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Surrogat-Marker (synonym: Surrogat-Parameter) sind ein Weg der Operationalisierung von ansonsten meist nicht oder nur aufwändig messbaren Daten. Durch Beobachtung von Eigenschaften, die mit den eigentlich zu messenden Daten zusammenhängen, aber messtechnisch leichter zu erfassen sind, werden Rückschlüsse auf die schwer messbaren Daten gezogen.

Beispiele


Die Angst, die ein Mensch in einer Situation empfindet, lässt sich nicht direkt messen. Stattdessen wird z. B. die Steigerung der Herzfrequenz, die mit einer Angstsituation einhergeht, erfasst.

Die Messung des Blutfettwertes in einer klinischen Studie über fettsenkende Medikamente, anstelle der Überlebensrate. Das eigentliche Ziel von Lipidsenkern ist die Verlängerung des Lebens, nicht nur die dazu beitragende Senkung des Lipidspiegels.

Probleme


Im zweiten Beispiel zeigt sich die Gefahr von Surrogat-Markern: Obwohl sie sehr viel einfacher zu messen sind, kann nicht sichergestellt werden, dass damit auch das eigentliche Ziel erreicht wurde. Im oben genannten Fall sanken zwar die Lipidspiegel der Probanden zum Teil deutlich, bei einigen Medikamenten war aber sogar ein Ansteigen der Todesrate zu beobachten.

In manchen Fällen ist der Einsatz von Surrogat-Markern durchaus nützlich oder sogar unumgänglich. Erkenntnisse die aus ihrem Einsatz resultieren, sind aber immer mit der notwendigen Skepsis zu betrachten, da durch die mittelbare Messung eine unbemerkte Verfälschung des Ergebnisses möglich ist.

Weblinks


  • http://www.chemie.uni-hamburg.de/igtw/Gesundheit/images/pdf/SurrogatTrugschluesse.pdf

Wissenschaftstheorie

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Surrogat-Marker".

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