| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Coat of arms of Stuttgart.svg | Lage der kreisfreien Stadt Stuttgart in Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wahlspruch: Großstadt zwischen Wald und Reben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Stadtkreis | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Tiefster Punkt: | 207 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Höchster Punkt: | 549 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe Marktplatz: | 245 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 207,36 km2 | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 591 528 (30. April 2006) | Ballungsraum 2,5 Millionen- bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 2858 Einwohner je km2 | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 22,0 % (31. Oktober 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländische Herkunft: | 34,0 % (30. Juni 2004) | - bgcolor="#FFFFFF" | Arbeitslosenquote: | 9,1 % (März 2006) | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 70001–70619 (alte PLZ: 7000) | - bgcolor="#FFFFFF" | Telefonvorwahl: | 0711 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | S | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 11 000 | - bgcolor="#FFFFFF" | UN/LOCODE: | DE STR | - bgcolor="#FFFFFF" | NUTS-Code: | DE111 (Stuttgart, Stadtkreis) | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 23 Stadtbezirke mit 141 Stadtteilen | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 70173 Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Webseite: | www.stuttgart.de | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Wolfgang Schuster (CDU) | ||
Stuttgart ist die Landeshauptstadt des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. Mit rund 592.000 Einwohnern ist Stuttgart die größte Stadt Baden-Württembergs. Stuttgart ist mit dem baden-württembergischen Landtag und der Landesregierung sowie zahlreichen Landesbehörden das politische Zentrum des Landes (siehe Liste von Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main (etwa 204 km nordwestlich) und München (etwa 220 km südöstlich von Stuttgart).
Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart (4.007.385 Einwohner, 30. Juni 2005) und der Region Stuttgart (2.666.849 Einwohner, 30. Juni 2005) sowie des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und eines römisch-katholischen Bischofs (Bistum Rottenburg-Stuttgart).
In anderen Sprachen und Mundarten wird die Stadt Stoccarda (Italienisch), Estugarda (Portugiesisch) oder Stutgarto (Esperanto) genannt. Auf „Umlands“-Schwäbisch lautet ihr Name Schduergerdt, die Stuttgarter selbst sagen Schturgert, auf Bayrisch Stuggart.
Dieser Verdichtungsraum soll mit den Gemeinden der Randzone, zu der im Westen noch die Gemeinden um Calw und im Osten die Gemeinden um Schwäbisch Gmünd gehören, zur Europäischen Metropolregion Stuttgart ausgebaut werden, welche nach dem Landesentwicklungsplan eines von insgesamt 14 Oberzentren Baden-Württembergs ist.
Die Europäische Metropolregion Stuttgart hat für die Städte Ditzingen, Filderstadt, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Leinfelden-Echterdingen auch die Funktion eines Mittelzentrums (Mittelbereich). Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart liegen die Mittelzentren Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Fellbach, Kernen im Remstal (alle Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)
Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in fünf innere und 18 äußere Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen „Bezirksbeirat“ und einen „Bezirksvorsteher“ (dieser ist in den inneren Stadtbezirken jedoch nur ehrenamtlich tätig).
Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 22. Juli 1999 auf insgesamt 141 erhöht. Seit 1. Januar 2002 besteht das Stadtgebiet von Stuttgart somit aus 23 Stadtbezirken und 141 Stadtteilen.
| Die 23 Stadtbezirke mit Anzahl der zugehörigen Stadtteile |
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| Innere Stadtbezirke |
| Stuttgart-Mitte (10), Stuttgart-Nord (11), Stuttgart-Ost (8), Stuttgart-Süd (7), Stuttgart-West (9) |
| Äußere Stadtbezirke |
| Bad Cannstatt (18), Birkach (3), Botnang (1), Degerloch (5), Feuerbach (8), Hedelfingen (4), Möhringen (9), Mühlhausen (5), Münster (1), Obertürkheim (2), Plieningen: (5), Sillenbuch (3), Stammheim (2), Untertürkheim (8), Vaihingen (4), Wangen (1), Weilimdorf (6), Zuffenhausen (11) |
Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist Cannstatt, Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Stuttgart selbst wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Liudolf von Schwaben als Pferdegestüt (oder Stutengarten, modern Stuttgart) während der Ungarnkriege gegründet (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg). Liudolf war ein Sohn Kaisers Otto I. des Großen. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal.
Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des Alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen.
Die Siedlung nahe des Gestüts befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie übrigens auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal.
Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg.
Am 22. Oktober 1845 fuhr die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim- ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz).
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde Stuttgart bei anglo-amerikanischen Luftangriffen in weiten Teilen zerstört. Der schwerste Angriff erfolgte am 12 September 1944 durch die britische RAF auf die Stuttgarter Altstadt. Dabei wurden 75 schwere Luftminen, 4300 Sprengbomben und 180.000 Elektrotermitstabbrandbomben abgeworfen. Dem anschliesend entstehenden Feuersturm fielen mehr als 1000 Menschen zum Opfer. Insgesamt wurde Stuttgart 53 Mal angegriffen. Dabei wurden 68 % aller Gebaüde zerstört und 4477 Menschen getötet. Nach dem Krieg wurde insbesondere auf Betreiben des neuen Oberbürgermeisters Arnulf Klett beim Wiederaufbau auf historische Konstruktionen weitgehend verzichtet (vor allem am ehemals historischen berühmten Marktplatz). Die Idee war, eine autogerechte Metropole für das 20. Jahrhundert zu schaffen. So wurden auch ganze Straßenzüge und Plätze, die überhaupt nicht oder sehr gering beschädigt waren, abgerissen. Im 150. Todesjahr von Friedrich Schiller wurden 1955 die letzten Reste seiner alma mater, der Hohen Karlsschule abgetragen (Nähe Neues Schloss, Landtag), um für die Verbreiterung der Bundesstrasse Platz zu schaffen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gehörte Stuttgart zur amerikanischen Besatzungszone. Die Militärverwaltung richtete in Stuttgart DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Mittel- und Osteuropa in den Industriebetrieben der Region. Das DP-Lager Stuttgart-West beherbergte ausschließlich mehr als 1400 jüdische Überlebende der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Das Lager wurde 1949 geschlossen, die verbliebenen DPs wurden in ein DP-Lager in Heidenheim an der Brenz verlegt.
1946 wurde Stuttgart zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden erklärt, das am 25. April 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Hauptstadt des Bundeslandes Baden-Württemberg.
1. Oktober 1978. Die S-Bahn in Stuttgart beginnt auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch Verkehr)
1993 war Stuttgart Gastgeber der Internationalen Gartenbauausstellung.
1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat. Zu dieser Landeskirche gehören heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt, sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch-reformierten Gemeinde Stuttgart sind. Letztgenannte gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche, die in Leer (Ostfriesland) ihren Sitz hat. Die (lutherischen) Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart, Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen innerhalb der Prälatur („Sprengel“) Stuttgart. Größte Freikirche ist die Biblische Glaubens-Gemeinde, eine weitere Freikirche ist die Apostolische Gemeinschaft.
Seit dem 18. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche, die heutige Domkirche St. Eberhard, erbaut 1808–1811 (heute Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart). In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Katholiken in die Stadt. Die Gemeindeglieder gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Filder und Stuttgart-Nord der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Heute beträgt der Anteil der Muslime in Stuttgart 11,3 Prozent. Zum katholischen Glauben bekennen sich 26 Prozent und zum protestantischen Glauben etwa 30 Prozent. Der Rest gehört anderen Religionen an oder ist konfessionslos.
(Siehe auch Kirchen in Stuttgart).
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Stuttgart eingegliedert oder 1942 zwangseingemeindet wurden
- bgcolor="#efefef" | Jahr | Orte | Zuwachs in ha | - | 1. April 1901 | Gaisburg | 253,8 | - | 1. April 1905 | Stadt Cannstatt, Untertürkheim, Wangen | 2566,9 | - | 1. August 1908 | Degerloch | 718,4 | - | 1. April 1922 | Botnang, Hedelfingen, Kaltental, Obertürkheim | 2035,6 | - | 1. Oktober 1923 | Brühl (Ausgliederung nach Esslingen) | -28,2 | - | 1. Juli 1929 | Hofen | 921,3 | - | 1. April 1931 | Stadt Zuffenhausen | 718,4 | - | 1. Mai 1931 | Rotenberg | 163,3 | - | 1. Juli 1931 | Münster | 360,4 | - | 1. Mai 1933 | Stadt Feuerbach (mit Weilimdorf), Mühlhausen, Zazenhausen | 3283,6 | - | 1. April 1937 | Heumaden, Rohracker, Sillenbuch, Uhlbach | 1312,9 | - | 1. April 1942 | Birkach (mit Riedenberg), Fasanenhof, Möhringen, Plieningen, Solitude, Stammheim, Vaihingen (mit Rohr) | 6222,2 |
Stuttgart überschritt 1875 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf 500.000. Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 640.560 ihren historischen Höchststand. Ende 2004 ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt in Deutschland an der sechsten Stelle. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Stuttgart nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 591.550 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Württemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem Vogt geleitet. Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden. Nach Aufteilung der Verwaltung in ein „Stadtoberamt“ und ein „Amtsoberamt“ (für das Umland) wurden beide Behörden jeweils von einem Stadtoberamtmann beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet. Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung Stadtdirektor.
Nach Einführung des Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden in Württemberg im Jahre 1819 erhielten die Städte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers, der künftig die Bezeichnung Schultheiß, in Städten Stadtschultheiß trug. Oberbürgermeister war seinerzeit in Württemberg lediglich eine besondere Bezeichnung, die der König verleihen konnte. Sie wurde nicht allen Stadtschultheißen in Stuttgart verliehen. Erst mit Inkrafttreten der „Württembergischen Gemeindeordnung“ von 1930 wurde der Titel Oberbürgermeister offiziell für alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohner eingeführt.
Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Sie zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Das Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild. Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe silber, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein „redendes“ Wappen, das heißt das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.
Weitere Bibliotheken unter Bibliotheken in Stuttgart
Straßentunnel
Eisenbahntunnel
S-Bahntunnel
Stadtbahntunnel
Stuttgart verfügt über eine lange Historie großer Sportereignisse: Die Stadt war Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und 2006, der Leichtathletik-EM 1986 und der Leichtathletik-WM 1993. Auch die Handball-WM 2007, die Turn-WM 2007 und die Weltmeisterschaften im Straßenradsport 2007 werden in Stuttgart stattfinden.
Stuttgart ist die Heimat zweier bekannter Fußballvereine: Der als „die Roten“ bekannte VfB Stuttgart ist einer der erfolgreichsten deutschen Fußballvereine (u. a. vier Mal Deutscher Meister). Der Verein trägt seine Heimspiele im Gottlieb-Daimler-Stadion aus. Die „Blauen“ des SV Stuttgarter Kickers spielen zur Zeit in der Regionalliga Süd, gehörten jedoch in den 1980ern und 1990ern in zwei Spielzeiten der Fußball-Bundesliga an. Ihre Heimspiele finden im GAZI-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch statt. Weitere früher überregional bekannte Fußball-Vereine sind die Sportfreunde Stuttgart und der FV Zuffenhausen.
Der VfL Pfullingen/Stuttgart spielt seit 2001 in der Handball-Bundesliga. Er trägt seine Heimspiele in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle aus. Früher spielte die SG Stuttgart-Scharnhausen in der Handball-Bundesliga.
Dreifacher Deutscher Meister im Frauen-Volleyball wurde die CJD Feuerbach. Der Verein hat seine erste Mannschaft inzwischen jedoch aus finanziellen Gründen aus der Volleyball-Bundesliga zurückgezogen.
Im Eishockey wird Stuttgart von den Stuttgart Wizards in der Oberliga Süd und vom Stuttgarter EC im Nachwuchs- und Amateurbereich vertreten. Die Heimspiele werden im Eissportzentrum Waldau in Degerloch ausgetragen.
Im Football sind die Stuttgart Scorpions aktiv. Sie tragen ihre Spiele im GAZI-Stadion auf der Waldau aus.
Zu den besten deutschen Mannschaften im Herren-Wasserball zählt der SV Cannstatt.
Stuttgart ist mit der Börse Stuttgart nach Frankfurt zweitwichtigster Börsenplatz in Deutschland.
Die Region Stuttgart kann deutschlandweit eine der höchsten Dichten an wissenschaftlichen, akademischen und forschenden Einrichtungen aufweisen. Mehr Einrichtungen der angewandten Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft gibt es nur in Dresden. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Patente angemeldet als hier. Mehr als 11 % aller Ausgaben in F&E (Forschung & Entwicklung) in Deutschland werden hier ausgegeben – schätzungsweise 4,3 Milliarden Euro pro Jahr. Neben den beiden Universitäten (Stuttgart und Hohenheim) bestehen in Stuttgart sechs Institute der Fraunhofer-Gesellschaft (und zwar für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), für Bauphysik (IBP), für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), das Informationszentrum RAUM und BAU (IRB), für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie für Technologie-Entwicklungsgruppe (TEG)), zwei Max-Planck-Institute (für Festkörperforschung und für Metallforschung) sowie andere Einrichtungen.
Die Stadt Stuttgart ist ferner seit 1996 Sitz einer Spielbank (3. Spielbank des Landes Baden-Württemberg nach Baden-Baden und Konstanz), die seit 2003 unter der Regie der „Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH Co.KG“ mit Sitz in Baden-Baden betrieben werden
Im Stadtgebiet befinden sich in Stuttgart-Münster und Stuttgart-Gaisburg größere Kraftwerke. stuttgart_hbf1.jpg]]
Die Stadt ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof führen Strecken nach Karlsruhe-Straßburg-Paris, nach Mannheim-Köln, nach Ulm-München, nach Zürich-Mailand (Linie des Cisalpino), nach Nürnberg, nach Tübingen und nach Heilbronn. Zum Eisenbahnknoten Stuttgart gehört auch das Containerterminal in Stuttgart-Obertürkheim und der Rangierbahnhof im benachbarten Kornwestheim, der über eines der modernsten Container-Terminals im Bereich der DB verfügt. Beide Terminals sind der DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße) zugehörig. Im Jahr 1991 begann der ICE-Schnellverkehr auf der Linie Hamburg – Frankfurt – Stuttgart – München. Im Zuge dessen wurde die neue Schnellfahrstrecke von Stuttgart nach Mannheim eingeweiht, auf der planmäßig mit 250 km/h gefahren wird. 1997 hat der Stuttgarter Gemeinderat den Rahmenplan für das Projekt Stuttgart 21 verabschiedet. Der Bebauungsplan wurde im Oktober 2003 veröffentlicht. Das Kernstück des Projekts ist der Bahnhof 21. Dieser Bahnhof befindet sich komplett unter der Oberfläche und ist zu Baubeginn der Modernste in Europa. Dazu gehört eine Anbindung an den Stuttgarter Flughafen und an das Projekt NBS Wendlingen-Ulm, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm. Ausschlaggebend für den Beschluss waren wirtschaftliche Interessen, bedingt durch kürzere transeuropäische Reisezeiten. Der offizielle Bauplan von 2003 sieht eine Inbetriebnahme ab Mitte 2013 vor.
Die Autobahn A 8 (Paris-Straßburg-)Karlsruhe-München bildet die südliche Stadtgrenze und die A 81 (Zürich)-Singen (Hohentwiel)-Würzburg führt westlich der Stadt vorbei. Sie mündet von Süden kommend im Stadtbezirk Vaihingen am Autobahnkreuz Stuttgart in die A 8 (geradeaus geht es über die Stadtautobahn A 831 in Richtung Innenstadt), beide laufen dann gemeinsam mit 3 bis 5 Fahrspuren pro Richtung bis zum einige Kilometer westlich liegenden Leonberger Dreieck, an dem die A 81 dann wieder in nördlicher Richtung abzweigt. Quer durch Stuttgart verlaufen die B 10, B 14, B 27 und die B 295. Bis auf die B 14 führen alle auf dem Pragsattel zusammen, dem größten Verkehrsknoten der Stuttgarter Innenstadt.
Standseilbahn_Stuttgart2.jpg]] Ferner hat die Stadt einen Binnenhafen in Stuttgart-Hedelfingen am Neckar.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen sechs S-Bahn-Linien der DB Regio (siehe: S-Bahn Stuttgart) sowie 13 Stadtbahn-Linien (darunter drei Sonderlinien), eine Straßenbahnlinie, eine Zahnradbahnlinie, eine Standseilbahnlinie und 55 Buslinien der „Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB)“ und mehrere Buslinien weiterer privater Verkehrsunternehmen. Weiterhin übernehmen einige Regionalbahnlinien Nahverkehrsaufgaben innerhalb der Stadt (z. B. die Schusterbahn). Zusätzlich hat Stuttgart ein flächendeckendes Carsharing-Angebot mit „Stadtmobil“, das im Verbund mit DB-Carsharing auch von außerhalb genutzt werden kann.
Alle Nahverkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nutzbar. Die sechs S-Bahn-Linien führen zu folgenden Städten in der Region Stuttgart (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden; angegeben ist die jeweilige Endhaltestelle): Bietigheim-Bissingen, Marbach am Neckar, Backnang, Schorndorf, Plochingen, Filderstadt, Herrenberg und Weil der Stadt. Eine Verlängerung der Linie S 1 nach Kirchheim unter Teck ist geplant.
Die Stadtbahnlinien der SSB verkehren nur im Stadtgebiet Stuttgart und den angrenzenden Städten und Gemeinden (im Uhrzeigersinn) Remseck am Neckar, Fellbach, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen und Gerlingen.
Siehe auch oben.
Stuttgart ist eine bedeutende Medienstadt. Im Stuttgarter Funkhaus hat der Intendant des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks seinen Sitz (und ist verantwortlich für die weiteren Funkhäuser in Baden-Baden und Mainz). Weitere audiovisuelle Medien (zum Beispiel Hit-Radio Antenne 1, bigFM, Die Neue 107.7) sind ebenfalls in Stuttgart beheimatet. Stuttgart ist auch einer der beiden Standorte des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, das dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg untersteht (der andere Standort ist Karlsruhe).
Daneben erscheinen hier die "Stuttgarter Zeitung", eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands, und die „Stuttgarter Nachrichten“ sowie kleinere Lokalausgaben anderer Tageszeitungen (zum Beispiel „Cannstatter Zeitung“). Das größte Jugendmagazin für Baden-Württemberg, YAEZ erscheint ebenfalls in Stuttgart. Als Stadtmagazine werden Lift und Prinz Stuttgart einmal im Monat herausgegeben.
Darüberhinaus ist die Stadt einer der bundesweit führenden Standorte für Fachverlage (siehe hierzu den Hauptartikel: Medien in Stuttgart).
Gesamtliste aller Bildungseinrichtungen in Stuttgart
Die Bundeswehr unterhält im Stadtteil Bad Cannstatt in der Theodor-Heuss-Kaserne (vormals Funkerkaserne) einen Standort, in Stuttgart-Nord ist außerdem das Kreiswehrersatzamt Stuttgart und die Wehrbereichsverwaltung 5 angesiedelt.
Siehe auch:
Die offizielle Seite der Stadt ist in der Datentabelle oben rechts eingetragen.
Ort in Baden-Württemberg | Deutsche Landeshauptstadt | Stuttgart
Stuttgart | Stuttgart | شتوتغارت | Щутгарт | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Στουτγκάρδη | Stuttgart | Stutgarto | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | اشتوتگارت | Stuttgart | Stuttgart | שטוטגרט | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Stoccarda | シュトゥットガルト | შტუტგარტი | 슈투트가르트 | Stuttgart | Stuttgartum | Štutgartas | Štutgarte | Штутгарт | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Штутгарт | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart | สตุตการ์ต | Stuttgart | Stuttgart | 斯图加特
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