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Scheck In - (1).jpg, Deutschlands Supermarkt des Jahres 2003]] Ein Supermarkt ist ein großes Einzelhandelsgeschäft, das Lebensmittel, Genussmittel und daneben meist auch Drogerieartikel und andere Artikel des täglichen Bedarfs anbietet.

Als Supermarkt werden Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von etwa 400 bis 800 m² bezeichnet. Die meisten Supermärkte sind Teil einer Kette, die viele gleichartige Supermärkte besitzt oder steuert (oft im Rahmen eines Franchisevertrags). Größere Supermärkte werden als Hypermarkt bezeichnet und sind im Prinzip ein Warenhaus auf einer Etage.

Supermärkte bieten ihre Produkte meist zu vergleichsweise niedrigen Preisen mit entsprechend niedriger Handelsspanne (die sich oft nur im Bereich weniger Prozentpunkte bewegt) an.

Zunehmend gibt es auch Supermärkte, welche ausschließlich Waren aus kontrolliert biologischer Erzeugung anbieten. Diese nennt man Biosupermärkte.

Verkaufstaktik


Die meisten Menschen haben einen Rechtsdrall, orientieren sich beim Gehen also unwillkürlich nach rechts. Um dem Kunden möglichst viele Waren präsentieren zu können, ist die Laufrichtung von Eingang zur Kasse bei den meisten Supermärkten daher gegen den Uhrzeigersinn angeordnet.

Auch die Regale werden nach einem bestimmten Prinzip aufgebaut: Oben befinden sich nur schwer erreichbare Artikel (Streckzone), in der Mitte befinden sich Produkte, die bestmöglich verkauft werden sollen (Sichtzone) und ganz unten stehen Artikel, die nicht in großen Mengen verkauft werden sollen (Bückzone). Die Zone bestimmt der Produkthersteller, da er je nach Platzierung unterschiedliche Beträge an den Supermarktbetreiber zahlen muss. Günstigere oder No-name-Produkte sind daher meist in der Bückzone positioniert. Rewe-supermarkt.jpg

Geschichte


Große Handelsketten für Lebensmittel mit zahlreichen Niederlassungen gab es in den USA spätestens seit 1859, zunächst in New York. Safeway z. B. kopierte die ursprüngliche Geschäftsidee der Great Atlantic and Pacific Tea Company (A&P) und stieg 1915 in die Branche ein. Supermärkte im heutigen Sinne gründete dann jedoch erst die King Kullen-Kette, deren Name an den damaligen Kinohit King Kong erinnern sollte und die ihren ersten Laden im August 1930 in einer ehemaligen Autowerkstatt in Queens eröffnete. Der selbsternannte Preis-Abwracker führte das Selbstbedienungsprinzip und das Lebensmittel-Komplettangebot (Fleisch, Backwaren, Obst und Gemüse...), aufgeteilt über mehrere Abteilungen ein. Die Waren „hoch stapeln und zum Niedrigpreis verkaufen“ war sein Motto. Der vormalige Marktführer A&P reagierte zögerlich und verlor die Hälfte seines Marktanteils. Bis 1950 hatte sich der ehemalige Quasi-Monopolist jedoch an die neue Entwicklung angepasst und wenigstens ein Drittel des US-Marktes zurückerobert. Eine neue Herausforderung wurden dann aber bereits die großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese, die Shopping Malls.

In Deutschland ging beispielsweise der Edeka-Verbund erst um 1954 zum Selbstbedienungsprinzip über, ab 1959 wurden dort auch Non-Food-Produkte neben den Lebensmitteln angeboten.

Mit dem Selbstbedienungsprinzip, das vor King Kullen schon die Piggly Wiggly-Kette eingeführt haben soll, hielten auch fertig abgepackte Waren sowie vermehrt Markennamen Einzug in den Lebensmittelhandel.

Kritik


Die wachsende Zahl von Supermärkten wurden für das Verschwinden der kleinen Einzelhandelsanbieter und für die verstärkte Angewiesenheit der Kunden aufs Auto verantwortlich gemacht. Was eine deutliche veraenderung in kapitalistischer Strukturen bewirkt. Auch wirkt sich der zunehmende Trend, mit dem Auto zum Supermarkt oder Einkaufszentrum zu fahren verheerender auf die Energiebilanz aus, als die langen Anlieferungswege vormals exotischer Produkte wie Bananen, Orangensaft etc. Weitgehend unbeachtet ist die Tatsache, dass der Supermarkt die Lebensmittel-Vertriebsform mit dem höchsten Personalkostenanteil darstellt. So liegt der Personalkostenanteil i. a. R. deutlich über 10% vom Brutto-Umsatz und damit rund doppelt so hoch wie bei einem Lebensmittel-Discounter.

Siehe auch: Markt, Discounter, Einkaufswagen, Hypermarkt, Impulswaren, Ladenschlussgesetz, Verbrauchermarkt, Verkaufspsychologie, Stornoschlüssel, Containern

Weblinks


Einzelhandel

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