Vaihingen (auf den
Fildern) ist ein äußerer
Stadtbezirk von
Stuttgart.
Geographie
Vaihingen liegt im Südwesten von Stuttgart und grenzt an die Bezirke
Stuttgart-West,
Stuttgart-Süd und
Möhringen. Der höchste Punkt Stuttgarts liegt mit 549 Metern über NN im Bernhartswald nördlich des Autobahnkreuzes am Rande des Bezirks Vaihingen.
Vaihingen1898.jpg
Stadtteile/Wappen
Der Stadtbezirk Vaihingen ist der flächengrößte von Stuttgart und besteht aus den vier
Stadtteilen:
- Büsnau,Lauchhau/Lauchäcker,
- Dürrlewang,
- Rohr und
- Vaihingen.
Das Wappen ist kein offizielles Wappen, sondern setzt sich aus dem ehemaligen Vaihinger Wappen in der oberen Hälfte und dem ehemaligen Rohrer Wappen in der unteren Hälfte zusammen.
Geschichte
Zum ersten Mal wird Vaihingen auf den Fildern um
1100 erwähnt, als es im Besitz des Grafen von
Calw war.
1297 kam der Ort an das Spital in
Esslingen am Neckar. Vaihingen verblieb bei der
Freien Reichsstadt Esslingen, bis diese Anfang des
19. Jahrhunderts dem
Königreich Württemberg eingegliedert wurde.
Seinerzeit zählte der Ort ca. 1.300 Einwohner und wurde dem neu geschaffenen
Oberamt Esslingen,
1807 dem
Amtsoberamt Stuttgart und bei dessen Auflösung
1938 dem
Landkreis Böblingen zugeordnet.
Rohr
Bereits zwei Jahre zuvor, am
1. Oktober 1936 wurde die selbständige Gemeinde
Rohr nach Vaihingen eingegliedert. Doch war die Vergrößerung der Kommune nicht von langer Dauer, denn bereits am
1. April 1942 wurde die Gemeinde Vaihingen zusammen mit den Orten Birkach, Fasanenhof, Möhringen, Plieningen,
Solitude und
Stammheim nach Stuttgart eingemeindet.
Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurden die Stadtteile Vaihingen und Rohr mit dem Stadtteil Büsnau zum Stadtbezirk Vaihingen vereinigt.
Büsnau
Büsnau war ein
1933 bis
1939 bzw.
1951 bis
1956 entstandener Stadtteil auf dem Gebiet der ehemaligen gleichnamigen Staatsdomäne, dessen Gebiet später zu Vaihingen gehörte.
Dürrlewang
Ab
1957 entstand auf der Gemarkung Rohr und teilweise auch auf Gemarkung Möhringen ein neuer Stadtteil
Dürrlewang, der nach Abschluss der Bebauung Mitte der
1960er Jahre zum vierten Stadtteil des Stadtbezirks Vaihingen erklärt wurde.
Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtbezirk Vaihingen nicht verändert. Das Bezirksrathaus in Vaihingen verwaltet somit nach wie vor vier Stadtteile.
Im Stadtteil Vaihingen in den Honigwiesen entspringt der Nesenbach, der auf seinem Weg zum Neckar sein Tal eingeschnitten hat, in dem sich die Stadt Stuttgart entwickelte. 1999 wurde die Ostumfahrung Vaihingens, die Nord-Süd-Straße in Betrieb genommen, die auf einem Viadukt den Nesenbach überquert.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Vaihingen liegt direkt am
Autobahnkreuz Stuttgart, das die Autobahnen
A 8 (
Karlsruhe - Stuttgart -
Ulm -
München) und
A 81 (
Würzburg -
Heilbronn - Stuttgart -
Gottmadingen (bei
Singen)) zusammenführt und von dem die
A 831 in Richtung
Stuttgart-Mitte abzweigt.
Der Stadtbezirk wird von den S-Bahn-Linien S1 (Plochingen - Stuttgart - Herrenberg), S2 (Schorndorf - Stuttgart - Flughafen - Filderstadt) und S3 (Backnang - Stuttgart - Flughafen) über die Haltestellen Universität, Österfeld, Vaihingen und Rohr erschlossen. Vaihingen Bahnhof ist außerdem der Endpunkt der Stadtbahnlinien U1 (aus Fellbach), U3 (aus Plieningen) und U8 (aus Ostfildern und Degerloch und zusätzlich während der Hauptverkehrszeit der Linie U6 (aus Gerlingen). Von der selben Haltestelle aus erschließen mehrere innerstädtische Buslinien den Stadtbezirk, außerdem verkehren Überland-Buslinien, u. a. nach Sindelfingen und Tübingen.
Hochschulen / Forschungseinrichtungen
Ingenieurwissenschaften).
Einkaufszentrum
Wirtschaftlich wichtig für den Stadtteil Vaihingen ist die sogenannte
SchwabenGalerie mit 47.000 Quadratmeter Nutzfläche in der Ortsmitte. Sie wurde 2004 nach zweijährigem Bau eröffnet und befindet sich auf dem ehemaligen Schwabenbräu-Brauereiareal.
Ansässige Unternehmen
- debitel AG, Hauptsitz des Telekommunikationsunternehmens
- IBM, Deutschland-Niederlassung des IT-Konzerns
- FKFS (Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart), Entwicklungsdienstleister für die Fahrzeugindustrie und deren Zulieferer
Militär
Sendetürme
- 98,6 Meter hoher Vodafone-Funkturm
Geographische Koordinaten:
- 96 Meter hoher Richtfunkturm in Stahlfachwerkbauweise auf dem Areal der Patch-Barracks
Geographische Koordinaten:
- Funkturm in Fertigbetonbauweise auf dem Areal der Patch-Barracks
- Mobilfunkmast auf dem Areal der Firma IBM
Geographische Koordinaten:
- Mobilfunkturm in Stahlfachwerkbauweise am Kreisverkehr Schattenring
Geographische Koordinaten:
- Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise am Wildparkdreieck
Geographische Koordinaten:
- Messturm der BNetzA bei der Bodelschwinghschule
Geographische Koordinaten:
- Funkmast in Stahlbetonbauweise der Autobahnpolizei Stuttgart-Rohr
Geographische Koordinaten:
Kirchen
- Evangelische Stadtkirche St. Blasius – erbaut 1858 von Architekt Christian Friedrich Leins im neugotischen Stil als dreischiffige Kirche unter Verwendung des gotischen Chors, der Sakristei und des Turms
- Evangelische Laurentiuskirche in Rohr mit gotischem Chorturm mit Fachwerkaufsatz von 1740. 1980 wurde das Kirchenschiff von 1927 (Architekt Martin Elsaesser) durch das Gemeindezentrum ersetzt
- Evangelische Stephanuskirche in Dürrlewang in den sechziger Jahren durch den Architekten Wolf Irion erbaut, Innenrenovierung in den Jahren 1997/98 durch den Architekten Horst Nanz zusammen mit seinem Partner Hammeley, Zusammenarbeit mit dem Künstler Bernhard Huber
- Evangelische Versöhnungskirche''' in Büsnau
- Dreieinigkeitskirche in Vaihingen
- Katholische Kirche Heilige Familie
- Katholische Kirche Christus König
- Kirchengemeinden in Stuttgart-Vaihingen
- Neuapostolische Kirche in Stuttgart-Vaihingen
Ehrenbürger
Die Jahreszahl am Anfang der Zeile gibt den Zeitpunkt der Verleihung der Ehrenbürgerwürde wieder.
- 1906 – Otto Krehl, Schultheiß (* 1838, † 1925)
- 1906 – Robert Leicht, Bierbrauereibesitzer, Kommerzienrat (* 1849, † 1921)
- 1910 – Robert Vollmoeller, Fabrikant, Kommerzienrat (* 1849, † 1911)
- 1928 – Fanny Leicht, geb. Widmaier, Kommerzienrats-Witwe (Frau von Robert Leicht) (* 1854, † 1939)
- 1929 – Ernst Kachel, Schultheiß (* 1865, † 1931)
Weblinks
Ort in Stuttgart