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Der SV Stuttgarter Kickers ist ein traditionsreicher Sportverein mit dem Schwerpunkt Fußball.

Weitere Abteilungen sind bzw. waren Leichtathletik, Tischtennis, Schiedsrichter, Hockey (2005 Dt. Meister), FAdSKi (Fanabteilung der Stuttgarter Kickers) und Gesang. Die Hockeysportler trennten sich 1957 vom Verein, die Handballer 2005. Beide führen in der neuen Vereinsbezeichnung "HTC Stuttgarter Kickers" bzw. "HV Stuttgarter Kickers" jedoch weiterhin den Namen des Stammvereins. Der Verein hat rund 1.600 Mitglieder.

Die "Blauen" (so wegen ihrer Vereinsfarbe genannt) oder die Degerlocher (wegen der Lage ihres Sportgeländes im Stuttgarter Stadtteil Degerloch) stehen in Rivalität mit dem größeren und bekannteren Verein aus Stuttgart-Bad Cannstatt, dem VfB Stuttgart (den "Roten").

Von 1979 bis 2003 war Axel Dünnwald-Metzler Präsident des Vereins. Seit 2003 ist Hans Kullen Präsident der Kickers.

Den Text für das Vereinslied der Stuttgarter Kickers schrieb übrigens Joachim Fuchsberger.

Geschichte


Der Verein wurde am 21. September 1899 als Fußballclub Stuttgarter Cickers gegründet und 1933 in SV Stuttgarter Kickers umbenannt. Bis 1905 war der Sportverein auf dem Stöckachplatz in Stuttgart-Ost beheimatet. In den Anfangsjahren wurde im neugegründeten Verein zunächst sowohl Fußball als auch Rugby gespielt. Die Vereinsmitglieder beschlossen jedoch recht schnell, sich ausschließlich auf Fußball zu konzentrieren. Hier konnten sich die Stuttgarter Kickers rasch als eine der besten Mannschaften Württembergs etablieren und insgesamt 24 Württembergische Meisterschaften erringen. 1908 erreichte der Verein das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Viktoria 89 Berlin, das allerdings ersatzgeschwächt mit 0:3 verloren wurde.

Auch nach der Einführung der Gauligen als höchster deutscher Spielklasse im Dritten Reich erzielten die Stuttgarter Kickers in der Gauliga Württemberg gute Platzierungen. Erfolge auf Reichsebene blieben dem Verein jedoch verwehrt. Im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs bildeten die Stuttgarter Kickers eine Kriegssportgemeinschaft mit den Sportfreunden Stuttgart.

Nach dem Krieg spielten die Kickers in der neu geschaffenen Oberliga Süd und belegten hier zunächst meist Plätze im Mittelfeld oder in der unteren Hälfte der Tabelle, konnten den Abstieg aber bis Ende der 1950er Jahre vermeiden. In der Spielzeit 1947/48 machte in der Oberliga Süd der 'Hundert-Tore-Sturm' Furore. 1963 qualifizierten sich die Stuttgarter Kickers für die mit Gründung der Fußball-Bundesliga als zweithöchste Spielklasse neu geschaffenen Regionalliga, die 1974 zur Zweiten Fußball-Bundesliga wurde. Bis Ende der 1980er Jahre gehörte der Verein ununterbrochen der zweiten deutschen Spielklasse an. In dieser Zeit als Zweitligist erreichten die Stuttgarter Kickers 1987 das Endspiel um den DFB-Pokals, das allerdings gegen den Hamburger SV mit 1:3 unglücklich verloren ging. Das Pokalfinale stellt neben den Jahren in der Fußball-Bundesliga einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar.

Der erstmalige Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gelang dem Klub 1988, als man Meister der Zweiten Bundesliga wurde. Die Mannschaft konnte sich jedoch nicht in der ersten Liga etablieren. Trotz einiger guter Resultate stieg der Verein in der ersten Bundesliga-Saison als Tabellen-Siebzehnter wieder ab. 2000 erreichten die Stuttgarter Kickers das Halbfinale des DFB-Pokals, und in der Saison 1991/92 spielten sie noch einmal in der Bundesliga, anschließend ging es jedoch bergab. Dem ersten Abstieg in die drittklassige Regionalliga folgte zwar zwei Jahre später der Wiederaufstieg, doch 2001 stieg der Verein wieder in die Regionalliga ab, der er seitdem angehört.

2005 und 2006 gewannen die Stuttgarter Kickers den WFV-Pokal.

In der Saison 2005/06 spielten die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga Süd; sie beendeten die Saison als Achter. Die zweite Mannschaft spielt in der Oberliga Baden-Württemberg.

Erfolge


Fußball

Auch im Juniorenbereich haben die Stuttgarter Kickers Erfolge vorzuweisen:

  • Deutscher A-Juniorenmeister 1979
  • Deutscher A-Juniorenpokalsieger 1990
  • Württembergischer A-Jugend Meister 1978, 1979, 1997
  • Württembergischer B-Jugend Meister 1974, 1977, 1979
  • Württembergischer C-Jugend Meister 1990
  • Württembergischer A-Jugend Pokalsieger 1988, 1990

Hockey

  • Europapokal der Landesmeister 2006
  • Deutscher Meister 2005
  • 3. Platz Europapokal der Pokalsieger 1990
  • Deutscher Vizemeister (Feld) 1976, 1977, 1986

Leichtathletik

  • 4* Deutscher Meister 4*1500 m Staffel 1933 und 1934 (Koch, Kettner, Dessecker, Paul)
  • 2* Deutscher Meister 4* 400 m Staffel 1936 (Sauer, Tripps, Sumser, Dessecker) und 1937 (Kramer, Sumser, Tripps, Roben)
  • 2* Deutscher Meister 4* 100 m Staffel 1946 (Rümping, Bachmann, Baublies, Scheuring) und 1952 (Vogt, Zandt, Neef, Hänssel)

Platzierungen seit 1923


Bekannte Sportler


Fußball

Der Verein ist bekannt für seine ausgezeichnete Jugendarbeit. Viele Spieler, die bei anderern Vereinen erfolgreich gespielt haben oder noch spielen, sind ehemalige Kickers-Spieler, darunter auch ehemalige Weltstars wie Robert Prosinecki oder der türkische Nationalspieler Tayfun Korkut.

Hockey

  • Michael Peter und Uli Vos, Goldmedaillengewinner für Deutschland bei den Olympischen Spielen 1972 in München
  • Jagbir Singh Indischer Weltklasse Hockeyspieler der 90er Jahre

Leichtathletik

Stadion


Die Kickers tragen ihre Heimspiele im GAZi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch - vormals Kickers-Platz bzw. Kickers-Stadion bzw. Waldau-Stadion - unterhalb des Fernsehturms aus. Das GAZI-Stadion auf der Waldau fasst ca. 11.500 Zuschauer. Die Kickers sind der einzige Verein im deutschen Profifußball, der seit über hundert Jahren im selben Stadion spielt. Zu Bundesligazeiten spielten die Kickers wegen des größeren Fassungsvermögens teilweise auch im von ihren Anhängern ungeliebten Gottlieb-Daimler-Stadion.

Weblinks


Deutscher Fußballverein | Sport (Stuttgart)

Stuttgarter Kickers | Stuttgarter Kickers

 

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