Der Swing ist eigentlich zunächst einmal die Bezeichnung für einen bestimmten Musikstil, welcher sich aus schwarzen Afro-Rhyhtms (Yoruba und Bantu, welche die aus Afrika importierten Sklaven nach den USA brachten) und weisser Marschmusik (welche die europäischen Einwanderer nach den USA brachten) bildete. Sodann umfasst Swing eigentlich eine ganze Familie von Tänzen und wird oft selbst - fälschlicher- oder noch besser: unvollständigerweise - als eigener Tanzrichtung, die circa ab 1930 in den USA groß geworden, bezeichnet.
Die ursprüngliche Variante stammt aus dem Tanztempel Hotel Savoy in Harlem (New York) und wurde von den Whiteys Lindy Hoppers in den gesamte USA verbreitet. Diese Variante wird als Lindy Hop (nach Charles Lindbergh, dem 67. Überquerer des Atlantiks, erster Nonstop-Flug New York-Paris - gemäss der Legende und Ueberlieferung von Frankie Manning waren Bürgermeister und Journalisten an jenem Abend, an welchem die Zeitungen titelten: 'Lucky Lindy hopped the atlantic' im Savoy Ballroom am feiern und fragten einen der Tänzer, welcher auf die Frage, was er denn hier tue, geantwortet haben soll: 'I'm just doing the Lindy Hop', den Hop over the Atlantic! Gemäss Frankie Manning sei dieser Tänzer Shorty 'George' Snowden gewesen, einer der Tänzer der Whiteys Lindy Hoppers) oder Savoy-Style Swing bezeichnet. Auf dem Weg durch die Lande wurden Einflüsse anderer Tänze wie Shag aufgenommen. Die bekannteste Variante ist der Hollywood-Style Swing. Letzterer wird auch 'Dean Collins Style' genannt, benannt nach seinm hauptsächlichen Vertreter. Er entstand Ende der 40er, anfangs der 50er Jahre. Der Hollywood-Style war das weisse Pendant zum 'schwarzen' Sayoy-Style, wurde so benannt, weil er hauptsächlich für die Filmindustrie in Hollywood getanzt wurde. Dabei kam es darauf an, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, d.h. es wurden vemehrt irgendwelche Show-Elemente eingesetzt, der Tanz wurde viel extrovertierter und verlor eigentlich viel von seinem ursprünglichen Charakter. Dennoch war der Hollywood Style wohl das wichtigere Vorbild für den erst später enstandenen Boogie Woogie gewesen, welcher wiederum von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Bezeichnungen wie Jitterbug und Boogie-Woogie auf, die ebenfalls nur Variationen desselben Tanzes bezeichneten. Mit Rock 'n' Roll und Disko-Kultur und dem Niedergang der Big-Bands wurde auch der Swing zunehmend weniger getanzt. Reste hielten sich im East- und West Coast Swing in den USA, im LeRock in Frankreich und Großbritannien. Im Jive, einen der fünf Lateinamerikanische Tänze, wurden einige der Grundelemente des Swing für den europäischen Turniertanz normiert.
Seit etwa 1985 gibt es (in einer erstaunlichen Parallele zum argentinischen Tango und kubanischem Salsa) ein Lindyhop-Revival, welches in Europa von Schweden ausgeht. Dort wird auch einer der alljährlichen internationalen Swinghöhepunkte, ein 4-wöchiger Swing-Workshop in Herräng, veranstaltet.
Der Swing wird auf meistens auf 8 ("eight-count", v. a. Lindy Hop, Charleston, Cake Walk, Big Apple etc.), manchmal aber auch auf 6 ("six-count", v. a. East-Coast Swing) Zählzeiten getanzt. In den meisten Swing-Richtungen sind sowohl six-count als auch eight-count Schritte möglich. Einige wichtige Figuren im Lindy Hop sind Swing-Out, Lindy-Circle und Charleston.
Zu Swing gehören unter anderem:
Swing (dance) | Swing (danse) | Swing (dans) | Swingdans | Swingdans | 搖擺舞
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"Swing (Tanz)".
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