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Ein Studentenwohnheim (teilweise auch Studentenwohnanlage, in Österreich kurz Studentenheim genannt) ist eine Unterkunft für Studenten. Sie können hier während des Studiums kostengünstig wohnen, meist in kleinen Einzelzimmern oder in Wohngemeinschaften mit bis zu 18 Bewohnern. Etwa seit Ende der 1990er Jahre sind die meisten Studentenwohnheime mit einem Internetanschluss ausgestattet, um den Studenten den problemlosen Zugriff auf das weltweite Informationsnetz zu ermöglichen.

In den USA und in Großbritannien sind die Unterkünfte der Studenten oft in einen verwaltungsorganisatorisch zusammengehörenden Campus integriert. In Großbritannien sind zum Teil auch noch Schlafsäle üblich, in den USA sind größere Wohnheimskomplexe Standard. In Deutschland und Österreich gibt es eigene Trägervereine, die den Studenten die Wohnplätze vermieten.

Deutschland


In Deutschland werden Studentenwohnheime meist vom örtlichen Studentenwerk betrieben, die Anstalten des öffentlichen Rechts sind. Es gibt aber auch viele selbstverwaltete oder rein privat betriebene Studentenwohnheime. Die größte zusammenhängende Wohnanlage des Deutschen Studentenwerks ist die Studentenstadt Freimann in München. Das größte private, selbstverwaltete Studentenwohnheim Deutschlands ist das Hans-Dickmann-Kolleg ("HaDiKo") in Karlsruhe.

Während in kleineren Städten mit Campushochschulen die Wohnheime meist direkt auf dem Campus sind, so liegen sie in größeren Städten oder bei Universitäten in historischen Altstädten meist weit außerhalb.

Wohnheime gibt es in den Universitätsstädten Aachen, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Chemnitz, Clausthal, Cottbus, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Duisburg, Erfurt, Erlangen, Essen Flensburg, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Freiberg, Freiburg, Gießen, Göttingen, Greifswald, Hagen, Hamburg, Halle, Hohenheim, Ilmenau, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Konstanz, Landau, Lübeck, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Marburg, München, Münster, Nürnberg, Oldenburg, Osnabrück, Paderborn, Passau, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Siegen, Trier, Tübingen, Ulm, Weimar, Witten, Wuppertal, Würzburg.

Sowie zusätzlich an den Fachhochschulstandorten: Ansbach, Bernburg, Biberach an der Riß, Brandenburg, Bremerhaven, Coburg, Deggendorf, Dessau, Eberswalde, Eichstädt, Esslingen am Neckar, Furtwangen, Gelsenkirchen, Gera, Görlitz, Heide, Höxter, Ingolstadt, Iserlohn, Landshut, Lippe, Ludwigshafen, Kehl, Kempten, Köthen, Mittweida, Merseburg, Mülheim, Nordhausen, Nürtingen, Offenburg, Pforzheim, Rosenheim, Remagen, Reutlingen, Rottenburg, Schmalkalden, Schwäbisch Gmünd, Senftenberg, Wedel, Wildau, Vechta, Wernigerode, Wilhelmshaven, Worms, Zweibrücken, Zwickau.


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Die größten Heimträger in Deutschland Anzahl der Heime Anzahl der Heimplätze
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Deutsches Studentenwerk insgesamt: 1046 insgesamt: 172.500 (ca.)
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Studentenwerk Berlin 42 10.500 (ca.)
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Studentenwerk München 24 9200 (ca.)
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Studentenwerk Dresden 35 7436
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Studentenwerk Münster 19 5947
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Studentenwerk Leipzig 15 5198
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Studentenwerk Stuttgart 25 5100 (ca.)
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Studentenwerk Göttingen 47 4855
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Studentenwerk Köln 85 4600 (ca.)
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Studentenwerk Aachen 20 4400 (ca.)
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Studentenwerk Halle 29 4254
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Studentenwerk Frankfurt (Oder) 17 4220
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Studentenwerk Erfurt-Ilmenau 28 4100
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Studentenwerk Bonn 37 4000 (ca.)
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Studentenwerk Jena/Weimar 32 3968
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Studentenwerk Tübingen 13 3900 (ca.)
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Studentenwerk Freiburg 12 3800 (ca.)
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Studierendenwerk Hamburg 21 3723
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Studentenwerk Bochum 19 3715
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Studentenwerk Erlangen-Nürnberg 19 3500 (ca.)
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Studentenwerk Düsseldorf 16 3350
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Studentenwerk Schleswig-Holstein 22 3233
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Studentenwerk Braunschweig 22 3175
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Studentenwerk Chemnitz-Zwickau 14 3115
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Studentenwerk Würzburg 17 3100
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Studentenwerk Darmstadt 14 2739
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Studentenwerk Dortmund 13 2671
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Studentenwerk Mainz 11 2640
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Studentenwerk Mannheim 15 2577
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Studentenwerk Gießen 10 2557
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Studentenwerk Potsdam 9 2496
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Studentenwerk Rostock 8 2441
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Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz 16 2400
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Studentenwerk Duisburg-Essen 15 2400 (ca.)
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Studentenwerk Bodensee 17 2288
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Studentenwerk Hannover 14 2262
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Studentenwerk Karlsruhe 20 2145
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Studentenwerk Marburg 13 2093
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Studentenwerk Magdeburg 19 2000 (ca.)
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Studentenwerk Bielefeld 11 2000 (ca.)
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Studentenwerk Oldenburg 13 1948
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Studentenwerk Hohenheim 16 1838
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Studentenwerk Osnabrück 26 1800 (ca.)
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Studentenwerk Ulm 14 1782
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Studentenwerk Greifswald 8 1690
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Studentenwerk Frankfurt/Main 15 1646
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Studentenwerk Oberfranken 12 1598
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Studierendenwerk Trier 6 1484
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Studentenwerk Bremen 10 1427
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Studentenwerk Kaiserslautern 18 1400
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Studentenwerk Augsburg 8 1394
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Studentenwohnheime der Universität Karlsruhe e.V. 4 1222
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Studentenwerk Saarbrücken 9 1073
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Stand: Online-Veröffentlichung der Studentenwerke, Stand März 2006
Berücksichtigt wurden nur Träger mit mehr als 1000 Wohnplätzen

Österreich


In Österreich sind die Heimträger private Vereine. Viele von ihnen besitzen aber ein enges Verhältnis zu politischen Parteien, Interessensvertretungen, Gebietskörperschaften oder kirchlichen Einrichtungen. Sie arbeiten nicht profitorientiert und gemeinnützig. Die meisten Heimträger betreiben nur ein Studentenwohnheim, allerdings gibt es auch Heimträger, die zehn und mehr Heime führen. Im Wintersemester 1997/98 gab es 192 Studentenheime mit 23976 Heimplätzen in Österreich, die von 105 Heimträgern verwaltet wurden.

Studentenwohnheime gibt es in den Universitäts- und Fachhochschulstandorten Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz, Leoben, Klagenfurt, Dornbirn und Eisenstadt.


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Die größten Heimträger in Österreich Anzahl der Heime Anzahl der Heimplätze
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Akademikerhilfe 14 2919
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Österreichische Jungarbeiterbewegung (ÖJAB) 21 3500
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Österreichische Studentenförderungsstiftung 17 2096
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Kuratorium Adolf Schärf Studentenheime 6 1623
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Wirtschaftshilfe der Arbeiterstudenten 9 852
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Wirtschaftshilfe Bundesländer (gesamt) 24 3144
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Stand 2001/02 bzw. 2005/06, Tochtergesellschaften nicht berücksichtigt.

11 Prozent der österreichischen Studenten wohnten im Jahr 1998 in Studentenwohnheimen. Ihre monatlichen Wohnkosten beliefen sich dabei im Durchschnitt auf 2690 öS (zum Vergleich: Studenten in Wohngemeinschaften: 3470 öS. Studenten mit eigenem Haushalt: 4220 öS.).

Die Investionsförderungen für Studentenwohnheime durch die öffentliche Hand wird zur „indirekten Studentenförderung“ gezählt.

Grundsätzliche gesetzliche Regelungen für das Leben in Studentenwohnheimen sind seit 1986 durch das Studentenheimgesetz (BGBL. 291/1986) festgelegt.

Weblinks


Gebäude | Wohnungsmarkt | Hochschule

Kollegium | Dormitory | Studentenhuis | Korridorboende

 

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