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Die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) ist eine 1983 im Sudan gegründete Rebellengruppe, die eine Autonomie des animistischen-christlich-schwarzafrikanischen Süd-Sudans fordert. Sie ist der militärische Flügel der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung SPLM und kämpfte gegen die Regierungen Dschafar Muhammad an-Numeiris, Sadiq al-Mahdis sowie Präsident Omar Hassan Ahmad al-Bashir.

Der Kommandant der SPLA ist Salva Kiir Mayardit, der seit dem Tod John Garangs auch Anführer der SPLM ist.

Die im Süd-Sudan verbreitete SPLA ist nichtarabisch und nichtmuslimisch, im Gegensatz zum überwiegend muslimisch-arabischen Nordsudan. Der Krieg im Süd-Sudan trägt Züge eines Religionskriegs wie auch eines ethnischen Krieges. Er ist aber auch ein Kampf um die Kontrolle der im Süden vorhanden Erdölreserven.

Ziel


Das erklärte Ziel der SPLA ist die Errichtung eines säkularen und demokratischen Sudan.

Geschichte


Anfang der 1990er-Jahre spaltete sich die SPLA in drei Parteien:

Ihr Anführer von 1983 bis 2005 war John Garang, ein Dinka. Er erhielt eine wissenschaftliche und militärische Ausbildung in den USA, wo er auch promovierte.

Diese internen Konflikte erschwerten Vermittlungen mit der Regierung. Im April 1997 schlossen die Armee der südsudanesischen Unabhängigkeitsbewegung und einige kleinere Parteien einen separaten Friedensvertrag mit Khartum und bildeten die Vereinigte demokratische Heilsfront (UDSF).

Die SPLA bleibt die wichtigste Gruppe des Südens als Verhandlungspartner für eine Beendigung des Krieges. Verhandlungen über ein Ende des Bürgerkrieges mit der Regierung endeten jedoch ergebnislos, 2002 wurde jedoch ein sechs Monate langer Waffenstillstand und eine entmilitarisierte Zone ausgehandelt.

Im Februar 2003 begann eine Rebellion in Nord-Darfur, an der sich die SPLA beteiligte. Als Ursache der Rebellion wird die Verfolgung der schwarzen Bevölkerung durch muslimische Nomaden, Reitermilizen wie die Dschandschawid, angegeben. Die sudanesische Regierung räumt ein, dass sie den Kampf gegen die Sudanesische Befreiungsarmee nur mit Hilfe der Milizen führen kann.

Am 9. Januar 2005 schloss die SPLA einen Friedensvertrag mit der sudanesischen Regierung. Er sieht neben der Entwaffnung der Rebellen und dessen Integration in die reguläre Armee ein Referendum im Jahr 2011 vor, bei dem entschieden werden soll, ob der Süden im Gesamtstaatsgebiet verbleibt. Überwacht werden soll der Friedensvertag von der UN mit der Mission UNMIS.

Weblinks


Militär (Sudan) | Politik (Sudan) | Politischer Widerstand

Súdánská lidově osvobozenecká armáda | Sudan People's Liberation Army | スーダン人民解放軍 | SPLM | Sudanesiska folkets befrielsearmé

 

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