Syenit ist wie der Granit und Porphyr eine harte gemengte Gesteinssart, die, abgesehen von vielen Varietäten, aus schwarzer Hornblende, weißem und rotem Feldspat und Quarz besteht, welche Gemengeteile der Menge nach sehr variieren.
Geebnete Flächen zeigen eine oft sehr schöne Sprenkelung von hellen Flecken auf dunklem Grund. Das Gestein ist ebenso hart und politurfähig wie seine obengenannten Verwandten und dient wie diese nicht nur zu Bauten, sondern auch zu Steinhauerarbeiten, die durch Politur gehoben werden, wie Säulen, Platten, Sockel und dergleichen.
Viele Kunstwerke aus dem Altertum bestehen aus dieser Felsart, die namentlich in Ägypten (am Sinai) sehr schön gefunden wird und auch ihren Namen nach der altägyptischen Stadt Syene erhalten hat. In Deutschland findet sich der Stein hier und da ebenfalls sehr schön, namentlich im Odenwald, Thüringer Wald, im Plauenschen Grunde bei Dresden, bei Meißen, Altenberg, Aschaffenburg etc.
Quelle: Mercks Warenlexikon von 1884
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