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Windbruch-WJP-2.jpg | Technische Hilfeleistung - Bahn.jpg]] Sturmholz, auch Windwurf oder Windbruch genannt, bezeichnet die aufgrund von starken Stürmen oder Orkanen entwurzelten oder geknickten Bäume. Dies kann an einzelnen Bäumen oder flächenmäßig auftreten, wobei Letzteres insbesondere bei großen Fichten-Monokulturen auftritt und meist mit sehr hohen Schadenssummen einhergeht. In der Forstwirtschaft werden die abgängigen Sturmholzbestände zur Kalamität gezählt.

Beim Windwurf reicht die Verankerung des Baumes im Boden durch die Wurzeln nicht aus und der Stamm wird samt Wurzelballen umgeworfen. Beim Windbruch hält die Bodenverankerung stand, jedoch wird die Biegefestigkeit des Stammes überschritten und er bricht.

Die größten Windbruchschäden entstehen in Mitteleuropa in der Regel durch Herbst- und Winterstürme. Besonders große Sturmholzereignisse ereigneten sich zum Beispiel durch die Orkane Vivian 1990 und Lothar 1999.

Folgen


Bei großen Sturmschäden kommt es zu einem Überangebot an Sturmholz, wodurch die Holzpreise auf dem Markt oft deutlich sinken. Deshalb stellt Windbruch auch für nicht direkt betroffene Waldbesitzer meist eine finanzielle Einbuße dar. Dies liegt auf der einen Seite daran, dass das ungeschälte Holz sehr schnell an Qualität verliert und folglich eine schnelle Verwertung notwendig ist um keine Preiseinbußen hinnehmen zu müssen.

Auf der anderen Seite bieten die vom Wind entwurzelten Bäume als Totholz einen idealen Lebensraum für Waldschädlinge wie Pilze oder Insekten. Deshalb muss Windbruch so schnell wie möglich aufgearbeitet werden, um eine übermäßige Verbreitung der Schädlinge einzudämmen. Wälder können zudem bei einer großflächigen Baumverlust aus ihrem ökologischen Gleichgewicht geraten. In Windwurfgebieten bei denen Nadelhölzer die vorherrschende Baumart ist, stellt oftmals der Borkenkäfer eine nicht zu unterschätzende zusätzliche Gefahr dar.

Beseitigung


Die Aufarbeitung von Sturmholz gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten bei der Waldarbeit. Leider häufen sich nach Sturmschäden die schweren Verletzungen oder gar Todesfolgen bei der Aufarbeitung. Deshalb sind spezielle Kurse und/oder maschineller Einsatz (Harvester) unbedingt zu empfehlen.

Weblinks


Feuerwehreinsatzart | Waldschutz

Windthrow

 

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