Surabaya ist die Hauptstadt der Provinz Jawa Timur (Ostjava) in Indonesien. Sie liegt auf der Nordostspitze der indonesischen Hauptinsel Java, an der Mündung des Flusses Mas.
Nach Jakarta ist Surabaya die zweitgrößte Stadt Indonesiens. Die Hafenstadt verfügt über große Werftanlagen, und zahlreiche spezialisierte Schulen im Bereich nautischer Ausbildung. Sie ist auch Basis der indonesischen Marine. Hauptexportprodukte sind Zucker, Tabak und Kaffee. In dieser großen und dynamischen Stadt bestimmen viele verschiedene Volksgruppen das Bild des alltäglichen Lebens. Obwohl die Javaner vorherrschend sind, leben in Surabaya viele Maduresen, Tionghoa-Chinesen und Araber. In Surabaya gibt es sogar seit dem frühen 20. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die die einzige Synagoge in Indonesien betreibt.
Obwohl die zweitgrößte Stadt Indonesiens, liegt geschichtlich noch vieles im Dunklen. Im Jahre 1975 legte der damalige Bürgermeister der Stadt, Suparno, den 31. Mai 1293 als den offiziellen Gründungstag der Stadt fest, der seitdem auch regelmäßig begangen wird.
Eine wirklich verlässliche Geschichtsschreibung für Surabaya gibt es erst seit der Machtübernahme durch die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC). Diese kam am 11. November 1743 durch einen Vertrag zwischen dem Sultan von Mataram (Insel Lombok), Paku Buwono II, und der VOC zustande.
Bis zum Jahre 1900 ging die Entwicklung Surabayas nur sehr schleppend voran. Die Holländer zeigten wenig Interesse die Stadt zu entwickeln. So hatte Surabaya auch nur den Rang einer Residenzstadt. Das Regierungsgebäude, die Residenz, befand sich auf der Westseite der berühmten „Roten Brücke“ (Jembatan Merah). Diese Brücke teilte damals die westliche (europäische) Bevölkerung Surabayas (holl. Europeesche Wijk) von den Malaien, Chinesen und Arabern (holl. Vremde Oosterlingen), die auf der Ostseite der Brücke leben mussten. Eigentlich beschränkte sich das damalige Stadtzentrum von Surabaya nur auf das Gebiet um die „Rote Brücke“.
Als die Stadt endlich 1905 zur Gemeinde (holl. Gemeente) erklärt wurde, setzte, obwohl langsam, eine Entwicklung in Richtung Süden ein. In der relativ kurzen Zeit bis 1920 entstanden die Stadtteile Darmo, Gubeng, Sawahan und Ketabang. Nachdem im Jahr 1926 Surabaya zur Hauptstadt der Provinz Ostjava wurde, entwickelte sie sich zu einer modernen Großstadt.
Von 1942 bis 1945 stand Surabaya unter japanischer Herrschaft. Während dieser drei Jahre Besatzungszeit kam die Entwicklung der Stadt völlig zum Erliegen.
Im Jahre 1945 erhielt Surabaya den Beinamen „Heldenstadt“. Dies ist eine Anerkennung für den heldenhaften und zähen Kampf der Einwohner dieser Stadt gegen gleich 3 Besatzungsmächte (Holländer, Japaner und Engländer). Dieser Kampf kostete unzählige Opfer, führte aber letztendlich zum Sieg und damit zur Befreiung Indonesiens von jahrhundertlanger Fremdherrschaft. Im damaligen Oranje-Hotel (heute: Hotel Majapahit), wurde 1945 zum ersten Mal die indonesische Nationalflagge gehisst. Wenig später, am 17. August 1945, erklärte ganz Indonesien seine Unabhängigkeit.
Im Jahre 1950 wurde Surabaya Großstadt und entwickelt sich seitdem ständig weiter
Die Stadt Surabaya hat 5 Stadtteile mit insgesamt 31 Verwaltungsbezirken:
Surabaya Mitte
Surabaya Nord
Surabaya Ost
Surabaya Süd
Surabaya West
Ort in Indonesien | Ort mit Seehafen
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