Syagrius (um 430 bis 486) war der letzte selbstständige römische Herrscher in Gallien.
Sein Vater Aegidius, der magister militum per Gallias, hatte das Gebiet nördlich der Loire bis zur Somme mit der Hauptstadt Soissons seit seiner Rebellion gegen Ricimer (bzw. dessen Schattenkaiser Libius Severus) 461 als unabhängiger gallo-römischer Herrscher regiert. Er stand in gutem Einvernehmen mit dem Salfrankenkönig Childerich I.
464 folgte nach dem Tod des Aegidius zunächst der comes Paulus nach, nach dessen Tod schließlich Syagrius. 486 ging das Reich von Soissons im sich formierenden Frankenreich auf, nachdem Syagrius von Chlodwig I. angegriffen und bei Soissons besiegt worden war. Syagrius selbst floh zunächst nach Toulouse zum Westgotenkönig Alarich II., der ihn allerdings an Chlodwig auslieferte, auf dessen Befehl Syagrius kurz darauf hingerichtet wurde.
Römische Geschichte | Gestorben 486
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