Subwoofer.jpg YST-800SW)]]
Ein Subwoofer * ist ein spezieller Lautsprecher, der von seiner Konstruktion her für die alleinige Wiedergabe tieffrequenter Schallwellen, dem so genannten Bass, konzipiert ist. Subwoofer kommen vorwiegend in Diskotheken, im Kino, in Car-Audioanlagen und als Komponenten von Heimkinoanlagen zum Einsatz.
Der Subwoofer kann auf zwei Arten mit Signalen versorgt werden. Zum einen über eine Frequenzweiche, die aus den Signalen für die restlichen Lautsprecher die niederfrequenten Anteile für den Subwoofer filtert und den anderen Lautsprechern die restlichen Anteile weiter reicht. Eine typische Übergangsfrequenz im Heimkino-Bereich liegt zwischen 80 und 100 Hz, eine höhere Trennung macht den Subwoofer Ortbar.
Alternativ bekommt der Subwoofer bei entsprechenden mehrkanaligen Audioquellen ein eigenes Signal geliefert, was das Herausfiltern eines sinnvollen Signals aus den anderen Kanälen erübrigt. Ein Beispiel für eine solche Audioquelle ist Dolby Digital oder DTS, die neben den fünf oder mehr Surround-Kanälen einen separaten Low-Frequency-Effect-Kanal für den Subwoofer bietet.
Als Chassis wird der eigentliche Lautsprecher des Subwoofers im Unterschied zum Gehäuse bezeichnet. Ausgeklügelte Gehäusekonstruktionen, z.B. mit einem Bassreflexkanal sorgen dafür, dass jeder Subwoofer seine eigene Basscharakteristik aufweist.
Üblicherweise ist das Chassis des "Subwoofers" größer als 16cm. Es gibt im Handel durchaus auch kleinere als "Subwoofer" bezeichnete Geräte, diese dienen aber in der Praxis eher als Unterstützung für bassschwache Minisatelliten.
Die größten marktüblichen Subwoofer haben Membrandurchmesser von 38 bis 45 cm (15 bis 18 Zoll). Für Car-Hifi-Anwendungen und als Showgeräte werden teilweise Subwoofer mit bis zu 85 cm Durchmesser (34 Zoll) in Kleinserie oder auf Bestellung gefertigt. Der größte real existierende Subwoofer dürfte eine Einzelanfertigung aus dem Umfeld des Car-Hifi Herstellers MTX Audio mit einem Membrandurchmesser von ca. 2 m sein (Bild, Bild).
Der gewollte Tiefbass wird maßgeblich über den Durchmesser und den Hub des Chassis bestimmt. Erst eine ausreichende Dimensionierung beider Größen führt in der Praxis zu dem gewollten Tiefbass. Übliche Subwoofer haben einen linearen Hub bis etwa 3cm, auf dem Markt sind aber auch Modelle bis 9cm für extreme Tiefbassanwendungen erhältlich.
Um hohe Tieftonpegel zu erreichen werden in der Regel Subwoofer mit mehrere großen Chassis (15 bis 18 Zoll) in einem Horngehäuse verwendet. Subwoofer mit extrem großen Membranen haben hier auf Grund von konstruktiven Problemen, z.B. der Zentrierung der Membran und der erforderlichen Magnetfeldstärke für den Antrieb, keine Bedeutung.
Die am häufigsten verwendeten Gehäusearten sind die geschlossene Bauform, das Bassreflexgehäuse sowie das Bandpassgehäuse. Beim geschlossenen Gehäuse wird die Chassis einfach luftdicht in einen Kasten eingebaut. Um allerdings eine zufriedenstellende Basswiedergabe zu erreichen, muss das Gehäuse meist ein relativ großes Volumen aufweisen. Diese Bauform klingt oft am homogensten, hat allerdings den schlechtesten Wirkungsgrad, erzielt also grob gesagt den geringsten Maximalpegel.
Beim Bassreflex-Gehäuse wird der rückwärtig von der Chassis abgestrahlte Schall genutzt, um eine vom Gehäuseinneren nach außen führende Röhre in Resonanz zu versetzen und somit als weitere Schallquelle einzusetzen. Der Bassreflexkanal, ein Helmholtz-Resonator, wird auf eine Frequenz unterhalb der Grenzfrequenz des Chassis abgestimmt, um den Frequenzbereich des Lautsprechers nach unten zu erweitern.
Beim Bandpassgehäuse ist das Chassis nicht mehr direkt an den Höhrraum gekoppelt, da es in einem geschlossenes Gehäuse verbaut ist und in ein weiteres Bassreflexgehäuse abstrahlt ( 4th order Bandpass ). Der Schall gelangt also nur durch Bassreflexröhren in den Hörraum. Dieser Subwoofertyp findet in vielen Bereichen Anwendung, da man hier eine sehr flexible Möglichkeit der Abstimmung hat. Durch diese Flexibilität hat man ein großes Spektrum an Möglichkeiten, die man entwickeln kann. Dieses reicht von Konstruktionen mit sehr hohem Maximalpegel (Auto-HiFi-, PA-Bereich) bis hin zu Konstruktionen, die einen ordentlichem Tiefbass aus kleinen Chassis herausholen (Heimkino). Alle Konstruktionen gehen allerdings auf Kosten der Klangqualität da Bandpässe prinzipbedingt ein weit schlechteres Impulsverhalten aufweißen als direkt an den Höhraum gekoppelte Systeme.
Ein weiterer Vorteil dieser Bauform liegt darin, dass allein durch die Bauform ein Bandpassverhalten mit hohen Flankensteilheiten erreicht werden kann. Übliche Frequenzweichen haben eine Flankensteilheit von 6-24 dB, Bandpassgehäuse erreichen bis zu 50 dB Flankensteilheit. Dadurch kann die Trennfrequenz bei Bandpassgehäusen höher gewählt werden, ohne dass der Subwoofer ortbar wird.
Ein britisch-belgisches Forscherteam der Freien Universität Brüssel hat erste Hinweise gefunden, dass durch extreme Bässe ein Lungenkollaps ausgelöst werden kann. Insbesondere tiefe Bassfrequenzen scheinen als Ursache in Frage zu kommen. Beginnen die Lungenflügel in der gleichen Frequenz zu vibrieren, kann dies zu Rissen im Gewebe führen, die schließlich den Lungenkollaps verursachen.
Bei Großveranstaltungen mit starker Tieftonbeschallung sollte dabei Vorsicht geboten sein, da Lungen- und Herzrhythmus-Probleme chronische Schäden verursachen können.
Subwoofer | Subwoofer | Subwoofer | Subwoofer | Subwoofer | סאב וופר | Subwoofer | Subwoofer | Subwoofer | Subwoofer | Subwoofer
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Subwoofer".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world