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Sumatriptan (3-*-N-methyl-5-indolmethansulfonamid) ist ein zur Akuttherapie der Migräne und des Cluster-Kopfschmerzes eingesetzter Serotonin-Agonist.
Chemie
Sumatriptan gehört der Gruppe der
Triptane an und ähnelt strukturell dem
Serotonin.
Pharmakologie
Wirkmechanismus
Sumatriptan ist ein selektiver
Agonist an den
Serotonin-Rezeptoren 5-HT
1B, 5-HT
1D und 5-HT
1F, welche auf zerebralen
Blutgefäßen und
präsynaptisch auf
Neuronen vorkommen. Eine Aktivierung dieser
Rezeptoren durch Sumatriptan führt somit während eines Migräneanfalls einerseits zu einer Konstriktion der dilatierten zerebralen Blutgefäße und andererseits zu einer Verminderung der Ausschüttung von Entzündungsmediatoren.
Nebenwirkungen
Eine der häufigsten Nebenwirkungen der Anwendung von Sumatriptan sind der
Angina pectoris ähnliche Druck- und Beklemmungsgefühle der Brust, die auf eine Konstriktion der
Herzkranzgefäße zurückgeführt wird. Im Tierexperiment konnte jedoch erst in vielfach höheren Konnzentrationen der Substanz im Blut eine Verengung der
Koronarien erzeugt werden. Ein Blutdruckanstieg ist ebenfalls bei einigen Patienten zu beobachten.
Wechselwirkungen
Sumatriptan sollte nicht mit Ergotamin kombiniert eingesetzt werden, da eine erhöhte Gefahr von Koronarspasmen besteht.
Handelsformen
Sumatriptan kam in Deutschland als Imigran
® im Handel, international wird es auch als Imitrex
® vertrieben. Es war das erste zugelassene Triptan und bietet bis heute die breiteste Auswahl an
Applikationen: Fertigspritze oder Pen (subkutan), Tablette in 2 Dosierungen (50/100mg), Zäpfchen, Nasenspray. Der Patentschutz ist seit Mai 2006 abgelaufen, so dass mittlerweile
Generika erhältlich sind.
Arzneistoff | Chemische Verbindung | Triptan
Sumatriptan | Sumatryptan