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Der Super-CCD-Sensor (SCCD) ist ein lichtempfindlicher Chip für die Digitalkamera; es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des CCD-Sensors von Fujifilm, die durch eine wabenförmige Anordnung der Zellen (Drehung der CCD-Zellen um 45 Grad) gekennzeichnet ist. Das führt zu einem geringeren Abstand zwischen den Sensoren in horizontaler und vertikaler Richtung und durch die achteckige Bauform der Pixel wurde die lichtempfindliche Oberfläche vergrößert.

Durch eine Interpolation werden die Bildsignale des Super-CCD-Sensors wieder in das rechteckige Format der Bilddatei umgewandelt wobei sich dadurch je nach Variante des Sensors rechnerisch 30 bis 50 Prozent mehr Pixel als es der physikalischen Auflösung des Super-CCD entspräche ergeben und/oder eine besonders hohe Lichtempfindlichkeit ohne dass sich das Bildrauschen bei höheren Empfindlichkeiten so stark wie bei herkömmlichen CCD-Sensoren verschlechtert.

Neuere SCCD-Sensoren haben für jeden Bildpunkt ein lichtempfindliches Element mit hoher Empfindlichkeit (große lichtempfindliche Fläche) und ein weniger empfindliches (kleine Fläche), das höhere Lichtintensitäten verarbeiten kann. Dieser zeichnet bei der Aufnahme ein zweites, unterbelichtetes Bild auf, welches mit dem ersten verrechnet wird. Dadurch wird der Dynamikbereich (Belichtungsspielraum) erweitert.

Die Farbinformation wird beim SCCD-Sensor so wie bei den meisten Digitalkameras mit einer Bayer-Matrix von Farbfiltern erfasst.

Aus der Funktionsweise ergeben sich Schwierigkeiten beim Vergleichen der effektiven Auflösung mit CCD- oder CMOS-Kameras; Fuji gibt beispielsweise für die Finepix 4700 Zoom eine Sensorauflösung von 2,4 Megapixeln sowie Bildauflösung von 4,3 Megapixeln an. Der praktische Wert der Vergrößerung der Auflösung ist daher umstritten, erfahrungsgemäß kann man mit einer Bildqualität rechnen, die im Bereich herkömmlicher Kameras zwischen der tatsächlichen und interpolierten Auflösung liegt, im Beispiel also etwa auf dem Niveau einer 3-Megapixelkamera.

Mit Stand Januar 2006 konzentrieren sich die Vorteile der neuesten SuperCCD-Generation auf geringere Lichtintensitäten. Sie erzielt eine Lichempfindlichkeit von bis zu 1600 ISO, eine Eigenschaft die in sehr kompakten Cameras nur von Fuji verfügbar ist. Alle anderen sehr kompakten Kameras bieten lediglich bis zu 400 ISO an, in Einzelfällen 800 ISO als oberste Grenze, die jedoch dann stark verrauscht sind. Aufnahmen der Finepix F11 in 1600 ISO sind zwar auch etwas verrauscht, 800 ISO sind jedoch durchaus verwendbar. In dieser Hinsicht bietet diese Generation des SuperCCD Chips mehr Leistung als herkömmliche CCD Chips, sie kommt aber an die Leistung größerer CMOS-Sensoren in den aktuellen (jedoch wesentlich teureren) Spiegelreflexkameras nicht heran.

Mit Stand Juli 2006 ist die neueste Camera, die die Super-CCD-Technologie verwendet, die Fuji Finepix F30. Sie wurde im März 2006 eingeführt und bietet bis zu 3200 ISO.

Siehe auch: Digitaler Fotoapparat, Charge-coupled Device, CMOS-Sensor

Fototechnik | Digitalfotografie

 

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