article

Stadtbezirk Stuttgart-Möhringen
Stadtteil-Wappen Stadtkarte
bgcolor="#FFFFFF"
Wappen_s_moehringen.png Karte_S-Moehringen.png
Liste der Stadtteile von Stuttgart
bgcolor="#FFFFFF"
Bundesland : Baden-Württemberg
bgcolor="#FFFFFF"
Stadt: Stuttgart
Geografische Lage:
bgcolor="#FFFFFF"
Fläche: 15 km²
bgcolor="#FFFFFF"
Einwohner: 29.986 (1. Januar 2003)
bgcolor="#FFFFFF"
Bevölkerungsdichte: 1.993 Einwohner je km²
bgcolor="#FFFFFF"
Höhe: 421 m ü. NN
bgcolor="#FFFFFF"
Postleitzahlen: 70567, 70565
bgcolor="#FFFFFF"
Vorwahl: 0711
bgcolor="#FFFFFF" valign="top"
Adresse des
Bezirkamts:
Maierstraße 1
70567 Stuttgart

bgcolor="#FFFFFF"
Website (offizielle): www.stuttgart.de
bgcolor="#FFFFFF"
E-Mail-Adresse: E-Mail
Politik
bgcolor="#FFFFFF"
Bezirksvorsteher: Jürgen Lohmann
Möhringen auf den Fildern ist ein Stadtbezirk im Süden von Stuttgart. Es grenzt an die Stuttgarter Bezirke Vaihingen, S-Süd, Degerloch und Plieningen sowie die Stadt Leinfelden-Echterdingen.

Moeringen-1899.jpg

Geschichte


In frühen Urkunden, bis etwa 1300, wird der Name "Moringen" verwendet. Die Eigentümer Möhringens wechselten mehrmals, bis es schließlich nach Württemberg kam. Am 1. April 1942 erfolgte die Eingemeindung nach Stuttgart. Danach wurde Möhringen als Stadtteil geführt.

Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde der Stadtteil Möhringen mit den Stadtteilen Fasanenhof und Sonnenberg zum Stadtbezirk Möhringen vereinigt.

Moehringen-1905.jpg

Fasanenhof

Der Fasanenhof wurde 1730 als Fasanerie von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg auf der Gemarkung Kleinaichen in Echterdingen angelegt und vom Nachfolger Karl Alexander erweitert.

Herzog Karl Eugen und seine Gemahlin Franziska von Hohenheim erweiterten die Anlage beträchtlich: Im Jahr 1783 ließen sie ein Lustschloss mit Gartenanlagen bauen. Das Schloss, im Mansardenstil erbaut, war ein einfaches zweigeschossiges Wohnhaus. Die gesamte Anlage erhielt den Namen "Fasanenhof".

Die Gemahlin seines Bruders Friedrich Eugen (der Stammvater des württembergischen Königshauses) legte den Park neu an. Es entstand ein länglicher See mit zwei künstlichen Inseln. Auf einer der Inseln stand eine Moschee und auf der anderen ein Tempel zu Ehren der Blumengöttin Flora. Nach dieser bekam die Anlage den Namen "Floride".

Im Jahre 1799 wurde der Hof an den Kanzleiadvokaten Karl Ludwig verkauft. Nach dessen Tod im Jahr 1805 kaufte der Förster Hammer das Areal. Die Parkanlagen verwilderten und der Hof erhielt eine landwirtschaftliche Bestimmung. Die Waldung um das Schloss wurden fast komplett abgeholzt und für den Feldbau erschlossen. Der Boden war nicht so fruchtbar wie auf anderen Feldern der Filderebene, aber es waren ergiebige Wiesen und so konnten die Besitzer sich einen ansehlichen Viehbestand halten. Die damalige Käserei war für ihren Münsterkäse bekannt. Der Fasanenhof ging 1854 in den Besitz der königlichen Hofkammer über.

Im Jahre 1959 entstand im Stadtplanungsamt der Bebauungsplan für eine Großsiedlung mit 10.000 Einwohnern. Mit dem Fasanenhof sollte ein reines Wohngebiet entstehen, dass in der Planung drei zwanzigstöckige Wohnhochhäuser und zwei Gruppen von je zwei achtstöckigen scheibenförmigen Wohngebäuden umfassen sollte. Infrastrukturell wurden Grund und Hauptschule, drei Kindergärten/-tagesstätten , drei Kirchen/Gemeindezentren, Seniorenwohnanlage, Modellwohnanlage für Körperbehinderte, Jugendhaus, Hauptzentrum mit Läden/Dienstleistung, zwei Nebenzentren, großes Angebot an Spiel-und Freizeitflächen, Vereinshaus mit Gaststätte und Sportanlagen geplant.

Ende 1960 waren die ersten Wohnungen auf dem Fasanenhof bezugsfertig. Die Hauptbauphase war 1968 abgeschlossen. Heute ist der Fasanenhof geprägt von vielen Grünflächen. Es gibt nur wenig Durchgangsverkehr und die Gehsteige sind kinderwagen- und behindertengerecht abgesenkt. Über eine gute Stadtbahnanbindung des Verkehrsverbundes Stuttgart (VVS) ist des Stadtzentrum in einer halben Stunde zu erreichen. Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden und auch gut zu Fuß erreichbar. Das Bezirksrathaus und das Bürgerbüro in Möhringen bietet nahezu alle Dienstleistungen der Stadtverwaltung und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Zwei Kindergärten, eine Kindertagesstätte und die erste Ganztagesschule Stuttgarts bieten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Dieses Angebot wird durch das Kinder- und Jugendhauses und die Kinder- und Jugendarbeit der ev. und kath. Kirchengemeinden abgerundet. Betreutes Wohnen ist schon seit Jahren auf dem Fasanenhof möglich, ab 2006 werden weitere Wohnungen zur Verfügung stehen und auch ein Pflegeheim (Träger: AWO) ist geplant.

Sonnenberg

Sonnenberg wurde ab 1903 als Wohnsiedlung erbaut und 1935 bis 1939 sowie 1948 bis 1960 ausgebaut.

Stadtteile

Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtteil Möhringen in die Stadtteile Möhringen-Mitte, Möhringen-Nord, Möhringen-Ost, Möhringen-Süd, Sternhäule und Wallgraben-Ost und der Stadtteil Fasanenhof in die Stadtteile Fasanenhof und Fasanenhof-Ost aufgeteilt. Mit dem "alten" Stadtteil Sonnenberg verwaltet das Bezirksrathaus in Möhringen seither insgesamt neun Stadtteile.

Wirtschaft


Verkehr

Mercedes-stern.jpg | Stadtbahn Haltestelle S Moehringen.jpg Im Schienenpersonenverkehr besitzt Möhringen zentrale Bedeutung für den gesamten westlichen Filderraum, zurückgehend auf die Tatsache, dass die damalige selbständige Gemeinde Betriebsmittelpunkt der Filderbahn war. Heute berühren die Stadtbahnlinien U3, U5, U6 und U8 die zentrale Haltestelle 'Möhringen Bahnhof'. Von dort aus erschließt die Buslinie 72 das Gebiet Fasanenhof. Straßenverbindungen bestehen zu den umliegenden Stadtbezirken und Gemeinden, von überörtlicher Bedeutung ist die Bundesstraße 27, die auf einem markanten Brückenbauwerk das Körschtal überquert. Die Autobahn A8 bildet die südliche Stadtbezirksgrenze.

Ansässige Firmen

  • SI-Erlebnis-Centrum mit zwei Musicaltheatern, Vier-Sterne-Hotel (Millennium Hotel and Resort Stuttgart), 19 verschiedenen Themenrestaurants, Entertainment, Spielhallen, Kinos, Shopping und große Wellness- und Saunalandschaft.
  • Ehemaliger Konzernsitz der DaimlerChrysler AG in der Epplestraße 225 (bis März 2006)
  • Der Hauptsitz eines der größten deutschen Bauunternehmen, der Ed. Züblin AG ist im Züblin-Haus im Albstadtweg 3
  • Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten entstehen im "Pressehaus Stuttgart Druck GmbH" in der Plieninger Straße 150

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Moehringen-1920.jpg
  • Auwärter Museum - Die Marke NEOPLAN - Von der Wagnerwerkstatt zum Omnibushersteller mit Weltgeltung
  • Bibelhaus Stuttgart - Das Bibelmuseum der Deutschen Bibelgesellschaft zeigt Bibeln aus dem Mittelalter, der ersten Zeit des Buchdrucks und der Reformation bis hin zu Computerbibeln.
  • Heimatmuseum Möhringen im Spitalhof Möhringen
  • Evangelische Martinskirche Möhringen
Als "Filderdom" wird er oft bezeichnet, der mächtige von Christian Friedrich Leins 1852 - 1855 erbaute neugotische Kirchenbau mit seinem 63 Meter hohen Turm, der im Kirchenschiff mit zwei Emporen 1700 Sitzplätze hatte. 1948 begann der Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung in einfacher und schlichterer Ausführung.
  • Der Spitalhof Möhringen wurde 1961 nach historischem Vorbild von 1469 wiederaufgebaut

fasanenhof.jpg

  • Bauwerke:
    • Das Hochhaus Fasan 1 wurde von 1962 bis 1964 gebaut. Der Fasan 1 mit seinen 22 Stockwerken umfasst 202 Wohneinheiten, die in einem rund 100 Meter langen und etwa 60 Meter hohen Block untergebracht sind. In einem angegliederten Parkhaus stehen über 200 Stellplätze für Personenwagen zur Verfügung
    • Fasan 2 ist ein sehr markantes Wohnhochhaus im Stadtteil Fasanenhof. Es zeichnet sich durch seine recht interessante Bauweise aus, denn es besteht aus zwei Wohnhochhäusern mit je 22 Stockwerken, welche in mehreren Ebenen durch begehbare Brücken miteinander verbunden sind. Fasan 2 wurde zwischen 1964 und 1965 errichtet und ist 64 Meter hoch.
    • Das Salute Hochhaus ist ein zwischen 1961 und 1962 errichtete 70 Meter hohes Wohnhochhaus mit 20 Stockwerken im Stadtteil Fasanenhof. Es verfügt über 145 Wohnungen und wurde 1967 mit dem Paul-Bonatz-Preis ausgezeichnet.

Ehrenbürger


Weblinks


Ort in Stuttgart

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Stuttgart-Möhringen".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld