Die Zugskategorie Swiss Express der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) wurde im Fahrplanjahr 1974 zusammen mit der Eröffnung der Heitersbergline eingeführt. Die Kategorie ersetzte die früheren Städteschnellzüge.
Der Swiss Express war der Paradezug der SBB, er bediente die wichtigste Verkehrsachse der SBB, die Strecke Genève–Lausanne–Bern–Zürich–St. Gallen.
Die festen Zugskompositionen bestanden aus ca. 12 Einheitswagen III (1 Wagen AD, 3–4 Wagen A, 1 Speisewagen WR, 5–6 Wagen B). Fünf Kompositionen wurden für den Fahrplanbetrieb benötigt, die sechste Komposition und einige zusätzliche Wagen dienten als Reserve. Gezogen wurden die Kompositionen von sechs dafür hergerichten Re 4/4II-Lokomotiven. Wagen und Lokomotiven waren in den Farben Orange / Steingrau lackiert und mit der automatischen UIC-Kupplung ausgerüstet. Auf die Kupplung stützte sich der druckdichte Durchgang von Wagen zu Wagen ab. Die Aluminiumkasten der Wagen sind leicht schräg, weil ursprünglich ein Neigemechanismus vorgesehen war, welcher sich dann nicht bewährte. Die Züge fuhren nach der Zugreihe R (höhere Geschwindigkeit in Bogen).
Mit der Einführung des Taktfahrplanes 1982 wurde die Zugskategorie aufgegeben. Der Intercity ersetzte den Swiss-Express. Anschliessend wurden die Re 4/4II-Lokomotiven mit konventionellen Kupplungen ausgestattet. Ebenso erhielten die sechs Endwagen AD (Gepäck und 1. Klasse) am Ende ohne Übergang eine Schraubkupplung, ein weiterer A wurde in den siebten AD umgebaut. Sieben Zweitklass-Wagen wurden zu Steuerwagen (Vielfachsteuerung, SBB System 3d) umgebaut, am Ende mit dem Führerstand erhielten sie ebenfalls eine Schraubkupplung eingebaut. Mit dem Einsatz von sogenannten Pendelzügen fällt der aufwändige Lokwechsel an Endstationen und bei Spitzkehren wie Zürich HB weg. Der ehemalige Swiss-Express ersetzte die bisher tannengrünen Schnellzüge zwischen Luzern und Zürich-Flughafen, die zuvor mit Steuerwagen DZt und RBe 4/4-Triebwagen geführt worden waren. Ebenfalls wurden Züge Genève–Lausanne–Bern–Luzern geführt. Für diese Züge mussten nicht mehr spezielle Lokomotiven vorgehalten werden, der orange/steingraue Zug verkehrte nur noch selten mit einer passenden Lokomotive, grüne und später rote Re 4/4II wurden eingesetzt. Die sechs Re 4/4II wurden anlässlich von Revisionen mit dem bei den SBB üblichen Verkehrs- oder Feuerrot lackiert. 2004 wurden die orangefarbenen Zugskompositionen samt Re 4/4II-Lokomotiven an die BLS Lötschbergbahn verkauft. Dort erhielten sie die neuen Hausfarben der BLS (Lindengrün / Blau / Grau), ein neuer Meilenstein in ihrer Laufbahn. Die Lokomotiven heissen nun Re 420.5.
Auf der ursprünglichen Stammstrecke des Swiss-Express fahren heute IC 2000-Züge.
Der Ausdruck «Swiss Express» ist immer noch geläufig, das macht sich die Schweizer Post zunutze, die seit circa 2001 ihre Eilsendungen unter dem Namen «Swiss Express» anbietet.
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