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Ein Studentenstreik ist eine Form von Studentenprotest. Mit dem Boykott von Vorlesungen und anderen Lehrveranstaltungen soll die Öffentlichkeit auf die Anliegen der Studierenden aufmerksam gemacht werden und Freiraum für die Studierenden geschaffen werden, sich an Aktionen beteiligen zu können. Anders als bei den Protesten der 68er-Bewegung waren Studentenstreiks bisher in der Regel auf direkte Belange der Studierenden fokussiert, hatten nur teilweise allgemeinpolitische Anliegen und verliefen gewaltfrei. Bei den bundesweiten Streiks im Wintersemester 1997/98 kam es beispielsweise zu keinen nennenswerten Auseinandersetzungen.

Die Durchführung von Studentenstreiks ist unter den Studierenden selbst umstritten, da die Studenten kein Produkt produzieren wie Arbeiter, sondern selbst "Produkt" der Universität sind (Humankapital). Anders als bei Streiks von Arbeitnehmern entsteht für die bestreikten Universitäten kein wirtschaftlicher Verlust und die Universitäten sind meistens auch nicht die Streikgegner. Vielmehr sind es die Studierenden selbst, die durch den Verzicht auf Lehrveranstaltungen einen Verlust hinnehmen müssen. Der Streik hat somit zunächst eher eine symbolische Bedeutung, kann aber bei ausreichender Beteiligung (wie 2006 in Frankreich beim Protest gegen den CPE) auch direkte politische Wirkung entfalten, vergleichbar mit der von Streiks bei Arbeitnehmern.

Häufig sind Studentenstreiks von anderen Aktionen begleitet (Vorlesungen im öffentlichen Raum, Medienaktionen).

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Streik

Studium

 

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