Sulfat.PNG Sulfate sind Salze oder Ester der Schwefelsäure. Die salzartigen Sulfate enthalten als anionische Komponente das Sulfat-Ion (SO42-). Als Trivialnamen haben viele Sulfate Bezeichnungen, die auf "-vitriol" enden (Kupfervitriol, Eisenvitriol etc.)
Sulfate kommen in unterschiedlichen Mengen im Grundwasser vor. Für daraus gewonnenes Trinkwasser gilt nach der deutschen Trinkwasserverordnung ein Grenzwert von 240 mg/l. Quellen des Sulfates sind entweder Gips und Alabaster im Bodengestein oder biologische (bakterielle) Sulfatbildungen aus Sulfid und schwefelhaltigen Biomasse-Bestandteilen (z.B. Proteinen). Sulfate stellen für viele metallische Elemente die wichtigsten mineralischen Verbindungen dar.
Organische Ester der Schwefelsäure haben die allgemeine Formel R-O-SO2-O-R', dabei sind R und R' organische Reste. Organische Sulfate sind polare, schwerflüchtige und sehr reaktive Verbindungen. Das einfachste organische Sulfat ist das stark krebserregende Dimethylsulfat.
Sulfate lösen sich in Wasser. Ausnahmen bilden die wenig oder schwerlöslichen höheren Sulfate der Erdalkalimetalle Calcium, Strontium und Barium und Blei(II)-sulfat.
Die traditionelle Bezeichnung Sulfat für das Anion (SO4)2- ist weiterhin erlaubt. Nach der Hydrogennomenklatur ist es als Tetraoxosulfat zu bezeichnen, als Tetraoxosulfat(-2) wenn die zweifach negative Ladung dargestellt werden soll. Auch die Kennzeichnung des Ladungszustands des Schwefels ist möglich, wie in Natriumtetraoxosulfat(VI).
Sulfatgruppen als Liganden sind mit oder [Sulfato(-2) zu bezeichnen.
Zu beachten ist, dass nach den neueren Empfehlungen der Nomenklatur auch die Sulfitgruppe (SO3)2- durch den Suffix -sulfat gekennzeichnet und als Trioxosulfat bzw. Trioxosulfat(IV) bezeichnet wird.
Weitere Beispiele für Sulfate sind:
Sulfat | Sulfat | Sulfate | Sulfato | Sulfate | Solfati | Sulfāti | Sulfaat | Siarczan | Sulfato | Сулфат | Sulfat | سۇلفاتلار