Systemzeit oder Zwischenreich bezeichnete in nationalsozialistischer Diktion die Zeit der Weimarer Republik, womit das parlamentarische Regierungssystem des Deutschen Reiches von 1918 bis 1930/1933 herabgesetzt werden sollte gegenüber den autoritären deutschen Regierungssystemen, die als Reich anerkannt wurden. Diese Diktion ermöglichte, den Nationalsozialismus als Drittes Reich auszugeben, nach dem kaiserlichen Deutschen Reich als Zweitem Reich und dem Heiligen Römischen Reich (Deutscher Nation) als Erstem Reich. Erkennbar ist die mit dieser Diktion propagierte Erlösungsideologie (Tausendjähriges Reich), die an religiöse Vorstellungen (Chiliasmus) anknüpft.
Der Begriff Zwischenreich wurde nach der Nazizeit auch polemisch angewendet auf eben diese Zeit, bei Nazi-Gegnern. So schreibt der Generalsekretär (seit 1951) des "Zentralrats der Juden in Deutschland", Hendrik George van Dam, am 22.4. 1955 zum Tod von Albert Einstein in der Jüdischen Allgem. Wochenzeitung: ..ein Gelehrter von Weltruf... wurde durch den blinden, mörderisch-selbstmörderischen Ungeist des Zwischenreiches in die Emigration getrieben. Hier ist offensichtlich das "Dritte Reich" gemeint.
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"Systemzeit".
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