| Stadtbezirk Stuttgart-West | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtwappen | Stadtkarte | bgcolor="#FFFFFF" | Coat of arms of Stuttgart.svg | Karte_S-West.png | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Liste der Stadtteile von Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Stadt: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 18,64 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 51.109 (2003) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 2742 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | ca. 260 bis 511 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 70176, 70178, 70193, 70197 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0711 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Adresse des Bürgerbüros | Bebelstraße 22 70193 Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Website(offizielle): | www.stuttgart.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | poststelle.lhsst@stuttgart.de | |
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirksvorsteher: | Reinhard Möhrle (Grüne) | |||||||||||||||||||||||||||||||
Stuttgart-West ist einer der fünf inneren Stadtbezirke Stuttgarts und liegt im westlichen Teil des Stuttgarter Talkessels, der eine Art Bucht bildet. Zum Bezirk gehören auch die umfangreichen Waldgebiete Kräherwald, Rotwildpark und Solitude. Er ist im Süden eingegrenzt durch den Bergrücken des Hasenberges und dessen Verlängerung, die Karlshöhe, sowie im Norden durch den Kamm des Kräherwaldes.
Der Bezirk ist nicht durch Eingemeindung, sondern durch organisches aber stürmisches Wachstum der Stadt entstanden. Die flachen Teile des Tales wurden von 1850 bis 1900 bebaut, und etwa ab 1920 wurden auch die Hänge erschlossen und ebenfalls bebaut.
Als eigenständiger Stadtbezirk wurde er erst 1956 bei der Einteilung des Stadtgebiets in Stadtbezirke gebildet. Neben dem gleichnamigen Stadtteil Stuttgart-West umfasste er zunächst nur noch die beiden Stadtteile Solitude und Rot- und Schwarzwildpark. Bei der Neugliederung der Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtteil Stuttgart-West in die Stadtteile Kräherwald, Hölderlinplatz, Rosenberg, Feuersee, Rotebühl, Vogelsang und Hasenberg aufgeteilt. Der Stadtteil Rot- und Schwarzwildpark wurde in "Wildpark" umbenannt. Mit dem Stadtteil Solitude besteht der Stadtbezirk Stuttgart-West seither aus insgesamt 9 Stadtteilen.
Das Straßennetz im Talboden ist sehr regelmäßig, fast schachbrettartig angelegt, abgesehen von wenigen diagonal verlaufenden Straßen, die auf alte Flurwege zurückzuführen sind. Die Straßenplanung an den später bebauten Hängen fügt sich dagegen besser an die Topographie an und verläuft vielfach gewunden.
Die großen Baublöcke wurden allerdings anders als z.B. in Berlin in recht kleine Grundstücke aufgeteilt, so dass keine Mietskasernen mit zusammenstoßenden Gebäuden entstanden. In Stuttgart baute man einzeln stehende Häuser mit einem durch die Bauvorschrift erzwungenen Bauabstand von genau 3 m, gelegentlich Doppelhäuser und einige größere Einheiten. Die meist 4- bis 5-geschossigen Häuser grenzen direkt an den Straßenrand, man spricht dabei von einer Blockrandbebauung. Die inneren Flächen der Blöcke wurden mit Gewerbeimmobilien und einfacheren Hinterhäusern bebaut. Einige Blöcke waren fast vollständig mit Industrieanlagen bebaut, z.B. das Bosch-Areal. Auch die Fassaden der Industriegebäude mussten ansprechend gestaltet sein, so dass man heute kaum erkennt, dass es Industriebauten waren. Die überwiegend in den 1920er und 1930er Jahren bebauten Hänge haben kleinere Mehrfamilienhäuser mit Gärten.
Stuttgart-West gilt als das am dichtesten besiedelte Wohngebiet in Deutschland. Der Bezirk ist im Zweiten Weltkrieg vor großflächiger Zerstörung verschont geblieben und gilt als das größte zusammenhängende Altbaugebiet in Deutschland.
Nach Kriegszerstörung wurde die Kirche äußerlich bis auf den Turmhelm wiederaufgebaut, die zerstörten gotischen Gewölbe wurden allerdings durch moderne ersetzt. Die "Kirche ohne Spitze" gilt heute als Mahnmal gegen den Krieg.
1894/1896 wurde von Stadtbaurat Carl Kölle der 125 m lange Schwabtunnel erbaut. Der 8,50 m hohe Straßen- und Straßenbahntunnel am Beginn der Schwabstraße unterquert die Hasenbergsteige, die zum Birkenkopf führt und der ursprüngliche Weg aus der Stadt Richtung Süd-West war. Er war mit 10,50 m damals der breiteste Tunnel Europas und verbindet Stuttgart-West mit Stuttgart-Süd. Er ist der erste innerstädtische Tunnel Europas und der erste Tunnel, durch den ein Auto gefahren ist.
Die Schwabstraße und der Schwabtunnel sind nach dem berühmten Stuttgarter Pfarrer, Dichter, Publizist und Herausgeber Gustav Schwab (1792-1850) benannt.
Der Birkenkopf (auch "Monte Scherbelino" genannt) ist der höchste Punkt des Kesselrandes und durch Aufhäufung von 1,5 Mio m³ Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg um 40 m gewachsen. Er ist jetzt 511 m hoch und ein idealer Aussichtspunkt über den Stuttgarter Talkessel. Auf der Spitze sind zahlreiche Architekturdetails von zerstörten Bürgerhäusern zu sehen.
Nachdem das Gebiet des Schlosses Solitude mit seinem gesamten Wohnplatz bis 1942 zur Gemeinde (heute Stadt) Gerlingen gehörte, wurde es am 1. April 1942 nach Stuttgart eingegliedert und dem Stadtteil Botnang zugeordnet, doch wurde das zum Wohnplatz Solitude gehörige Gebiet des Sanatoriums auf der Schillerhöhe 1951 wieder an die Gemeinde Gerlingen zurückgegeben.
Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde der Wohnplatz Solitude dem neu gegründeten Stadtbezirk Stuttgart-West zugeordnet und zum eigenständigen Stadtteil erklärt, der auch bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 nicht verändert wurde. Der Stadtteil Solitude hat jedoch keine Einwohner, zumindest keine Bewohner mit Hauptwohnsitz. Auf der Stuttgarter Seite der zum Schloss führenden Schloßallee wurde Ende der 1960er Jahre ein Bungalow mit Nebengebäuden errichtet, der dem amtierenden Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg und seiner Familie als Wohnsitz dient.
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