Swatch * ist ein Schweizer Unternehmen in der Uhrenbranche und zugleich eine Uhrenmarke des selben Unternehmens.
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Das Unternehmen ist bekannt für seine verspielten, bunten Uhren, mit halbjährlich wechselnden Kollektionen. Für die meist mit Plastikgehäuse versehenen Armbanduhren mit Quarzwerk gibt es einen Sammlermarkt. Die Produktlinie Irony hat ein Metallgehäuse und meist auch Metallarmbänder. Das Zifferblatt der Uhren ist häufig mit bunten Mustern oder Motiven bedruckt. In unregelmässigen Abständen gibt es limitierte Sondereditionen, die manchmal auch in hochwertigerer Bauweise ausgeführt sind, z.B. mit Platingehäuse oder mit Diamantlünette. Der Name Swatch steht als Abkürzung für Swiss watch. Als Vater der Swatch gilt zu unrecht Nicolas G. Hayek. Es waren die zwei jungen Ingenieure Elmar Mock und Jacques Müller, die im Mai 1980 ihrem damaligen Chef Ernst Thomke beim Grenchner Uhrwerkfabrikanten ETA die Pläne zur Ur-Swatch skizzierten und damit die Uhrenindustrie nachhaltig veränderten. Ab 1984, unter den Fittichen des Marketing-Talents Nicolas Hayek trat die einfache Plastikuhr dann den Siegeszug rund um die Welt an. Die Einführung der neuen Marke durch den damaligen Marketingleiter Konstantin Theile am 1. März 1983 in Zürich hatte Anfang der 1980er Jahre neben der zeitgleich durchgeführten Neustrukturierung der schweizer Uhrenkonzerne einen Hauptanteil daran, dass die Schweizer Uhrenindustrie wieder die Weltmarktführerschaft erringen konnte. Innerhalb von nur fünf Jahren wurde die damalige SMH (auf deutsch: Schweizerische Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie AG (heute: Swatch Group) zum grössten Uhrenproduzenten der Welt. Swatchuhren werden auf vollautomatischen Fertigungsstrecken in der Schweiz produziert.
Swatch Uhr.jpg designte zu dieser Uhr eigens zwei Outfits für den längsten Laufsteg der Welt in Berlin) aus dem Jahr 1997.]]
Mittlerweile gibt es eine ganze Swatch-Uhrenfamilie. Zur klassischen Plastik-Swatch, die meist bunt und knallig in Erscheinung tritt und die es in verschiedenen Grössen (Die Maxi als Wanduhr ist mit 210 cm die längste.) und mit verschiedenen Funktionen gibt (z. B. Access), hat sich inzwischen die seit 1994 erfolgreiche Irony mit Metall- bzw. Aluminiumgehäuse gesellt.
1995/1996 wurde das als elektronischer Skipass für Wintersportler entwickelte Prinzip der Access in die Swatch integriert. Dabei erlaubt ein eingebauter Mikrochip, verschiedenste Informationen abzuspeichern (z. B. Zutrittskontrollen an Skiliften, Stadien etc., bargeldlose Zahlung oder interaktive «Spielereien»). Der integrierte Sensor-Ring (Antenne) sendet diese Infos an ein Leseterminal: z. B. Türöffner oder Abbuchungsgeräte). Nach «Erkennen» der Information setzt das Terminal dann die entsprechende Funktion in Gang (z. B. Öffnen des Liftdrehkreuzes oder Zahlungsvorgänge).
Ausflüge, einen Markentransfer auf andere Produkte erfolgreich zu etablieren, scheiterten meist recht schnell. So gab es Swatch-Brillen, Swatch-Pager, Swatch-Telefone und Anrufbeantworter, die allesamt früher oder später wieder vom Markt verschwanden. Selbst das ehrgeizige Projekt des Swatch-Autos Smart wurde schliesslich fallen gelassen und findet sich nun im Daimler-Chrysler-Konzern wieder.
Begehrtestes Sammlerstück aus finanzieller Sicht ist das 1989 von Mimmo Paladino in einer Gesamtauflage von 140 Stück kreierte Swatch Art Special oigol ORO (GZ 113), welches in einer ersten Serie (nummeriert von 001 bis 100/100) an 99 namentlich bekannte Persönlichkeiten verteilt wurde. Auf der Auktion für Gegenwartskunst am 7. Dezember 1991 in der Galerie Rudolf Mangisch in Zürich erzielte ein Exemplar aus der zweiten Serie, die für den Künstler und Swatch bestimmt war (Nr. XXXII/XL), den Höchstpreis von CHF 56'000.
1983 - Die Lancierung von Swatch wird in Zürich angekündigt
1984 - 1'000'000 Swatch-Uhren produziert
1984 - 3,5 Millionen Swatch-Uhren
1985 - 10-millionste Swatch
1988 - 55-millionste Swatch
1992 - 100-millionste Swatch. Dieser Produktionsrekord wird in Zermatt mit einem Konzert des französischen Synthesizermusikers Jean-Michel Jarre gefeiert.
1996 - 200-millionste Swatch
1998 - 250-millionste Swatch
2006 - 333 Milionen Swatch-Uhren. Das zweitägige Fest «Splashtival» in Lugano soll das Ereignis würdigen.
Das ehrgeizige Ziel: Bis zum Jahr 2033 sollen 1111 Millionen Swatch-Uhren verkauft werden.
Mit der Marktdurchdringung der schnurlosen Telefone erschien das Swatch Cordless I und II. Waren Telefon und Anrufbeantworter zuerst nur getrennt erhältlich, gab es in der 2. Generation bereits integrierte Geräte. (Die dritte Generation wurde nicht mehr ausgeliefert.)
Ab 1991/92 gab es den Pager in der Uhr - Swatch The Beep. Anfangs nur als nummerische Empfänger, später als alphanummerische Version zur Übermittlung von Nummern und Textnachrichten. Durch den boomenden Handymarkt Mitte der 90er Jahre wurde die eher eingeschänkte Funktion des Dienstes Scall so schnell überholt, dass die fertige Version des etwas kleineren Midi-Pagers nicht mehr eingeführt wurde. Auch der nicht in eine Uhr integrierte Pager von Swatch war nur kurz am Markt.
| Breguet | Blancpain | Glashütte Original | Jaquet Droz | Leon Hatot |
| Omega | Rado | Longines | Union Glashütte | Balmain |
| Calvin Klein | Tissot | Hamilton | Certina | Mido |
| swatch | flik flak | endura | DYB | Swatch Group Les Boutiques |
Hinzu kommen diverse Zulieferbetriebe, unter anderem der wichtigste Schweizer Uhrwerkshersteller ETA SA und der Batteriehersteller Renata AG. Weitere Firmen im Swatch Group Verbund sind: EM (Chiphersteller), LASAG (Laser), Lemania (Rohwerke), Micro Crystal (Quarze), Nivarox (Triebfedern), Oscilloquartz (Quarzoszillatoren), F. Piguet (Rohwerke), Renata (Batterien), SOKYMAT AUTOMOTIVE (Transponder), Unitas (Rohwerke), Universo (Zeiger) und Valjoux (Rohwerke).