Ein supraleitendes Magnetlager ist ein Lager, bei dem der Meißner-Ochsenfeld-Effekt von supraleitenden Materialien sowie die von der Lenzschen Regel beschriebenen Zusammenhänge dazu benutzt werden, ruhende oder bewegte Gegenstände berührungsfrei in ihrer Position zu halten. (Ein Lager ist ein Maschinenelement, das ein anderes Element aufnimmt oder bewegte Teile in der vorgesehenen Richtung führt.)
Gegenüber den mechanischen Gleitlagern oder Kugellagern hätte dieses kommerziell noch nicht verbreitete Lager den Vorteil, dass keine aus Reibung resultierende Verluste entstehen. Es muss jedoch beachtet werden, dass ein begleitender Energieaufwand für die Kühlung der supraleitenden Materialien entsteht.
Das supraleitende Magnetlager benötigt keine Regelungsmechanismen, solange die Randbedingungen von Temperatur und der Stärke des Erreger-Magnetfeldes nicht überschritten werden, während bei herkömmlichen eine Regelungssteuerung für die Leistungsmodulierung nötig ist. Dies bezieht sich konkret z.b. auf den Anwendungsfall der Magnetschwebebahn. Anders ausgedrückt muss man bei der Bahn schon alleine aus wirtschaftlichem Interesse das Magnetfeld messen und regulieren (z.b. Änderung der Nutzlast der MS-Bahn) und erfordert daher eine Steuerung, bei dem supraleitende Magnetlager ist dies jedoch hinfällig aufgrund der inhärenten stabilen Lorentzkraft.
Von besonderem Interesse ist der Einsatz in Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie z. B. Turbomaschinen, rotierenden Energiespeichern sowie linearen Transportsystemen.
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"Supraleitendes Magnetlager".
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