Die Studentenmission in Deutschland (smd), 1949 auf Initiative von Ernst Schrupp gegründet, ist ein deutschlandweites Netzwerk von Christen in Schule, Hochschule und Beruf mit dem Ziel, zu einem glaubwürdigen Christsein zu motivieren, das sich intellektuellen Herausforderungen stellt und alle Lebensbereiche bestimmt.
Die SMD ist Mitglied der IFES (International Fellowship of Evangelical Students), des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche, der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen sowie des Rings Missionarischer Jugendbewegungen.
- Die Schüler-SMD hält nach eigenen Aussagen Kontakt mit über 800 Schülerbibelkreisen an Schulen überall in Deutschland. Die Schüler-SMD veranstaltet jährlich rund 40 Freizeiten und engagiert sich für die schulnahe christliche Jugendarbeit
[Siehe http://www.smd.org/schueler/html/schuelerbibelkreise.html ].
- Zur Hochschul-SMD zählen SMD-Gruppen in etwa 70 Städten. In den Hochschulgruppen organisieren Studierende ehrenamtlich öffentliche Vortragsreihen, Freizeiten und Gesprächskreise. Darüber hinaus veranstaltet die Hochschul-SMD überregionale Schulungen und Konferenzen und gibt Arbeitsmaterialien heraus.
- Die Akademiker-SMD thematisiert den christlichen Glauben im Kontext der akademischen Berufswelt. Fachtagungen haben die Auseinandersetzung mit berufsspezifischen Themen zum Ziel; bei Regionaltagungen, Freizeiten und in diversen Publikationen geht es um allgemeine Themen des Christseins in Kirche, Beruf und Gesellschaft.
- 1999 hat die SMD das Institut für Glaube und Wissenschaft gegründet, das sich in Vorträgen und Veröffentlichungen mit Grenzfragen zwischen verschiedenen Wissensbereichen und dem christlichen Glauben beschäftigt.
Die SMD arbeitet überkonfessionell auf der Glaubensgrundlage der Deutschen Evangelischen Allianz und finanziert sich durch Spenden. Die Mitglieder der SMD kommen aus den evangelischen Landes- und Freikirchen, evangelischen Gemeinschaften sowie der Katholischen Kirche.
Kritik
Als evangelikale und nach eigenen Angaben „radikale“ Vereinigung vertritt die SMD kontroverse Ansichten. So wird beispielsweise die
Evolutionstheorie als widerlegt angesehen („Die einzige Voraussage des Darwinismus, die einigermaßen überprüft werden kann, der ‚Gradualismus‘, ist damit widerlegt.“
[Dr. Peter Rüst: Spezielle und allgemeine Evolutionstheorie]) und
Homosexualität als psychische Störung betrachtet („Bis heute wird von namhaften Psychiatern und Psychoanalytikern immer wieder betont, daß Homosexualität ein Lösungsversuch für innere Konflikte ist. Die Diagnose Homosexualität wurde
aus politischen Gründen von der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung 1973 aus dem Diagnoseregister der psychischen Krankheiten gestrichen.“
[Prof. Dr. Rainer Mayer: Zehn Fakten und Argumente zum „Lebenspartnerschaftsgesetz“] – Hervorhebung im Original). Die Einführung der
Eingetragenen Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Lebenspartner wird mit dem Untergang des christlichen Abendlandes gleichgesetzt („Als Ehe und Familie bezeichnet werden – quer durch alle Kulturen und Religionen durch die gesamte Menschheitsgeschichte – nur Verbindungen zwischen Mann und Frau, die auf die Geburt von Kindern hin offen sind. Diese humane Wirklichkeit umzudefinieren, indem Verbindungen zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen als ‚Ehe‘ (oder eheähnlich mit entsprechenden Rechten) und Gruppen, in denen Kinder aufwachsen, generell als ‚Familie‘ bezeichnet werden, bedeutet Zerstörung jeder Kultur und jedes humanen Konsenses.“
)
Siehe auch
Quellen
Weblinks
Studentengemeinde | Evangelikal | Christlicher Jugendverband