Sukkulenten (von lateinisch succus = Saft) sind saftreiche Gewächse, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Es sind vier Typen zu unterscheiden.
Je nach dem Pflanzenorgan, das zur Wasserspeicherung umgebildet ist, wird zwischen Blatt-, Stamm- und Wurzelsukkulenten unterschieden, wobei alle Kombinationen möglich sind. Begleitend zum saftreichen Gewebe, das dicker und geschwollener wirkt als bei gewöhnlichen Pflanzen, zeigen Sukkulenten mehrere der folgenden Merkmale:
Beispiele sind
Obwohl Kakteen nur einen sehr kleinen Teil aller existierenden Sukkulenten ausmachen, sind diese hierzulande die bekanntesten Vertreter der sukkulenten Pflanzen. Im Sprachgebrauch wird deshalb zwischen Kakteen und „anderen“ Sukkulenten unterschieden.
Wegen der bei den einzelnen Arten sehr unterschiedlich ausgeprägten Sukkulenz ist eine genaue Trennung zwischen sukkulenten und nicht sukkulenten Arten manchmal sehr schwierig. Selbst innerhalb einer Art können sukkulente und nicht sukkulente Exemplare vorkommen. An der Grenzlinie liegen sowohl eher krautige oder holzige Pflanzen als auch solche, die in ihrer Rübenwurzel eher Zucker und Stärke als Wasser speichern. Sukkulenten werden gelegentlich auch als "Fettpflanzen" bezeichnet.
Die oft gleichartigen Erscheinungsbilder nicht näher miteinander verwandter Sukkulenten sind Folgen paralleler Evolutionen. Ähnliche Bedingungen zwingen die Pflanzen ähnliche Gestalten anzunehmen. Einige typische Wuchsformen sind
Blätterkissen: Blattsukkulenten, niedrige Sträucher mit dichten Blattrosetten, meist Polster bildend, beispielsweise in den Pflanzenfamilien Agavaceae, Asteraceae, Commelinaceae, Crassulaceae, Portulacaceae.
Kugelblatt-Pflanzen: Blattsukkulenten, Blätter ei- bis kugelförmig, Pflanze im Extremfall auf ein Plattpaar reduziert, beispielsweise in den Pflanzenfamilien Aizoaceae, Asphodelaceae, Asteraceae, Crassulaceae.
Fensterblatt-Pflanzen: Blattsukkulenten, die Blätter weisen durchsichtige Fenster auf, Glaskörper im Blattinneren filtern das Licht, bevor es zur es zur Assimilation genutzt wird, beispielsweise in den Pflanzenfamilien Aizoaceae, Asphodelaceae, Asteraceae.
Korallensträucher: Stammsukkulenten, Sträucher mit kahlen Ästen, die Blätter stark reduziert oder fehlend, beispielsweise in den Pflanzenfamilien Asclepiadaceae, Asteraceae, Cactaceae, Chenopodiaceae, Euphorbiaceae, Didieraceae, Lentibulariaceae, Passifloraceae.
Kaktusförmige: Stammsukkulenten, Säulen bis Kugeln, oft mit Warzen oder Rippen, die Blätter stark reduziert, dornig oder dornig erscheinend, beispielsweise in den Pflanzenfamilien Asclepiadaceae, Asteraceae, Cactaceae, Didieraceae, Euphorbiaceae, Geraniaceae, Vitaceae
Flaschenbäume: Stammsukkulenten, Stämme stark flaschen- bis fassförmig angeschwollen, beispielsweise in den Pflanzenfamilien Agavaceae, Apocynaceae, Asteraceae, Bombaceae, Bursaceae, Cucurbitaceae, Dracaenaceae, Moraceae, Nolinaceae.
Caudex-Pflanzen: Wurzelsukkulenten (Geophyten), Wurzelverdickung halb oder ganz unterirdisch, rüben- bis diskusförmig; oberirdische Triebe einjährig, dünn und oft windend. Beispiele gibt es in den Pflanzenfamilien Asclepiadaceae, Basellaceae, Bombaceae, Convolvulaceae, Cucurbitaceae, Dioscoreaceae, Euphorbiaceae, Fabaceae, Gesneriaceae, Hyacinthaceae, Piperaceae.
Sukkulenten können sehr unterschiedliche Größen erreichen. Das Spektrum reicht von 3 mm kleinen Kugeln bei Conophytum (Aizoaceae) bis zu 30 m großen Bäumen bei Euphorbia (Euphorbiaceae).
Deutschsprachige Gesellschaften für Kakteen und andere Sukkulenten:
Im Bereich der Anatomie wird flüssigkeitsreiches Gewebe als sukkulent bezeichnet.
Sukkulent | Succulent plant | Planta suculenta | Plante succulente | Piante succulente | Vetplant | Суккулент | Suckulent
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Sukkulente".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world