| Wappen | Karte |
|---|---|
| Sin_escudo.svg Wappen von Stuhr | Stuhr_in_D.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Diepholz |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 20 m ü. NN |
| Fläche: | 81,65 km² |
| Einwohner: | 32.555 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 399 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 28816 |
| Vorwahlen: | 04206, 0421, 04221 |
| Kfz-Kennzeichen: | DH |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 51 037 |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Cord Bockhop (CDU) |
| Sitze im Gemeinderat: | CDU 15, SPD 15, FDP 4, Grüne 3, parteilos 1 |
Durch die unmittelbare Nähe zu Bremen waren die Ortsteile Brinkum, Varrel und Moordeich Wohnsiedlungen für Pendler und zeichnen sich deshalb teilweise durch einförmige Reihenhaussiedlungen aus, die sich um alte Ortskerne herumgruppieren.
Dabei versteht sich Stuhr nicht als Schlafstadt Bremens, vielmehr führt die große Wirtschaftskraft, die durch wirtschaftsfreundliche Politik und die verkehrsgünstige Lage hervorgerufen wird dazu, dass es in der Gemeinde mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer gibt. Damit pendeln also mehr Menschen nach Stuhr ein, als aus Stuhr heraus.
In Alt-Stuhr befinden sich eine für die Gegend typische Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und ein Ende der 1980er Jahre angelegter Park ("Biotop") mit zahlreichen Gewässerflächen. Stuhr ist außerdem Verwaltungssitz der Gemeinde und beheimatet das in den achtziger Jahren erbaute Rathaus, das auch Ort zahlreicher Kulturveranstaltungen ist. Direkt neben dem Rathaus befindet sich eine Markthalle, die erst 2005 erbaut wurde.
Zum Ortsteil Alt-Stuhr zählen auch die Ortschaften Blocken / Obernheide und Kuhlen, welches direkt an Bremen grenzt. In der Nähe von Kuhlen bildet der Park links der Weser ein Naherholungsgebiet.
Die älteste Besiedelung von Varrel ist das Gut Varrel, ein Komplex aus Bauernhaus mit Scheune, Backhaus und Wassermühle, das - dem Verfall preisgegeben - in den 1970ern durch eine Bürgerinitiative in Handarbeit restauriert und zu einem Kulturtreff umgebaut wurde. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Gelände des Tus Varrel, der eine Partnerschaft mit dem AS Teloché aus Teloché bei Le Mans pflegt. Das Ortsgebiet von Varrel grenzt an die Städte Bremen und Delmenhorst an. Die Grenze nach Bremen wird durch den Bach Varreler Bäke markiert.
Seit Anfang der 70er Jahre ist Varrel zu einem beliebten Wohnort mit guter Nahverkehrsanbindung an Bremen und Delmenhorst geworden. Bis zum heutigen Tag werden kleine Ansiedlungen, mit vorwiegend Reihen-, Doppel- und Einfamileinhäusern, erschlossen.
Groß-Mackenstedt befindet sich ca. 17 km südwestlich von Bremen und ist ein Dorf, mit landwirtschaftlichen Bauerhöfen, einem alten Ortskern und versprengten Einzelhöfen. Teils existieren noch Höfe, die eine 300 jährige Tradition haben. Groß-Mackenstedt wird von Wiesen umgeben und der kleine Bach "Kosterbach" fließt am Dorf vorbei; dieser fließt auch durch das Nachbardorf Heiligenrode. Groß Mackenstedt hat beinahe so eine lange Tradition wie Heiligenrode (siehe Heiligenrode).
Durch die Autobahnabfahrt der A1, und das Autobahngroßprojekt "Dreieck Stuhr" und die zentralen Verkehrsanbindungen haben sich seit den 80er Jahren große Gewerbegebiete und diverse Neubausiedlungen ergeben. Die Filiale einer Supermarktkette, eines Mulimediafachmarktes und mehrere große Möbelhäuser, sowie die üblichen Niederlassungen der beiden großen Fastfoodketten haben sich angesiedelt, so das ein breiter Kontrast zwischen moderner Vorstadt und ländliche geprägten Gebieten besteht. Der Ortsteil Stelle ist geprägt durch ein Naherholungsgebeit mit Campingplätzen am "Steller See" und dem großen Landschaftsschutzgebiet "Steller Heide".
Danenben gibt es heute etliche einzeln stehende Wohnhäuser und Bungalows. Eine viel befahrene Hauptstrasse, die B322 führt durch den Ortskern, an dem sich einige kleinere Geschäfte seit langem angesiedelt haben. In der Mitte des Dorfes befindet sich ein Denkmal (Erinnerung des Kriegs). Im Dorf selber befindet sich unter anderem der Sitz der Alten Mackenstedter Kornbrennerei, die schon seit 1750 ihren eigenen Korn brennt und auch überregional erfolgreich agiert.
Die alte Bahnstrecke Delmenhorst-Harpstedt führt durch Groß Mackenstedt, der Bahnhof ist allerdings außer Betrieb. Für Eisenbahnfreude werden Sonderfahrten mit den "Kunstwagen" auf der Strecke angeboten. Groß Mackenstedt betreibt eine freiwillige Feuerwehr, die sich schwerpunktmässig auch auf Einsätze auf der A1 konzentriert.
Ein stetiger Ausbau der Infrastruktur sowie ständig wachsende Baugebiete werden auch in den nächsten Jahren für eine weitere Wandlung des Charakters von Groß Mackenstedt sorgen.
Moordeich besteht seit 1143 und zeichnet sich neben einigen alten Gehöften und vielen Einfamilienhaussiedlungen aus den 1960er und 1970er sowie 1990er und 2000er Jahren durch zahlreiche Gewerbeansiedlungen aus. Moordeich hat eine Grundschule und eine Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Sekundarstufe I.
In Moordeich befindet sich auch das alte Rathaus, das bis in die 1980er Jahre Sitz von Politik und Verwaltung war. Heute ist in dem Gebäude eine Gemeindebibliothek untergebracht.
Moordeich grenzt direkt an den Bremer Stadtteil Huchting, vielen Bremern ist Moordeich durch die sog. "Haferflockenkreuzung" an erwähnter Stadtgrenze ein Begriff. Dieses kommt durch die dort lange ansässige Haferflockenproduktion.
Als Kirchdorf von 1063 Brinscimibroch Lag an der gemeinen Heerstraße, die hier die Ochtum auf einer schon 1297 bezeugten Brücke überschritt und nach Osnabrück bzw. Minden und Hannover führte. Die Leister, also das in einigen Dörfern südlich von Bremen beheimatete Frachtfuhrgewerbe, kamen nicht nur aus Leeste, sonden auch aus Brinkum. Anstelle der mittelalterlichen, 1384 erstmals erwähnten Kirche wurde 1842 von Hellner ein klassizistischer Saalbau errichtet. 1912 ließ die Gemeinde eine Markthalle errichten. 1811 Chausseebau durch Napoleon (Bremen-Osnabrück). Von November 1832 bis 1837 lebte Friedrich Wagenfeld (1810-1846) als Hauslehrer in Brinkum und veröffentlichte von hier aus die angeblich von ihm aufgefundene phönizische Chronik des Sanchuniaton.
Heiligenrode heute/Kultur
Heutzutage finden in der sanierten Klosterkirche, ein gotischer Backsteinbau, regelmäßig Gottesdienste statt. Die Eisdiele im Ortskern wird von Heiligenrodern und Nutzern der Radstrecke "Grüner Ring" (siehe http://www.stuhr.de/Wirtschaft/Tourismus/Radfahren_in_Stuhr/Links.asp, www.gruener-ring-region-bremen.de ) besonders im Sommer stark frequentiert. Des Weiteren bietet die Gemeinde Stuhr jährlich ein bis zwei Künstlern Stipendien in Heiligenrode an. Die Künstler erhalten ein Atelier im Ortskern und Mittel für bestimmte Projekte, die am Ende des Stipendienjahres ausgestellt werden. An dieser Stelle muss auch die Kunstschule "KUSS" (Kunstschule Stuhr) genannt werden. Sie bietet in den Örtlichkeiten der Grundschule bzw. der alten Volksschule verschiedene Kurse für Kinder und Erwachsene an. Allgemein bietet Heilenrode natur- und kulturverbundenen Menschen die Möglichkeit zur Erholung. Auf dem Klosterbach werden im Sommer von der Aktion "Stuhrer Ferienkiste" Schlauchbootfahrten auf dem Klosterbach angeboten. Ein Landfrauenverein veranstaltet Backtage nach alten Rezepten im Heiligenroder Backhaus. Zu Heiligenrode gehören die bäuerlich geprägten Ortsteile Eggese,Bürstel und Siek. In Siek befindet sich ein Erholungsgebiet mit Wochenendhäusern, die unter anderen von Bremern am Wochenende frequentiert werden.
Der kleine Ort südlich von Brinkum ist vor allem bekannt durch das Luxusautohaus Tamsen, das deutschlandweit reiche Kundschaft in das kleine Örtchen lockt. Darüber hinaus verfügt Seckenhausen über eine Grundschule und ein Gewerbegebiet in dem auch der größte Sanitär und Heizungsgroßhandel von Deutschland, Cordes & Graefe seinen Sitz hat.