Cannstatt, seit 1933
Bad Cannstatt, früher offiziell auch Kannstatt (um 1900), Canstadt oder Cannstadt genannt, ist heute der einwohnerstärkste Stadtbezirk der
baden-württembergischen Landeshauptstadt
Stuttgart. Bad Cannstatt liegt am rechten, nordöstlichen Ufer des
Neckars und wurde bereits in der
Römerzeit gegründet.
Übersicht
Stuttgart-cannstatter-thermalbad.jpg
Abgesehen vom Botanisch-Zoologischen Garten
Wilhelma, den 19
Mineralquellen („Sauerwasserstadt“) und den
Kurbetrieben ist Bad Cannstatt bekannt für das alljährlich im Herbst auf dem
Cannstatter Wasen stattfindende
Cannstatter Volksfest, das
Gottlieb-Daimler-Stadion (
VfB Stuttgart) und die
Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Außerdem gilt Cannstatt dank
Gottlieb Daimler als Geburtsort von
Motorrad und
Automobil.
Scherzhaft ist auch heute noch anstatt der korrekten Bezeichnung Stuttgart-Bad Cannstatt von Stuttgart bei Cannstatt die Rede, da die Landeshauptstadt im Talkessel des Nesenbachs auf der anderen Seite des Neckars erst wesentlich später gegründet wurde und Cannstatt bis zur Vereinigung 1905 als Oberamtsstadt selbstständig war.
Als Neckname werden die Cannstatter auch „Mondlöscher“ genannt (nach einem „Mondlöscher-Einsatz“ der Cannstatter Feuerwehr am Karsamstag 1887).
Geschichte
Cannstatt_1914.jpg Stuttgart-cannstatt-roemerkastell.jpgBereits in der letzten Eiszeit wurde die Gegend um den Seelberg von Mammutjägern als Lagerstätte genutzt wie Funde im Travertinsteinbruch an der heutigen Seelbergstraße ergaben.
Der Steinbruch wurde bereits im 18. Jahrhundert ausgebeutet. Heute entsteht dort ein modernes Einkaufszentrum. In Vorrömischer Zeit gab es auf dem Hallschlag auf dem Gelände der Reiterkaserne eine keltische Siedlung, deren Name leider nicht überliefert ist. In römischer Zeit war Bad Cannstatt eine bedeutende Stadt, vermutlich sogar der Hauptort einer Civitas („Regierungsbezirk“). Die Gegend kam um das Jahr
90 unter römische Herrschaft. Bis in die 1990er Jahre vermutete man das Jahr 85 n. Chr., heute eher das Jahr 98 n. Chr. als Beginn der römischen Präsenz in diesem Raum. In Bad Cannstatt errichten die Römer auf der Altenburg ein Reiterkastell („Alenkastell“, vlg.
Ala). Hier lag mit der Ala I Subulorum eine der stärksten römischen Militäreinheiten zwischen den römischen Legionslagern
Mainz und
Augsburg. Das Kastell bestand bis zur Vorverlegung des
Neckar-Odenwald-Limes um rund 30 km nach Osten, wahrscheinlich im Jahre 159 n. Chr. Auch als Zivilsiedlung war das römische Cannstatt sehr bedeutend, Streufunde belegen eine Größe von mindestens 19, wenn nicht 30 Hektar. Damit war Bad Cannstatt eine der größten römischen Städte im heutigen Baden-Württemberg nach
Ladenburg und
Rottenburg, etwa gleichauf mit
Bad Wimpfen,
Rottweil und
Heidenheim an der Brenz. Allerdings sind römische Großbauten (Wasserleitungen, Thermen, Theater, Stadtmauer, Forumsbauten o. ä.) bis heute nicht nachgewiesen. Das Ende des römischen Cannstatt kam mit dem großen Alemanneneinfall von 259/260 n. Chr. Der lateinische Name der Stadt ist unbekannt. In den
Metzer Annalen des 8. Jahrhunderts wird Cannstatt im Zusammenhang mit den Ereignissen von
746 (s. u.) „condistat“ geschrieben. Für diesen Namen gibt es kaum eine plausible germanische, aber naheliegende lateinische
Etymologien (vgl. lat. „condita“ = die Gegründete). Von daher stammt die Hypothese, der lateinische Name der Stadt könne mit Condi- begonnen haben. Der Archäologe C. S. Sommer wiederum identifiziert Cannstatt mit der „Civitas Aurelia G“, die in einer bei
Öhringen gefundenen römischen Inschrift erwähnt wird. Auch eine
keltische Herkunft wird vorgeschlagen: der Name soll sich aus
*Kondâti- (keltisch: „Zusammenfluss“) zu alemannisch
*Chandez entwickelt haben, das später verdeutlichend um
stat ergänzt wurde. Gestützt wird diese These durch weitere, mutmaßlich keltische Ortsbezeichnungen in der näheren Umgebung (ehemalige Vorstadt
+Brey,
Prag-Sattel und
Burg Wirtemberg). Siehe Aufsatz A. Greule (Literatur).
kurpark_bad_cannstatt.jpg | Wilhelma-eingang-2004.jpg-Eingangspavillon]]
- Bad Cannstatt besitzt nach Budapest das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas. Diese Quellen mit teilweise stark mineralhaltigem Wasser hatten bereits die Römer genutzt.
- Aus der Völkerwanderungszeit fehlen Nachrichten über Bad Cannstatt. Man kann aber davon ausgehen, dass an dem günstig gelegenen Platz kontinuierlich eine städtische Siedlung bestand. Dafür sprechen auch die sehr frühen Erwähnungen des 8. Jahrhunderts.
- Im Jahre 700 wird Cannstatt in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen erstmals urkundlich erwähnt.
- Um 708 wird erstmals die Siedlung als „Canstat ad Neccarum“ bezeichnet.
- Das sogenannte Blutgericht zu Cannstatt im Jahr 746 bedeutete das Ende von Theudebalds Macht; die karolingischen Hausmeier hatten endgültig über die Alamannen gesiegt. Die Metzer Annalen nennen Cannstatt in diesem Zusammenhang „condistat“.
- Erhebung zur Stadt durch Kaiser Ludwig IV. (der Bayer) im Jahr 1330
- Alle Bemühungen der Grafen von Württemberg im 15. Jahrhundert, den Neckar bis Cannstatt schiffbar zu machen, scheiterten am hartnäckigen Widerstand der damaligen Reichsstadt Heilbronn. Zwar kam 1557 mit Hilfe Kaiser Karl V. ein Vergleich zustande, aber eine Schiffbarmachung des Neckars zwischen Cannstatt und Heilbronn war erst 1713 abgeschlossen.
- Einweihung des ersten Cannstatter Hafens am Mühlgrün durch Herzog Eberhard Ludwig (Württemberg) im Jahre 1713
- Eine Blüte erlebte die Oberamtsstadt Cannstatt im 18. und 19. Jahrhundert als Kur- und Erholungsort für viele prominente und gutsituierte Gäste, unter ihnen beispielsweise Honoré de Balzac.
- Am 22. Oktober 1845 fährt die erste württembergische Eisenbahn von Cannstatt nach Untertürkheim.
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Stuttgart-cannstatt-daimler-gewaechshaus.jpg Daimlers Versuchswerkstatt im Kurpark
| Daimler Reitwagen, Nachbau von 1885.jpg Daimlers Reit- wagen von 1885
| Cannstatt-um-1900.jpg Cannstatt um 1907
| Kuernbach-lokomobil.jpg Assmann & Stockder - Dampflokomobil von 1912
|
- Im Jahre 1862 gründet Charles Terrot zusammen mit dem Kaufmann Wilhelm Stücklen in Cannstatt die Firma „Stücklen u. Terrot“ zur Herstellung von Textilmaschinen, die ab 1878 unter „C. Terrot“ firmiert und bis heute als Terrot-Werke existiert.
- Der „Reitwagen“ von Gottlieb Daimler fährt 1885 als erstes Motorrad der Welt durch Cannstatt.
- 1886 fährt Daimlers Motorkutsche mit eingebauter „Standuhr“ von Cannstatt nach Untertürkheim
- 1887 lässt Gottlieb Daimler die erste motorisierte Straßenbahn der Welt verkehren, zwischen Kursaal und Wilhelmsplatz.
- Am 10. August 1888 erhebt sich zum ersten Mal Daimlers motorisiertes Luftschiff von Cannstatt nach Kornwestheim mit Pilot Gotthilf Wirsum vom Seelberg.
- Die Cannstatter Firma ASTO (Erste Württembergische Locomobilfabrik Assmann & Stockder GmbH) stellt ab 1901 u. a. Dampf-Lokomobile für die Landwirtschaft her.
- Am 1. April 1905 wird die Oberamtsstadt Cannstatt mit der Residenzstadt Stuttgart vereinigt (nicht eingemeindet).
- 1933 erhält der Stadtbezirk Cannstatt den offiziellen Titel „Bad“ Cannstatt.
- Im Februar 2006 öffnet das Einkaufszentrum Cannstatter Carré mit 40 Geschäften auf dem ehemaligen Werksgelände der Trafo-Union (Baukosten: 100 Mio Euro)
Stadtteile
Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre
1956 wird der Stadtteil Bad Cannstatt mit den Stadtteilen
Burgholzhof (1831 als Gutshof angelegt),
Sommerrain und
Steinhaldenfeld (beide ab 1932 entstanden) zum
Stadtbezirk Bad Cannstatt vereinigt.
Wilhelma-1900.jpg um 1900]]
Mercedes-benz-museum-stuttgart-see-2006.jpg]]
Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum
1. Januar 2001 wird der Stadtteil Bad Cannstatt in die Stadtteile
Altenburg,
Birkenäcker,
Cannstatt-Mitte,
Espan,
Hallschlag,
Im Geiger,
Kurpark,
Muckensturm,
Neckarvorstadt,
Pragstraße,
Schmidener Vorstadt,
Seelberg,
Veielbrunnen,
Wasen und
Winterhalde aufgeteilt. Seither verwaltet das Bezirksrathaus in Bad Cannstatt insgesamt 18
Stadtteile des Stadtbezirks Bad Cannstatt.
Heute ist der Stadtbezirk Bad Cannstatt der größte und geschichtlich älteste Stadtbezirk Stuttgarts mit derzeit 68.175 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2002).
Sehenswürdigkeiten
- Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten mit Wilhelma-Theater
- Schloss Rosenstein im weitläufigen Rosensteinpark wurde 1824–1829 von Giovanni Salucci als Königliches Landhaus erbaut. Es beherbergt heute das Naturkundemuseum.
- Im oberen Bereich des Rosensteinparks beim Löwentor wurde 1985 das Staatliche Museum für Naturkunde – das Museum am Löwentor eröffnet.
- Mineralquellen und das Mineral-Thermalbad am Kurpark.
- Der Große Kursaaal im Kurpark wurde nach Plänen von Nikolaus Friedrich von Thouret (1767–1845) im Stil des Klassizismus erbaut.
- Mercedes-Benz Welt mit dem Mercedes-Benz Museum gegenüber dem Gottlieb-Daimler-Stadion
- Gottlieb Daimler-Gedächtnisstätte im Kurpark, Nachbau der Werkstatt in der Daimler seinen Reitwagen baute am Originalplatz.
- Evangelische Stadtkirche von 1471–1506, von Aberlin Jörg an der Stelle eines spätromanischen Vorgängerbaus erbaut. Der zunächst unvollendete Turm der Nordseite wurde erst 1612–13 durch Heinrich Schickhardt als Renaissance-Turm vollendet.
- Das „Klösterle“ in der Marktstraße wurde 1463 erbaut, es ist das einzige Beginenhaus Europas mit integrierter gotischer Kapelle. Es ist das älteste Wohnhaus der Landeshauptstadt und im Inneren bis heute im Originalzustand. Der Name „Klösterle“ rührt von den bis zur Reformation hier wirkenden Beginen her, einem mildtätigen Frauenorden ohne Ordensregeln.
- Der 25 m hohe Aussichtsturm Burgholzhof im gleichnamigen Stadtteil wurde 1891 erbaut und bietet eine weite Aussicht in das Neckartal bis Esslingen am Neckar
- Auf einer Anhöhe im Kurpark wurde in den 1890er Jahren der sogenannte Daimlerturm, das „Tusculum“ Gottlieb Daimlers mit dem Aushubmaterial der benachbarten Schusterbahn in Travertin erbaut und Mitte der 1930er Jahre erhöht (fürs Publikum geschlossen).
- Siehe auch Württemberg (Weinbaugebiet) und Württemberger Weinstraße.
Gottlieb-daimler-stadion.jpg]]
Luftbild Daimlerstadion Schleyerhalle Porsche-Arena.jpg,
Carl Benz Center,
Porsche Arena und unten die
Hanns-Martin-Schleyer-Halle]]
Stuttgart-haus-des-sports.jpg
Veranstaltungsorte
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter von Cannstatt
- Salomon Idler (* 11. Februar 1610 in Cannstatt, † wahrscheinlich 1669 in Augsburg) war ein gescheiterter Flugpionier
- Christian Zais (* 1770 in Cannstatt; † 1820 in Wiesbaden) war ein klassizistischer Architekt und Städtebauer
- Pauline Kurz (* 8. Februar 1858 in Cannstatt; † 20. Februar 1920 in Berlin) war die Mutter Albert Einsteins. Sie heiratete am 8. August 1876 in der Cannstatter Synagoge Hermann Einstein (1847–1902).
- Carl Wilhelm von Heine (* 26. April 1838 in Cannstatt; † 9. September 1877 in Cannstatt) war Mediziner, Chirurg und Präsident der deutschen Ärzteschaft in Prag
- Otto Riethmüller (* 26. Februar 1889 in Cannstatt; † 19. November 1938 in Berlin) war Pfarrer und Hrsg. von Liederbüchern, Dichter (Lied: „Herr wir stehen Hand in Hand“) und Liedbearbeiter („Sonne der Gerechtigkeit“)
- Leopold Marx (* 8. Dezember 1889 in Cannstatt; † 25. Januar 1983 in Shavej Zion, Israel) war Fabrikant, Chawer und Literat (Gedichtbände, Roman „Franz und Elisabeth“, „Mein Sohn Erich Jehoschua“) mit bedeutender Rolle als schwäbisch-jüdischer und deutsch-israelischer Schriftsteller
- Fritz Elsas (* 11. Juli 1890 in Cannstatt; † Januar 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen) war ein deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- Dr. Fritz Walter (* 15. März 1900 in Cannstatt; † 5. Januar 1981) war langjähriger Präsident des VfB Stuttgart
- Kabarettist und Schriftsteller Dr. Hans Bayer (Pseudonym: Thaddäus Troll) (* 18. März 1914 in Stuttgart-Cannstatt; † 5. Juli 1980 in Stuttgart) lebte bis 1932 in seinem Geburtsort; sein Grab liegt auf dem Cannstatter Steigfriedhof
- Hermann Lang (* 6. April 1909 Stuttgart-Cannstatt; † 19. Oktober 1987 Bad Cannstatt) war Rennfahrer
- Prof. Dr.-Ing. Karl Steinbuch (* 15. Juni 1917 in Stuttgart-Cannstatt) ist Kybernetiker, Nachrichtentechniker und Informationstheoretiker
- Manfred Wörner, deutscher Politiker, wurde am 24. September 1934 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren, er starb am 13. August 1994 in Brüssel
Ehrenbürger
- 1818 Karl Friedrich Sick, Hofrat (1780–1837)
- 1822 Franz Xaver Freiherr Hugo von Spitzenberg, Oberstkammerherr, Generalleutnant und Hofjägermeister (1781–1864)
- 1822 Johann Gottlob Christof (von) Seeger, Oberamtmann und Stadtrichter (1767–1835)
- 1830 Josef (von) Dalbenden, Oberstleutnant und Kammerherr (1792–1844)
- 1830 Jakob (von) Heine. Dr., Geh. Hofrat, Mitbegründer der Orthopädie (1800–1879)
- 1830 Henriette Heine, geb. Camerer (1807–1874)
- 1831 Gotthold Karl Georg (von) Strohin, Oberamtmann und Stadtdirektor (1791–1858)
- 1843 Elisabeth Freifrau Hugo von Spitzenberg geb. Freiin von Massenbach (1803–1857) und ihre vier Söhne, die Freiherren:
- Wilhelm Hugo von Spitzenberg General (1825–1888)
- Karl Hugo von Spitzemberg, Kammerherr, Staatsrat (1826–1880)
- Alfred Hugo von Spitzemberg (1830–1848)
- Franz Hugo von Spitzemberg, Premierleutnant (1841–1871)
- 1845 Karl Baron von Vauthier-Bailliamont, K. K. Kämmerer, Hauptmann (1778–1856)
- um 1845 Emil Freiherr von Maucler, Oberstkarnmerherr, Oberhofratspräsident und Staatsrat (1809–1870)
- um 1845 Julius Freiherr von Maucler, Kammerherr und Legationsrat (1811–1850)
- 1854 Wilhelm Graf von Taubenheim, Kammerherr und Oberst-Stallmeister (1805–1894)
- 1856 Albert (von) Veiel, Dr., Oberamtsarzt und Geh. Hof rat (1806–1874)
- 1879 Ernst Ezechiel Pfeiffer, Geheimer Hofrat (1831–1904)
- 1881 Karl Wilhelm Sutorius, Kaufmann (1831–1901)
- 1888 Karl (von) Burckhardt, Dr., Hofrat und Badearzt (1818–1888)
- 1893 Rudolf (von) Vellnagel, Bankier, Geh. Hofrat und Niederländischer Generalkonsul (1840–1918)
- 1893 Karl (von) Schmid, Staatsminister des Innern (1832–1893)
- 1893 Karl (von) Leibbrand, Präsident (1839–1898)
- 1904 Oskar (von) Nast, letzter Oberbürgermeister der Stadt Cannstatt (1849–1907)
Prominente Bewohner
Hier folgt eine kleine Übersicht von prominenten Personen, die in Cannstatt gelebt und gewirkt haben bzw. in Bad Cannstatt leben und wirken, die jedoch nicht hier geboren sind.
Veranstaltungen
Bild:Weingarten Tanz Felben Bad Cannstatt.jpg|Tanz der Narrengilde der Felben des „Kübelesmarkts Bad Cannstatt e. V.“
Bild:karfreitag_cannstatt.jpg|Karfreitag: Passionsprozession in Bad Cannstatt
Bild:Cannstatter-fruchtsaeule-2004.jpg|Fruchtsäule mit Riesenrad auf dem Cannstatter Wasen
Verkehr
Bad Cannstatt ist mit den
Bundesstraßen 10 (
Karlsruhe–Stuttgart–
Ulm) und
14 (
Nürnberg–Stuttgart–
Stockach) gut in das Stuttgarter Straßensystem eingefügt.
Auch im
Schienenverkehr spielt Bad Cannstatt eine große Rolle, hier Treffen
Murrbahn (Richtung
Backnang und
Nürnberg),
Remsbahn (Richtung
Schorndorf und
Aalen,
Filsbahn (Richtung
Plochingen und
Ulm) und
Neckar-Alb-Bahn (Richtung Plochingen und
Tübingen) aufeinander. Nicht nur der Regionalverkehr hält in Bad Cannstatt, auch der Nahverkehr mit den S-Bahnlinien 1 (Plochingen–Stuttgart–
Herrenberg), 2 (Schorndorf–Stuttgart–
Flughafen–
Filderstadt) und 3 (Backnang–Stuttgart–Flughafen) im
Stuttgarter S-Bahnnetz. Aber auch die
Stadtbahnlinien U1 (
Fellbach–
Vaihingen), U2 (Neugereut–Hölderlinplatz) und U13 (
Giebel–
Hedelfingen) der SSB (Stuttgarter Straßenbahn AG) durchkreuzen Bad Cannstatt auf ihrem Weg zum Ziel.
Literatur
- Albrecht Greule: Keltische Ortnamen in Baden-Württemberg. Wir können alles – außer Latein. In: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (Hrsg.): Imperium Romanum. Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau. (Ausstellungskatalog). Esslingen 2005, S. 80–84, ISBN 3-8062-1945-1
- Hagel, Jürgen: Das „Paradies des Neckars“ Bad Cannstatt; in: Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg, hg. v. W. Niess, S. Lorenz, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-16-5
- Manuel Werner: Cannstatt – Neuffen – New York. Das Schicksal einer jüdischen Familie in Württemberg – Mit den Lebenserinnerungen von Walter Marx. Nürtingen/Frickenhausen 2005, ISBN 3-928812-38-6.
Weblinks
Ort in Stuttgart | Thermalbad
Condistat