Kronborg Castle.jpg | Hafen Helsingor 1588.jpg Der Sundzoll (dänisch: Øresundstolden) ist eine 1429 von König Erik VII. von Dänemark eingeführte Abgabe, die nicht-dänische Schiffe, die den Öresund durchfuhren, in Helsingør zu entrichten hatten. Die Kanonen von Schloss Kronborg setzen die Abgabe an der schmalsten Stelle des Öresunds durch. Der Sundzoll war über die Jahrhunderte eine der wichtigsten Einnahmequellen der Dänischen Krone und sicherte so die Unabhängigkeit der dänischen Könige von Adel und Reichsrat. Sie war Anlass für immerwährenden Streit der weiteren Ostseeanrainer insbesondere der Hansestädte, die sich gegen diese Abgabe auf die Freiheit der Meere beriefen. 1567 wurde die Art der Erhebung geändert. Fortan wurde die Ladung der Schiffe besteuert. Dadurch stieg das Sundzollaufkommen auf das Dreifache an. Der Sundzoll musste auch bei einer Passage des Großen und Kleinen Belts entrichtet werden. Ab 1645 waren schwedische Schiffe durch den Frieden von Brömsebro vom Sundzoll befreit, dieses Privileg ging Schweden aber bereits 1720 durch den Frieden von Frederiksborg wieder verloren. Der Sundzoll wurde bis zur Kopenhagener Konvention vom 14. März 1857 von Dänemark erhoben und gegen eine Entschädigung der Vertragsstaaten an Dänemark von 30 Millionen Reichsthalern abgelöst.
Daneben erhob Dänemark auch an Land in Holstein, insbesondere von Lübeck, Transitzölle für die Straßenbenutzung der Chaussee nach Hamburg, den Stecknitzkanal und die Lübeck-Büchener Eisenbahn.
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