befindet sich vor allem in der
Himalayaregion. Als Gewürz wird Szechuanpfeffer vor allem in
Zentralchina,
Tibet,
Japan und
Korea verwendet. Weniger große Vorkommen gibt es auch im afrikanischen und amerikanischen Raum. Chinesische Bezeichnungen sind
huajiao (花椒; Blumenpfeffer bzw. Blütenpfeffer),
shanjiao (山椒; Bergpfeffer),
chuanjiao (川椒; Sichuanpfeffer) oder
qinjiao (秦椒; chinesischer Pfeffer). Chinesisch
shanjiao liegt auch dem japanischen
sansho (さんしょう) und dem koreanischen
sancho (산초) zugrunde; der koreanische Name bezieht sich allerdings nicht auf Szechuanpfeffer, sondern auf eine botanisch eng verwandte Art,
Z. schinifolium.
Verwendung
Poivre du Sichuan 001.jpg |
Zanthoxylum clava-herculis2.jpg
Als Gewürz werden meistens die getrockneten und von den
Samen befreiten Samenkapseln verwendet. Die runden Kapseln sind von rotbrauner bis schwarzer Farbe und stark gerunzelt. Erntezeit der reifen Früchte des Szechuanpfeffers ist im August, die Früchte werden anschliessend bei 40-60 °C getrocknet. Teilweise werden die Samenkapseln gemahlen und als Gewürzpulver verwendet. Meist werden jedoch die ganzen Samenkapseln verkauft und erst vor der Zubereitung der Gerichte selbst gemahlen.
Charakteristisch ist der scharf-prickelnde Geschmack, der ein Gefühl der Taubheit auf Lippen und Zunge bewirkt. Die für dieses Empfinden verantwortlichen Stoffe sind verschiedene
Amide, die bis zu 3 % der Inhaltsstoffe der Samenkapseln ausmachen. Im Chinesischen wird dieser Geschmackseindruck als má (麻) bezeichnet und von der gewöhnlichen Schärfe là (辣) unterschieden. Diese Geschmacksrichtung gibt gerade der
Sichuan-Küche ihre selbständige Prägung. Stark davon geprägte Gerichte sind der Feuertopf (麻辣汤; malatang), die Tragstangennudeln (担担面; dandanmian), Würziges Rindfleisch (水煮牛肉; shuizhu niurou) und Altweiber-Tofu (麻婆豆腐; mapo doufu). Szechuanpfeffer ist auch Bestandteil der Gewürzmischung "Fünf-Gewürze-Pulver".
Doch auch unreife Früchte, Blätter und Blüten der Pflanze werden vor allem in der japanischen Küche eingesetzt. Die jungen und frischen Blätter werden eingeweicht und mit Miso-Paste vermischt als Kinome (木の芽) bezeichnet. Kinome wird oft als Garnierung auf Suppen und anderen Gerichten benutzt. Für die Würzpaste Misansho werden unreife Früchte mit Salz eingekocht. Diese Paste wird vor allem für die Zubereitung von Fisch benutzt, um den teilweise unangenehmen Fischgeruch zu mildern.
Szechuanpfeffer findet auch in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung.
Einfuhrverbot in die USA
Seit einigen Jahren ist der Import von Szechuanpfeffer in die USA durch die
Food and Drug Administration (FDA) untersagt. So soll die weitere Verbreitung einer bakteriellen Infektion von Zitrusfrüchten (citrus canker) gebremst werden. Das Auftreten neuer Erregervarianten soll damit verhindert werden. Da Citrus Canker bisher nicht behandelt werden kann und somit die Zitrus- und Orangenindustrie in Florida bedroht, wäre ein Ausbruch der Infektion fatal für die dortige Wirtschaft. Vor kurzem wurden die Einschränkungen durch die FDA und dem
United States Department of Agriculture (USDA) gelockert, so dass Szechuanpfeffer, der auf ca. 70 °C erhitzt wurde, wieder in die USA eingeführt werden darf.
Siehe auch
Weblinks
Rautengewächse | Gewürzpflanze | Gewürz | Japanische Küche
Sichuan Pepper | Pippuriruutapuu | Poivre du Sichuan | サンショウ | Sichuanpepper | 花椒