Superman Returns ist ein Film des US-amerikanischen Regisseurs Bryan Singer aus dem Jahr 2006. Der Sciencefiction-Film ist eine indirekte Fortsetzung der Filme Superman (1978) und Superman II – Allein gegen alle (1980) und wurde u. a. von Warner Bros., Original Films Bad Hat Harry Productions, DC Comics, Legendary Pictures und Peters Entertainment produziert. Superman Returns bezieht sich teilweise inhaltlich, teilweise das Design betreffend auf die Vorgänger, ohne sich exakt an sie zu halten. Superman Returns kann daher als eigenständiger Film, ohne Vorkenntnisse gesehen werden. Der Film kam am 28. Juni 2006 in die US-amerikanischen Kinos. Der deutsche Start ist für den 17. August 2006 vorgesehen.
Als Superman seine bürgerliche Existenz als Reporter Clark Kent beim Daily Planet wieder aufleben läßt, muss er schmerzlich erkennen, dass es für ihn auch keinen Platz im Leben seiner Arbeitskollegin Lois Lane zu geben scheint. Die Frau seiner Träume ist mit dem attraktiven Richard White liiert und hat einen Sohn namens Jason. Während Superman versucht, die emotionale Distanz zwischen Lois und sich zu schmälern, wird sein langjähriger Erzfeind Lex Luthor aus dem Gefängnis entlassen. Der größenwahnsinnige Multimilliardär verbindet Kristalle, die er von Supermans Rückzugsort in der Arktis gestohlen hat, mit Kryptonit und läßt so im Atlantik eine Insel entstehen, die durch ihre Landmasse die USA bedroht. Als Superman die Insel erreicht, versagen seine Kräfte durch Kryptonit, und er wird von Lex erstochen.
Mit Hilfe von Lois kann er sich wieder erholen. Er trennt mit seinem Hitzeblick die Insel vom Meeresgrund und schleudert sie in den Weltraum. Lex kann mit einer Gehilfin flüchten, Superman wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Da er unverwundbar ist, können die Ärzte ihm aber nicht helfen. An seinem Bett verrät ihm Lois, dass Jason sein Sohn sei. Superman erholt sich wenig später und verläßt ungesehen das Krankenhaus. Als Lois später an einem Artikel arbeitet, wird sie von Superman besucht, der ihr sagt, dass er immer für sie da sein werde.
In den kommenden Jahren wurden Namen wie Michael Bay, Robert Rodriguez und Oliver Stone mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Das Filmstudio Warner Bros. entschloss sich schließlich gegen Kevin Smiths Filmskript und engagierte Drehbuchautor J. J. Abrams, der sich als Schöpfer für Fernsehserien wie Alias – Die Agentin verantwortlich gezeigt hatte. Im Jahr 2001 wurde der US-Amerikaner Brett Ratner für die Regie verpflichtet, der den Film auf Basis von Abrams Drehbuch inszenieren sollte. Für die Titelrolle kamen die Schauspieler Matthew Bomer, David Boreanaz, Henry Cavill, Brendan Fraser, Josh Hartnett, Ashton Kutcher, Jerry O'Connell, Ian Somerhalder und Paul Walker in die engere Wahl. Nachdem sich die Führungskräfte der Warner Bros. für keinen geeigneten Kandidaten entscheiden konnten, verließ Ratner entnervt das Filmprojekt. Anthony Hopkins, der für die Rolle des Jor-El verpflichtet worden war, tat es dem Regisseur gleich.
Nach Ratners Ausscheiden wurde durch den Erfolg von 3 Engel für Charlie (2000) der Filmemacher Joseph McGinty Nichol alias McG für den Regie-Posten verpflichtet. McG ließ für die Hauptrollen Jason Behr und Jared Padalecki als Superman und Scarlett Johansson als Lois Lane vorsprechen. Der Regisseur warf aber bald wegen kreativer Differenzen und Probleme mit dem Budget ebenso wie seine Vorgänger das Handtuch, um 3 Engel für Charlie – Volle Power (2003) in Angriff zu nehmen. Daraufhin wurde kurzzeitig Wolfgang Petersen mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Im Jahr 2001 bzw. 2002 sollte Petersen die Regie von einem Actionfilm übernehmen, in dem Superman gegen den in die Kriminalität abgedrifteten Batman antreten sollte. Für die Rolle des Batman waren Christian Bale, der später in Christopher Nolans Batman Begins (2005) die Rolle mimte, sowie Colin Farrell und James Franco vorgesehen. Für die Rolle des Superman waren Schauspieler wie Jude Law, Tom Cruise, Paul Walker oder Josh Hartnett im Gespräch. Batman vs. Superman sollte auf Basis eines Drehbuches von Andrew Kevin Walker und Akiva Goldsman realisiert werden, doch der deutsche Regisseur verließ das Projekt, um an seinem Historienepos Troja zu arbeiten, das 2004 in die Kinos kam.
Ende Oktober 2004 wurde offiziell bekannt, dass der US-Seriendarsteller Brandon Routh in dem geplanten Kinofilm Superman Returns die Nachfolge von Christopher Reeve (1952-2004) als Superman antreten würde. Routh hatte bei Regisseur McG für die Rolle des Superman vorgesprochen. Als sich McG aus dem Projekt zurückzog und Bryan Singer verpflichtet wurde, kontaktierte dieser Routh, der den unbekannten Schauspieler wegen seiner Abstammung aus dem mittleren Westen der USA für die Rolle favorisierte. Kritisch kommentiert wurde die Verpflichtung von der weltweiten Comicbuch-Fangemeinde, die Brandon Routh als zu jung und unmuskulös ansah. James Caviezel, der selbst großes Interesse daran hatte Superman zu spielen, wurde von Bryan Singer abgelehnt, da er nach seinem Mitwirken in Mel Gibsons Die Passion Christi zu berühmt und wiedererkennbar wäre, so der Regisseur. Der Fernsehdarsteller des Superman in der TV-Serie Smallville, Tom Welling, hatte bereits im Vorfeld ein Mitwirken in dem Film abgelehnt. Für die Rolle von Lois Lane konnte sich Kate Bosworth gegen Mischa Barton, Elisha Cuthbert, Claire Danes, Keira Knightley und Keri Russell durchsetzen. Für den Part von Supermans Erzfeind Lex Luthor konnte sich der zweifache Oscar-Preisträger Kevin Spacey empfehlen.
Die Dreharbeiten für Superman Returns begannen am 16. März 2005 in Australien. Hauptdarsteller Brandon Routh hatte sich, um in der Rolle des Superman authentischer zu wirken, u. a. zehn Kilogramm Muskelmasse antrainiert. Gedreht wurde in den Fox Studios in Sydney, in Newcastle und auf einer Farm in der Nähe von Tamworth, die zuvor in einem Tonstudio errichtet worden war. Während der Dreharbeiten gab Bryan Singer durch Videotagebücher bereitwillig beim Internetdienst BlueTightes.net Auskunft über die Arbeit vor und hinter der Kamera. So wird für Superman Returns erstmals die neuartige Panavision Genesis HD Kamera verwendet, die aus einer drei Jahre andauernder Zusammenarbeit zwischen Panavision und Sony hervorging. Durch einen Sony-Hochleistungschip werden die Funktionen heutiger Kameras ins digitale Zeitalter übertragen. Die Verwendung der in Hollywood beliebten 35-mm-Kameralinsen von Panavision ist bei der neuen Kamera gewährleistet. Etwa 20 Minuten des Films wird es in IMAX 3D geben. Dabei werden erstmals bei einem Hollywood-live-action -Film Szenen mit dreidimensionalem Bild zu sehen sein. Der Film wird gleichzeitig in normalen Kinos und in IMAX-3D-Kinos veröffentlicht. Für die Filmmusik zeigt sich der US-amerikanische Filmkomponist John Ottman verantwortlich, der bei Superman Returns auch für den Schnitt zuständig ist. Ottman orientierte sich dabei an der bekannten Filmmusik, die John Williams 1978 für den ersten Kinofilm komponiert hatte und die auch in Bryan Singers Film zu hören sein wird.
Mit dem Kinostart einhergehend ist die Veröffentlichung eines gleichnamigen Computerspiels. Der US-amerikanische Comicverlag DC Comics wird zudem während des Monats Juni 2006 vier vierzigseitige Comichefte herausgeben, die eine Brücke zwischen der Handlung von Superman II – Allein gegen alle (1980) und Superman Returns schlagen werden.
Bereits vor dem Kinostart von Superman Returns steht Regisseur Bryan Singer in Verhandlungen mit Warner Bros. und Legendary Pictures über ein noch unbetiteltes Sequel, das 2009 in die Kinos kommen soll. Ob Brandon Routh auch hier in die Rolle des Titelhelden schlüpfen wird, ist noch nicht bekannt. In den USA ist die Veröffentlichung von Superman Returns als DVD für das vierte Quartal 2006 geplant.
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