| Wappen | Karte |
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| Wappen Suhl.png | Lage der kreisfreien Stadt Suhl in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geographische Lage: | |
| Höhe: | 550 m ü. NN |
| Fläche: | 102,7 km² |
| Einwohner: | 43.202 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 421 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 98501–98529 |
| Vorwahl: | 03681 |
| Kfz-Kennzeichen: | SHL |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 54 000 |
| Stadtgliederung: | Stadt und 4 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Marktplatz 1 98527 Suhl |
| Website: | stadtsuhl.de |
| Bürgermeister: | Dr. Jens Triebel, parteilos seit 7. Mai 2006 |
Suhl ist eine kreisfreie Stadt im Süden des Freistaates Thüringen. Sie ist seit 2005 die achtgrößte Stadt des Bundeslandes.
Im Nordosten grenzt das Stadtgebiet direkt an den Rennsteig und Nebengipfel des Großen Beerberges (983 m). Im Osten wird das Kernstadtgebiet von Gipfeln begrenzt, die zum Adlersberg-Massiv zu zählen sind (Großer Erleshügel 839 m, Beerberg 808 m, Ringberg 746 m). Südöstlich stellen der Sommerberg (656 m, Nebengipfel "Schöner Platz" 663 m) und der noch östlichere Schneeberg (692 ) die höchsten Erhebungen der Landschaft dar, die direkt im Osten Suhls in noch niedrigere Gipfel übergeht.
Ein Teil der Suhler Gemarkung berührt im Osten das Biosphärenreservat Vessertal der UNESCO.
Alle Bodenschätze wurden bis Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts, Eisenerze und Spat bis Anfang des 20. Jahrhunderts, bergmännisch gewonnen. Heute spielen sie keine wirtschaftliche Rolle mehr.
Unterlagen des Klosters Fulda nennen zwischen 900 und 1155 wiederholt einen Ort „Sulaha“. Seit etwa 1100 gehört das Gebiet den Grafen von Henneberg. Die erste gesicherte urkundiche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1318. 1363-1365 werden die ältesten Eisenhämmer Suhls genannt: der Niederhammer und der Lauterhammer. Damit wird eine vorangehende Tradition des Eisenerzbergbaus belegt, die bis um die Mitte des 13. Jahrhunderts zurückreicht. Bereits aus dem Jahre 1474 sind Berichte von Verhandlungen am "Berggericht zu Suhl" überliefert.
Anstelle eines früheren Vorgängerbaus wird auf dem Kirchberg, dem ältesten Siedlungszentrum der Stadt, 1487-1491 die Hauptkirche St. Marien errichtet. Nach Stadtbränden 1590, 1634 und 1753 erfolgt der Wiederaufbau, zuletzt 1761 im Rokoko-Stil.
1527 bestätigen die gefürsteten Grafen von Henneberg-Schleusingen Suhl städtische Rechte und Statuten, die zuvor aber schon bestanden. 1553 wird Suhl als Bergstadt bezeichnet, was der Stadt Rechte und Pflichten als Sitz der Bergverwaltung und der Berggerichtsbarkeit zubilligt. Im gleichen Jahr lassen sich Büchsenschmiede aus Nürnberg und Augsburg nieder, seit 1535 ist Handfeuerwaffenproduktion nachgewiesen. Im Jahr 1555 wird mit dem Bau der vor den Toren der Stadt gelegenen Gottesackerkirche / Heiligkreuzkapelle begonnen.
Nach dem Tod Georg Ernst von Henneberg im Jahr 1583 fällt die Stadt als gemeinschaftlicher Besitz an die sächsischen Wettiner. Für das Jahr 1590 ist der erste große Stadtbrand bezeugt. Kaiserliche kroatische Truppen unter Feldmarschall Graf Johann Ludwig Hektor von Isolani plündern und zerstören Suhl 1634 im Dreißigjährigen Krieg. Suhl erscheint den Kriegsparteien, wegen seiner Waffenproduktion auch "deutsches Damaskus" genannt, immer wieder als lohnendes Ziel. Die Eisen- und Waffenproduktion gerät in eine Krise. Der Bergbau kann sich seitdem nicht wieder erholen.
Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist in Suhl Orgelbau ansässig. Caspar Lehmann, auch Kaspar Lochmann genannt, unterhält mit Johann Heinrich Mann eine in Südthüringen anerkannte Orgelbaufirma. Bezeugt sind Suhler Instrumente u. a. in Steinbach (Steinbach-Hallenberg), Ohrdruf und Rohr (Thüringen).
1660 wird Suhl nach dem sächsischen Teilungsvertrag albertinisch und fällt als Sitz des Amtes Suhl an das Herzogtum Sachsen-Zeitz.
1713 Johann Sebastian Bach weiht die neue Orgel in der Hauptkirche St. Marien ein. Bach ist der Stadt verbunden, weil ein Teil der verzweigten Bach-Familie seine musikalische Ausbildung bei dem Suhler Stadtmusikus und Stadtpfeiffer Johannes Christoph Hoffmann sen. erhalten hat, so Johann Bach (1604-1673), der Großonkel, und Christoph Bach (1613-1661), der Großvater von Johann Sebastian Bach, weiterhin Heinrich Bach (1615-1692) und Johannes Bach (1604-1673). Georg Christoph Bach (1642-1697) war von 1661 bis 1668 Kantor und Schulmeister in Heinrichs bei Suhl. Auch in späteren Jahren galt Suhl als gute Adresse für die musikalische Ausbildung. Der Komponist Johann Peter Kellner (1705-1772) lernte hier Komposition und Satztechnik bei Hieronymus Florentinus Quehl. Kellner wiederum war Lehrer des in Suhl geborenen Komponisten und Organisten Johann Ernst Rembt (1749-1810). Ihre Ausbildung erhielten auch Johann Friedrich Kessel, von 1756 bis 1798 Domkantor in Freiberg/Sa. und Johann Friedrich Fasch (1688-1755), dessen Vater in Suhl Kantor und Rektor der Lateinschule war.
Nach Erlöschen der Linie Sachsen-Zeitz gelangt Suhl 1718 zu Kursachsen. Neben der gotischen Heiligkreuzkapelle / Gottesackerkirche entsteht 1731-1739 "vor den Toren der Stadt" die barocke Kreuzkirche. Vom letzten großen Stadtbrand 1753 werden lediglich das Gebäudeensemble um das einstige Malzhaus (heute Waffenmuseum) und die Kreuzkirche verschont.
1776 prüft Johann Wolfgang von Goethe die Wiederbelebung des Bergbaus in Suhl. 1803 wird in Suhl die erste mechanische Druckmaschine durch Friedrich Koenig erfunden. Nach seiner Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig soll Napoleon im "Lauterer Wirtshaus" übernachtet haben. Nach dem Wiener Kongress fällt Suhl 1815, wie der gesamte sächsische Anteil an der ehemaligen Grafschaft Henneberg, an das Königreich Preußen. Das Amt Suhl wird 1821 endgültig aufgelöst und ist bis 1945 Bestandteil des Kreises Schleusingen im Regierungsbezirk Erfurt in der preußischen Provinz Sachsen.
Die Umstellung auf die industrielle Waffenproduktion erfolgt 1840 durch die Fa. C.G. Haenel; im gleichen Jahr eröffnet in Suhl eine Lehranstalt für Militärbüchsenmacher. 1861 beginnt eine bedeutende Porzellanindustrieproduktion. 1882 erhält Suhl nach Süden Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz, nach Fertigstellung des Branntleite-Tunnels 1884 auch nach Norden. 1893 wird in Suhl eine Beschußanstalt eröffnet, die erste und damit älteste in Deutschland. Bereits 1896 wird in den Simson-Werken die Produktion von Fahrrädern aufgenommen. 1906 markiert den Beginn der Auto-Produktion in Suhl. Rennwagen und Luxuswagen der Simson-Werke erhalten, wie der Simson Supra, schnell einen hervorragenden Ruf.
Während des Kapp-Putsches wird Suhl von Truppen besetzt. An die Vertreibung der Milizen durch Arbeiterwehren erinnert heute eine Inschrift am Rathaus. In den zwanziger und dreißiger Jahren wird die Reichswehr mit Suhler Waffen ausgerüstet.
1935 erfolgt die Arisierung jüdischen Besitzes. Davon betroffen sind u.a. das Kaufhaus am Markt (zu DDR-Zeit: Konsum-Kaufhaus) und die Simson-Werke, die zunächst in die Wilhelm-Gustloff-Stiftung überführt werden, aus der die Gustloff-Werke als größte Waffenschmiede Mitteldeutschlands hervorgehen. Die Suhler Synagoge in der früheren Hohenlohestraße 13 (jetzt Straße der Opfer des Faschismus), von 1904 bis 1906 erbaut, fällt 1938 der Reichskristallnacht zum Opfer. An die Zerstörung erinnert seit November 1985 ein Gedenkstein. 1940 eröffnet eine Fliegerschule, in deren Gebäuden 1951-1989 die Bezirksverwaltung des Ministerium für Staatssicherheit residiert. Im Zweiten Weltkrieg wird die Industrie vollständig auf Waffen- und Kriegsproduktion umgestellt, auf 20.000 Einwohner kommen ca. 10.000 Zwangsarbeiter. Hergestellt werden in hohen Stückzahlen u.a. Maschinenpistolen und Maschinengewehre MP18, Sturmgewehr 44, Fallschirmjägergewehr 42, MG42, Parabellumpistolen, Flaklafetten, Komponenten für Militärfahrzeuge, aber auch Meßleiteinrichtungen für die V-Waffen-Produktion. Exklusive Waffenserien und Einzelfertigung für SS und SA. Von größeren Luftangriffen bleibt Suhl verschont. Da sich versprengte SS-Einheiten den US-Truppen nicht kampflos ergeben, kommt es in der Stadt Anfang April 1945 zu Kriegsschäden.
Am 3. April 1945 besetzen Einheiten der 3. US-Armee unter Befehl des Generals George S. Patton die Stadt. Mit Auflösung der preußischen Bezirksregierung in Erfurt wird Suhl zum 1. Juli 1945 dem Land Thüringen zugeordnet. Am 3. Juli 1945 übernehmen Einheiten der sowjetischen Armee aufgrund des 1. Londoner Zonenprotokolls von 1944 und den Beschlüssen der Konferenz von Jalta die Stadt. Suhl fällt damit in die Sowjetische Besatzungszone. 1947 werden wichtige Werke der Rüstungsindustrie gesprengt (u.a. Krieghoff) oder als Reparation in die Sowjetunion deportiert (wie die Simson-Werke). Bereits im Jahr zuvor waren wichtige Experten und Facharbeiter wie der Konstrukteur Hugo Schmeisser (MP18, Sturmgewehr 44) in die Sowjetunion verbracht worden.
Mit Aufnahme der Motorradproduktion (AWO 425) in den Simson-Werken erfährt die Fahrzeugherstellung 1950 eine Wiederbelebung. Die Simson-Werke produzierten zunächst als SMAD-Betrieb unter sowjetischer Führung, firmieren dann als "Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk 'Ernst Thälmann'" und werden später dem IFA-Kombinat, Industrievereinigung Fahrzeugbau, zugeschlagen.
1952 wird Suhl nach Auflösung der Länder in der DDR Bezirkshauptstadt und bleibt es bis zur Wiedervereinigung 1990. Der historisch gewachsene Stadtkern wird zu großen Teilen abgebrochen und sozialistisch umgestaltet unter Federführung der Bauakademie der DDR unter Hermann Henselmann (Architekt). Es entsteht ein neues Stadtzentrum mit Kulturhaus, Stadthalle, Hochhäusern, Schnellstraße, Centrum-Warenhaus und Verwaltungsgebäuden. 1953 erfolgt die Gründung der Suhler Philharmonie. 1972 wird in Suhl-Goldlauter ein Sportflugplatz eingeweiht, im gleichen Jahr findet der erste Großflugtag statt. 1978 lenkt die Stadt als Austragungsort der Europameisterschaften im Sportschießen internationale Aufmerksamkeit auf sich. 1982 eröffnet auf dem Suhler Friedberg eine Offiziershochschule der Grenztruppen (nach 1990 Gewerbepark und Teil der Technische Universität Ilmenau). 1986 ist Suhl Austragungsort der 8. Europameisterschaften im Volleyball und der 44. Weltmeisterschaften im Sportschießen.
Mit der ersten Großdemonstration am 4. November 1989 beginnt in Suhl der demokratische Umbruch. Seit 1990 gehört Suhl zum Freistaat Thüringen. Die Wende führt zu Umstrukturierung der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Bevölkerungsschwund. 1992 eröffnete eine Berufsfachschule für Büchsenmacher, der einzigen Schule dieser Art in Deutschland. 1996 öffnet im ehemaligen Simson-Werk ein Fahrzeugmuseum seine Pforten. Seit 1997 ist Suhl Kreisfreie Stadt. Die Ausbildung von Graveur/innen erfolgt seit 1998 an der Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure.
Eisenerzabbau bildete die Grundlage für die Entwicklung des Rohrschmiede- und Büchsenmacherhandwerks, das die Stadt als "Rüstkammer Europas" oder "Deutsches Damaskus" bekannt macht. Die Fertigung von Sicheln und Wagen ist 1155 und von Harnischen, Panzern und Schwertern im Jahr 1499 nachgewiesen. 1548 bildet sich die Leineweberzunft, 1555 erfolgte die Gründung der Rohr- und Büchsenschmiede-Innung. Graf Georg Ernst von Henneberg erteilt 1563 den „Schlösser, Büchsenmacher, Spohrer und Windenmachern" Innungsprivilegien. Ende des 16. Jahrhundert werden jährlich über 20.000 Gewehrrohre hergestellt. Mit der Industrialisierung des Büchsenmacherhandwerks im 19. Jahrhundert entwickeln sich bedeutende Waffenfabriken wie die Firmen J.P. Sauer & Sohn, C.G. Haenel und Simson & Co. Im historischen Malzhaus existiert ein einschlägiges Museum von Handfeuerwaffen - das einzige seiner Art in Europa.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei den Zahlen handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung".
| Jahr | Einwohner | - | 1841 | 7.150 | - | 3. Dezember 1843 ¹ | 8.127 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 10.512 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 9.937 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 10.602 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 11.533 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 11.900 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 12.600 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 13.814 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 14.468 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 14.820 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 14.639 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 14.742 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 15.579 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 15.477 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 25.530 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1945 ¹ | 25.084 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 24.598 | - | 31. August 1950 ¹ | 24.020 | - | 31. Dezember 1955 | 25.215 | - | 31. Dezember 1960 | 25.497 | - | 31. Dezember 1964 ¹ | 28.190 | - | 1. Januar 1971 ¹ | 31.661 | - | 31. Dezember 1975 | 37.771 | - | 31. Dezember 1981 ¹ | 49.849 | - | 31. Dezember 1985 | 54.392 | - | 31. Dezember 1988 | 56.345 | - | 31. Dezember 1990 | 54.731 | - | 31. Dezember 1995 | 53.591 | - | 31. Dezember 2000 | 48.025 | - | 31. März 2005 | 43.445 |
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| suhl_pano.jpg |
Daneben gibt es noch die Eisenbahnstrecke Erfurt-Schweinfurt. Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Bahnhof Unterwegsstation für Zugläufe von Berlin nach Saarbrücken, oder nach Tübingen und sogar für einen Nachtzug Berlin – Rom (Fahrplan 1935: D 13/14).
Der Sportflugplatz Suhl-Goldlauter (ICAO Code EDQS), im Nordosten der Stadt, ist ein Sonderlandeplatz mit einer 570 Meter langen Graslandebahn.
Zu DDR-Zeiten wurden die wichtigsten Waffenfabriken vereinigt zum VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk "Ernst Thälmann", dem auch die Simson-Werke zugeschlagen wurden. Während man in der Waffenproduktion Jagdwaffen, Sport- und Luftgewehre, aber auch in größeren Stückzahlen Kalaschnikow fertigte, wurden bei Simson nach dem Auslaufen der Motorradproduktion AWO 425 ab 1960 Leichtkrafträder hergestellt, u.a. SR2 (Simson), Simson Star, Sperber, Schwalbe (Simson), S50, Simson S51. Mit dem Wohnungsbaukombinat WBK Suhl (mit Produktionsstrecken in der Partnerstadt Kaluga und in Berlin-Marzahn), dem Elektrogerätewerk EGS Suhl (Mixer, Haarschneidemaschinen), dem Feinmeßzeugwerk FMS (zuletzt zum Kombinat Carl Zeiss Jena gehörend) und dem Fleischkombinat (heute Zimbo) bestanden weitere Großbetriebe. Der größte Teil der in staatlichen Kombinaten organisierten Firmen war nach der Vereinigung wirtschaftlich nicht lebensfähig.
Bedeutende Betriebe nach 1990 sind u. a. die Suhler Jagd- und Sportwaffen GmbH (bis 1945 Gebrüder Merkel Suhl), dessen Produkte bei Sport- und Jagdschützen beliebt sind, das Zimbo-Werk, das aus dem Fleischkombinat Suhl hervorging, das CD/DVD-Presswerk Compact Disc Albrechts bei Suhl. 2002 meldet die Simson Motorrad GmbH, trotz Einführung neuer Modelle wie Schikra, SC und TS und der Herstellung von Motor- und Elektrorollern, Insolvenz an, was das endgültige Aus für die Suhler Fahrzeugherstellung bedeutete. Weiterhin werden in Suhl Hebezeuge, medizinische Instrumente sowie Erzeugnisse des Maschinen- und Werkzeugbaus, der Elektrotechnik und Messtechnik gefertigt.