Synovia ("Gelenkschmiere") ist eine viskose, fadenziehende, klare Körperflüssigkeit in echten Gelenken. Sie wird von der Membrana synovialis, der Innenschicht der Gelenkkapsel gebildet und bildet einen Gleitfilm auf den Gelenkflächen.
Der Begriff synovia geht auf Paracelsus zurück.
Synovia enthält:
Die Aufgaben der Synovia sind
Der Flüssigkeitsaustausch und damit die Ernährung des Gelenkknorpels wird durch wechselnde Be- und Entlastung der Gelenkknorpel aufrecht erhalten. Bei langer Ruhigstellung eines Gelenkes, aber auch bei Überlastung kommt es infolge von Ernährungsstörungen zu Knorpelschäden.
Synovia kommt auch in Gleiteinrichtungen von Sehnen, wie Sehnenscheiden und Schleimbeuteln vor.
Bleibt sie klar und zeigt im Laborbefund keine Auffälligkeiten, spricht man von einem Reizerguss. Der kommt nach Verletzungen, bei Arthrosen oder nach Operationen am Gelenk recht häufig vor, behindert natürlich die Funktion und kann die Gelenkkapsel überdehnen. Wird der Erguss zu groß, muss das Gelenk punktiert werden. Das darf nur unter hochsterilen Bedingungen geschehen, sonst besteht die Gefahr der Gelenkvereiterung Pyarthros. Die Laboranalyse der gewonnenen Flüssigkeit kann Hinweise auf die zu Grunde liegende Erkrankung liefern. Entzündliche Prozesse, etwa bei Rheumatoider Arthritis, können nachgewiesen werden, ebenso Störungen des Harnsäurestoffwechsels bei der Gicht. Körperflüssigkeit | Gelenk | Orthopädie