Mg-k Basilica Superga2.jpg Die nach ihrem Standort benannte Superga, eigentlich Basilica della Natività di Maria Vergine, ist eine bedeutende Wallfahrtskirche bei Turin in Italien.
Die Kirche steht an imposanter Stelle hoch über der Stadt Turin - bei gutem Wetter sind die Alpen von hier zu sehen - und gehört zu den bedeutendsten Werken Juvarras. Die Superga ist ein Meisterwerk des Barocks und eine Synthese der Baukunst. Drei Freitreppen führen zum feierlichen Portikus, dieser bildet den Eingang in das kuppelüberwölbte Gotteshaus und erinnert so an das Pantheon, während die mächtige Kuppel jener des Petersdoms nachempfunden ist. Die Wirkung der Kirche, oben auf dem Berg mit den die Kuppel rahmenden Glockentürmen ähnelt einem anderen Sakralbau der Zeit: da Juvarra im Laufe seiner Karriere mehrere ausgedehnte Europareisen unternahm, ist eine gegenseitige stilistische Beeinflussung mit der Stiftskirche von Melk durchaus nicht ausgeschlossen, die Ähnlichkeit der beiden Anlagen ist zumindest in der Frontansicht verblüffend und der vermittelte Eindruck ähnlich. Mg-k Basilica Superga1.jpg
Für den Bau der Kirche mussten große Mengen Erde bewegt werden, um auf dem abschüssigen Gelände eine freie Ebene zu schaffen. Der Bau ragt bis zu Spitze des Kuppelkreuzes 65 Meter hoch, ist 51 Meter tief und 34 Meter breit. Obwohl die Kirche als Basilica bezeichnet wird, ist sie doch ein Zentralbau mit Chorraum und anschliessendem, von drei Gebäudeflügeln umstellten Hof. Das Innere des Kirchbaus wurde mit reichen Kapellen gegliedert und ist mit Skulpturen, Malereien und Stuckaturen geschmückt. In der Sakramentskapelle ist eine hölzerne Marienstatue aufstellt, vor welcher Vittorio Amadeo II. angeblich sein Gelübde ablegte. In der Kirche befindet sich außerdem eine bedeutende Krypta, da die Superga den Savoyern auch als Mausoleum diente, finden sich hier die Gräber mehrerer dutzend Angehöriger des Adelshauses.
Kirchengebäude in Italien | Barockbauwerk
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