Das Wort Summe wurde im Mittelhochdeutschen vom lateinischen summa entlehnt. Summa war bis in das 19. Jahrhundert neben Summe gebräuchlich. Das lateinische summa geht auf den Superlativ summus (zu superus, superior), der das Oberste, Höchste, Größte bezeichnet, zurück.
Im weiteren Sinne bezeichnet Summe eine Gesamtheit oder einen Inbegriff.
In der Alltagssprache bezeichnet Summe einen Geldbetrag, unabhängig davon, ob er durch Addition zustande gekommen ist.
In dem mathematischen Term
Man kann eine Summe von mehr als zwei Summanden bilden, so zum Beispiel
Aufgrund des Kommutativgesetzes der Addition ist auch die Reihenfolge der Summanden egal, d.h. es ist zum Beispiel
Wird -mal die gleiche Zahl addiert, dann kann die Summe auch als Produkt geschrieben werden.
Wenn eine Summe sehr viele Summanden hat, ist es zweckmäßig, eine abgekürzte Schreibweise zu vereinbaren. Die Summe der ersten 100 natürlichen Zahlen kann zum Beispiel als
So wie man in der elementaren Arithmetik von Zahlenrechnungen wie 2+3=5 zu Buchstabenrechnungen wie übergeht, so kann man z.B. die Summe von hundert ganz bestimmten Zahlen zur Summe einer beliebigen Anzahl beliebiger Zahlen verallgemeinern. Dazu wird zunächst eine Variable gewählt, zum Beispiel , die die Anzahl der Summanden bezeichnet. Im obigen Fall, der Summe der ersten einhundert natürlichen Zahlen, wäre . Da beliebig große zugelassen sein sollen, ist es nicht möglich, alle Summanden durch verschiedene Buchstaben zu bezeichnen. Stattdessen wird ein einzelner Buchstaben z.B. gewählt und um einen Index ergänzt. Dieser Index nimmt nacheinander die Werte 1, 2, ... an. Die Summanden heißen dementsprechend . Die Summanden bilden somit eine Zahlenfolge (siehe Folge (Mathematik)).
Wir können nun für beliebige natürliche Zahlen die Summe der ersten Glieder der Zahlenfolge als
Beispiel: Für die Folge der Quadratzahlen ist , , . Ganz allgemein gilt
Weitere Summationsformeln wie zum Beispiel Der kleine Gauß
Summen über endliche oder unendliche Reihen können statt mit Auslassungspunkten auch mit dem Summenzeichen notiert werden:
Welche Werte die Laufvariable annehmen kann, wird an der Unterseite, gegebenenfalls auch der Oberseite des angezeigt. Es gibt dafür zwei Möglichkeiten:
Diese Angaben können reduziert oder weggelassen werden, wenn angenommen werden kann, dass der Leser sie aus dem Kontext heraus zu ergänzen vermag.Hiervon wird in bestimmten Zusammenhängen ausführlich Gebrauch gemacht: In der Tensorrechnung vereinbart man häufig die Einsteinsche Summationskonvention, der zufolge sogar das Summationszeichen weggelassen werden kann, da aus dem Kontext klar ist, dass über alle doppelt vorkommenden Indizes zu summieren ist.
Wird das Folgeglied als Summe (oder Differenz) mitgeteilt, so muss es in Klammern geschrieben werden:
Wird das Folgeglied als Produkt (oder Quotient) mitgeteilt, so ist die Klammer überflüssig:
Vorsicht! Die „Regel“ gilt natürlich nicht!
Für besteht die Summe aus einem einzigen Summanden :
Ferner hat es sich als nützlich erwiesen, für eine leere Summe zu definieren:
Man beachte, dass dies der einzige Fall mit
Auch über Summen kann wieder summiert werden. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn die erste, die „innere“ Summe, wiederum einen Index enthält, der als Laufindex für die „äußere“ Summe verwendet werden kann. Man schreibt zum Beispiel:
Dabei gilt die Regel:
In der mathematischen Physik gilt für Doppelsummen zudem folgende Konvention:
Ein Apostroph am Summenzeichen besagt, dass bei der Summation Summanden auszulassen sind, für die die beiden Laufvariablen übereinstimmen:
Beim Programmieren entspricht das Summenzeichen einer For-Schleife mit Aufsummierung des Ergebnisses aus jedem Schleifendurchgang.
Wenn unendlich viele Ausdrücke summiert werden, also zum Beispiel
Es ist aber anzumerken, dass nicht jede Summe, die ∞ als Obergrenze besitzt, eine unendliche Summe sein muss. Zum Beispiel hat die Summe
Die disjunkte Vereinigung von Mengen hat eine gewisse formale Ähnlichkeit mit der Addition von Zahlen; sind beispielsweise und endliche Mengen, so ist die Anzahl der Elemente von gleich der Summe der Elementanzahlen von und . Das kartesische Produkt ist distributiv über dieser Summenbildung:
Arithmetik | Folgen und Reihen | Menge
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