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Ein Supersportler ist ein kompromisslos auf Sportlichkeit getrimmtes Motorrad. Gar nicht mal die maximale Motorleistung an sich, sondern ein optimales Gewichts-Leistungsverhältnis stehen hier im Vordergrund. Angestrebt wird ein Leistungsgewicht von 1 kg/PS, was einige für 2005 angekündigte Modelle erreichen sollen. Um die Leistung auf die Straße zu bringen, ist natürlich ein entsprechend ausgelegtes Fahrwerk erforderlich. Exorbitant zugreifende Vier- oder Sechskolben-Scheibenbremsen an den Vorderrädern sorgen für nötige Geschwindigkeitsreduzierung vor Kurven oder bei Gefahrensituationen.

Die meisten Supersportler werden in den Hubraumklassen 600 cm³, 750 cm³, 900 cm³ und 1000 cm³ gebaut. Dabei ist es heute weitgehend Geschmacksache, ob man sich für eine Zweizylinder-, Dreizylinder- oder Vierzylinder-Maschine entscheidet. Die Zweitaktmotoren wurden allerdings wegen der Abgasbestimmungen immer mehr zurückgedrängt.

In den 70ern hatte man bereits leistungsstarke Maschinen gebaut (Kawasaki Z900, Yamaha RD 350), aber die Fahrwerke waren der Motorleistung eindeutig unterlegen. Fahrwerkspendeln führte z.T. zu schweren Unfällen. Einer der ersten echten Supersportler war die 1985 auf dem deutschen Markt vorgestellte Suzuki GSX-R 750, die als erste 750er Serienmaschine 100 PS hatte, dabei einen modernen Aluminium-Doppelschleifenrahmen mit adäquaten Bremsen vorweisen konnte.

Im normalen Straßenverkehr kann man die Supersportler eigentlich nicht mehr ausfahren. Einige Rennstrecken, z.B. die Nordschleife des Nürburgrings sind zeitweise für den Privatfahrer geöffnet. Verschiedene Veranstalter bieten Sportfahrerlehrgänge an, um mehr mit der Fahrtechnik vertraut zu werden.

Die Alltagstauglichkeit kommt bei den Supersportlern manchmal etwas kurz. Wer dies nicht möchte, sollte sich eventuell einen Sporttourer oder ein Naked Bike anschauen.

Die aktuell angebotenen Supersport-Motorräder übertreffen in ihren Fahreigenschaften selbst reinrassige Rennmotorräder, mit denen noch vor 5-10 Jahren Weltmeisterschaften ausgetragen wurden.

Eine Betrachtung der MotoGP Rennklasse lässt erahnen, was Straßenmotorräder in wenigen Jahren leisten werden.

Aufgrund der Leistungsdaten sowie des Fahrverhaltens sollte gesagt werden, dass sich Supersportler weder für Fahranfänger, noch für Wiedereinsteiger wirklich gut eignen. Wiedereinsteiger sind oftmals Fahrcharakteristiken von Motorrädern gewohnt, die verschiedener von der heutiger Supersportler nicht sein könnten. Ein Beispiel ist die manchmal überraschende Leistungsentwicklung in Drehzahlbereichen die normalerweise nicht erreicht werden (konnten). Fahranfänger schätzen oft das als einfach erlebte Fahrverhalten, sind jedoch in Extremsituationen schnell überrascht. Auch schleichen sich leicht Haltungsfehler ein, da das Motorrad praktisch von selbst fährt, man also auf Körperhaltung kaum achten muss.

Motorrad-Typ

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Supersportler".

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