Hbf-stuttgart-2004.jpg | Stuttgart Hauptbahnhof01 2005-10-14.jpg Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist der größte Personenbahnhof in der Landeshauptstadt Stuttgart.
Der Bahnhof fiel in der Bebauung der damaligen „Schloßstraße“ nicht weiter auf (heute Bolzstraße). Eine hölzerne Halle überspannte vier Gleise. Der erste Zug fuhr am 26. September 1846 in diesen Bahnhof ein. Bis 1854 waren alle wichtigen Fernstrecken im Königreich Württemberg eröffnet.
Durch das immer stärkere Verkehrsaufkommen wurde bereits 1866 an gleicher Stelle der Zweite Centralbahnhof eröffnet. Die Oberbauräte Klein, Morlock und Abel schufen von 1863 bis 1867 den vergrößerten Bahnhof mit Prunkfassade und Bögen im Renaissance-Stil. Auch dieser zweite Bahnhof wurde ab 1900 zu klein. Die ehemalige Bahnhofshalle ist heute in einen Veranstaltungs- und Kinokomplex (Metropol) integriert.
Der heutige Hauptbahnhof – 500 Meter östlich am Arnulf-Klett-Platz – wurde von den Architekten Paul Bonatz und Friedrich E. Scholer gebaut. Sie gewannen 1912 den 1. Preis eines Wettbewerbs für den Stuttgarter Hauptbahnhof und somit den Bauauftrag. Mit den Erdarbeiten wurde 1914 der Grundstein für den Bahnhof gelegt. Die Bauarbeiten wurden durch den Ersten Weltkrieg verzögert. Auf eine gläserne Bahnhofshalle, die die Gleise überspannen sollte, wurde verzichtet. Am 21. Oktober 1922 wurde der neue Hauptbahnhof offiziell eröffnet. Erst am 17. Dezember 1927 war die endgültige Fertigstellung – jetzt waren alle Bauarbeiten abgeschlossen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hauptbahnhof mehrmals schwer beschädigt, der Wiederaufbau zog sich mehrere Jahre hin.
Das Gebäude trägt auf der Vorderseite ein Zitat von Georg Wilhelm Friedrich Hegel als beleuchtete Aufschrift: „... daß diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist.“ Diese Leuchtschrift ist ein Werk des Künstlers Joseph Kosuth von Anfang der 1990er Jahre.
Der angeschlossene Güterbahnhof, der auch einen Ablaufberg mit Gleisbremsen hatte, wurde infolge des Rückganges des Eisenbahngüterverkehrs und zur Vorbereitung des Projektes Stuttgart 21 abgebrochen. Der Bau des neuen Tiefbahnhofs im Zuge des Projektes Stuttgart 21 sollte ursprünglich im Jahr 2005 beginnen und bis 2012 fertiggestellt sein.
Bahnhofsturm-stuttgart-2004.jpg
| Linie | Strecke |
|---|---|
| Plochingen – Esslingen – Gottlieb-Daimler-Stadion – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Schwabstraße – Vaihingen – Rohr – Böblingen – Herrenberg | |
| Schorndorf – Weinstadt – Waiblingen – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Schwabstraße – Vaihingen – Rohr – Flughafen (Airport) – Filderstadt (Im Berufsverkehr fährt jede zweite Bahn nur bis Vaihingen) | |
| Backnang – Winnenden – Waiblingen – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Vaihingen – Rohr – Flughafen (Airport) (Verkehrt am Wochenende nur bis Vaihingen) | |
| Schwabstraße – Hauptbahnhof – Zuffenhausen – Ludwigsburg – Marbach | |
| Schwabstraße – Hauptbahnhof – Zuffenhausen – Ludwigsburg – Bietigheim | |
| Schwabstraße – Hauptbahnhof – Zuffenhausen – Leonberg – Weil der Stadt |
Im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis wird der Bahnhof Hauptbahnhof (tief) als TST geführt.
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