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Die Server des IBM System z9 sind Server der Mainframe-Klasse, die für die höchsten Daten- und Transaktionsanforderungen konzipiert wurden. Sie unterstützen geschäftskritische Anwendungen wie ERP, CRM, SCM, Geschäftsanalysen, Unternehmensoptimierungen sowie andere Kernprozesse. Die Systeme z9 sind auf höchste Servicequalität, permanente Verfügbarkeit, Transaktionsintegrität, umfassende Sicherheit und sowohl für vertikale als auch horizontale Skalierbarkeit ausgelegt. Designziel der IBM System z9-Entwickler ist es, einen Server zur Verfügung zu stellen, der auf geplante oder ungeplante Veränderungen vorbereitet ist und daher kontinuierlich zur Verfügung stehen kann (Autonomic Computing).

Aufbau


Das Multi-Chip-Module (MCM) stellt das Herzstück der IBM System z9 Systeme dar. Es wird als das dichteste und komplexeste Stück Technologie der Welt bezeichnet. Über 100 Keramikschichten, mehr als 4,8 Milliarden Transistoren und 16 hochintegrierte Chips bieten eine enorme Leistung, Funktionalität und Zuverlässigkeit. Die auf dem MCM verwendete neueste CMOS 10K Chip Technologie, basierend auf ’Silikon on Insulator (SOI)’, ’low k Technologie’ und der Verwendung von Kupferverbindungen, erlaubte es, den Energie-verbrauch des Servers weiter zu reduzieren. Ein z9 Prozessor leistet mehr als 600 Millionen Instruktionen pro Sekunde (mips) bei einer Taktung von ca. 1,72 GHz. Jeder Server kann maximal bis auf 54 Prozessoren (4 MCMs verteilt auf 4 Prozessorbooks) erweitert werden (das sind dann ca . 17800 mips). Durch bis zu 8 zusätzlichen I/O-Prozessoren und durch die Möglichkeit 2 Spare Prozessoren zu nutzen, wird die Effizienz und Verfügbarkeit der z9 Server zusätzlich gesteigert. Für spezifische Anforderungen stehen bei den IBM System z9 Servern characterisierbare Prozessoren zur Verfügung. Man unterscheidet hier nach:

  • Prozessoren für Linux (Integrated Facility for Linux = IFL)
  • Coupling Facility Prozessoren ( Integrated Coupling Facility = ICF)
  • Java / XML Prozessoren ( IBM System z9 Application Assist Processor = zAAP)
  • Prozessoren für Datenbank-Workload (IBM System z9 Integrated Information Processor = zIIP)
Die z9 Rechner verfügen über eine I/O Bandbreite von bis zu 172,8 Gigabyte pro Sekunde und einen maximalen Hauptspeicher von 512 Gigabyte (Leistung pro Server - Scale up).

Modulares Design des IBM System z9


Mit der Parallel Sysplex Clustering-Technologie von IBM können bis zu 32 dieser Server in einem einzigen Systemabbild eines 1024-Wege-Systems miteinander verbunden werden. Dazu kommen noch I/O und Spare Prozessoren, so dass bis 1344 CP’s genutzt werden können (Leistung pro Cluster – Scale out).

Für kleinere Unternehmen bzw. als Test- oder Abteilungsrechner steht aus der Familie der eServer zSeries die z890 (beginnend bei 26 mips) zur Verfügung. Die granulare Erweiterung in sehr kleinen Schritten bis hin zu einem z9 Server ist selbverständlich möglich.

Die z9 Rechnerfamilie ist entwickelt worden , um ein Maximum an Hochverfügbarkeit bieten zu können. Er kann deshalb weitestgehend unterbrechungsfrei erweitert (CPU, Memory, I/O …) und gewartet werden.

IBM z9 Server lassen sich durch den Processor Resource Systems Manager (PR/SM) in logische Partitionen aufteilen, wobei die Prozessoren und Kanäle lastabhängig und workloadgesteuert gemeinsam genutzt werden können (dynamische Partitionen). Zusätzlich ist eine softwaregestützte Virtualisierung mit dem Betriebssystem z/VM möglich. In den Partitionen können unterschiedliche Versionen verschiedener Betriebssysteme und Anwendungen gleichzeitig gefahren werden (OS/390, z/OS, z/OSe, Linux, z/VM, z/VSE VSE/ESA, TPF).

Das superskalare Prozessordesign der z9 erlaubt es während eines Cycles mehrere Instruktionen parallel abzuarbeiten. Dadurch werden vor allem ebusiness Workloads, wie Websphere- und Java-Anwendungen, beschleunigt.

z/OS Unix System Services (USS) ist ein integraler Bestandteil des Betriebssystemes z/OS, der es ermöglicht auch UNIX-Anwendungen auf der IBM System z9 ablaufen zu lassen.

Durch den Einsatz intelligenter Scheduling-Prozesse und der integrierten Workload-Steuerung ist heute ein durchschnittliche Auslastungsgrad der IBM System z9 Server von deutlich größer 80% keine Seltenheit. In Verbindung mit attraktiven on demand Modellen (pay what you need) ist ein sehr wirtschaftlicher Betrieb der z9 Server möglich.

Siehe auch


Weblinks


IBM | Großrechner

System z9

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "System z9".

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