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Socken farbig.jpeg Ein Strumpf oder eine Socke bezeichnet ein Bekleidungsstück für den Fuß aus einem einzigen, an einem Ende offenen „Schlauch“, der über den Fuß nach oben gezogen wird. Strümpfe und Socken gehören an sich zur Unterwäsche. Der Vorläufer des Strumpfs war der Fußlappen.

Unterschied zwischen Strumpf und Socke


Socke und Strumpf werden manchmal synonym verwendet. Es besteht jedoch ein gewisser Unterschied bezüglich des Materials und der Länge.

  • Socken reichen etwas über die Knöchel. Kürzere Socken, auch Söckchen genannt, enden unterhalb der Knöchel. Schließlich gibt es die Sneakersocken oder Füßlinge. Sie enden weit unter den Knöcheln, in Schuhen nicht oder kaum sichtbar. Bis zum Knie reichende Socken werden Kniesocken genannt.
  • Strümpfe gehen fast bis zum Gesäß, sind heute allerdings fast durchgängig von Strumpfhosen ersetzt, die bis darüber hinaus in der Taille enden. Kürzere Strümpfe, die nur bis zum Knie gehen, werden Kniestrümpfe genannt.

Socken, Söckchen und Kniesocken bestehen meist aus einer Mischung aus Schafs- oder Baumwolle und aus Chemiefasern (z. B. Elastan). Strümpfe sind oft aus der Chemiefaser Nylon, daher auch die Bezeichnung Nylonstrümpfe.

Arten


Feinstrümpfe sind meist aus einer Mischung von Nylon und Elastan oder nur aus Nylon (Polyamid). Es gibt sie als Strümpfe, als Kniestrümpfe und auch in einer Überknielänge. Letztere ist die klassische Länge eines Damenstrumpfes. Daneben existieren (meist als Dessous) Varianten, die Strumpfhalter benötigen, aber auch selbsthaltende bzw. halterlose. Vor dem Zeitalter der Strumpfhosen hatten Kinder Mieder bzw. Leibchen, an denen die Strumpfbänder waren.

Zu straffe Gummibänder als Halter können die Durchblutung hindern. Kompressionsstrümpfe gegen Venen und Thrombose (s.u.) und Kompressionssocken für Langstreckenflüge sollten gerade etwas stoppen.

Männer tragen meistens Kurz- oder Langsocken; die sind häufig aus Baumwolle oder Schurwolle mit einer Beimischung elastischer Kunstfasern. Herrensocken etwa zum Smoking können auch aus einer Seidenmischung sein.

Beginnend mit Sportsocken in den 1990er Jahren werden zunehmend spezielle asymmetrische linke und rechte Socken speziell für Männer- oder Frauenfüße gefertigt und sind - Teil des Designs - entsprechend gekennzeichnet. antimikrobiell ausgerüstete Socken sollen Geruchsbildung verhindern.

Andere Arten sind zum Beispiel Dederonstrümpfe und Perlonstrümpfe.

Stilistische Erwägungen


Konservativ Orientierte achten auf Socken, die dunkler als die Schuhe dazu sind (wie zu schwarzen Schuhen nur dunkle Farben oder am besten schwarz). Auch hier gibt es Ausnahmen, beispielsweise Papst Benedikt XVI. Bei jüngeren Menschen können heutzutage Motiv- und Ringelsocken dynamisch wirken und Esprit zeigen. Der wahre Gentleman trägt Langsocken: diese verstecken beim Überschlagen der Beine die (schlimmstenfalls haarigen und/oder bleichen) Waden vor Fremden. Früher (vor der Erfindung der Elastikfasern) trug der Herr auch noch Sockenhalter, damit die Socken an der Wade blieben und sich nicht herunterrollten.

Am linken und am rechten Fuß unterschiedliche Socken zu tragen gilt als Zeichen von Schusseligkeit oder aber Nonkonformismus wie im Fall von Pippi Langstrumpf. In gewissen Kreisen erfreut dies sich einiger Beliebtheit, insbesondere bei Schülerinnen und Studentinnen geisteswissenschaftlicher Richtungen aus dem „alternativen“ Spektrum. Männer unterlassen das Phänomen meist.

An warmen Tagen ziehen viele Frauen bewusst gar keine Strümpfe an. Einige Frauen ziehen Füßlinge an oder Sneakersocken an, um den Anschein zu erwecken, daß sie barfuß in den Schuhen sind. Weiterhin gibt es Ausnahmen z. B. Flugbegleiterinnen oder Mitarbeiterinnen in bestimmten Bereichen von Banken. Bei Männern gilt dies noch nicht als „salonfähig“, scheint aber seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Mode und Kosmetik (Sandalen, Nagellack, Hilfsmittel zum Rasieren der Beine) stellen sich auf Frauen, die ohne Strümpfe gehen, bestens ein bzw. verstehen dies auszunützen.

Kompressionsstrümpfe


Zur Behandlung von Gefäßerkrankungen und zur Vorbeugung werden elastische und straff sitzende zweizug Kompressionsstrümpfe (volkstümlich auch: Stützstrümpfe, Orthopädische Strümpfe, Gummistrümpfe) verwendet.

Hauswirtschaftliche Probleme


Socken tendieren dazu, in der Wäsche zu „verschwinden“. In herkömmlichen Waschmaschinen ist ein gewisses Spiel zwischen Trommel und Laugenbottich konstruktionsbedingt nicht zu vermeiden. Durch den entstehenden Spalt können Wäschestücke hindurchrutschen. Socken als neben Taschentüchern und Tangas kleinste Wäschestücke sind auf Grund ihrer relativ großen Anzahl am ehesten betroffen. Eine Toplader- statt einer Frontlader-Waschmaschine verhindert das.

Vor allem bei einfarbigen Socken stellt sich das Problem, nach der Wäsche die Paare wieder zusammenzubringen. Es gibt verschiedenste Lösungen, um Socken in der Waschmaschine paarweise zusammenzuhalten, darunter spezielle Klammern oder auch in die Socken eingearbeitete Druckknöpfe. Nichts davon hat sich durchgesetzt. Um die Paare leichter zuordnen zu können, haben die meisten dunklen Socken entweder dezente Dekorationselemente (schmale Streifen o. ä.) oder zumindest eine mit hellem Garn eingewirkte Kennzeichnung, z.B. in Form von Herstellerbezeichnung und Größe, auf der Sohle.

Um im Schrank nicht durcheinander zu geraten, werden Socken nach dem erfolgreichen Paaren normalerweise zusammengehalten, indem die beiden zusammengehörigen Teile auf rechts seitenrichtig aufeinander gelegt, auf die Hälfte gefaltet und das so entstehende Bündel in eine der beiden Socken hineingestülpt wird. Diese Lösung ergibt besonders rutschsichere und stapelbare Sockenbündel. Socken zuvor zu bügeln, lässt diese Bündel flacher werden, es wird jedoch von vielen Personen als Ausbund an hauswirtschaftlicher Pedanterie gesehen.

Das „Sockenproblem“


Es ist übrigens fast unausweichlich, dass Waisen zurückbleiben, wenn Socken „verschwinden“

Annahme: Es gibt 10 Paar Socken = 20 Socken, 2 Socken „verschwinden“.

Anzahl der Möglichkeiten 2 Socken aus 20 zu ziehen: {20 \choose 2} = 190

Die Wahrscheinlichkeit ein Paar zu verlieren ist damit 10 \over 190

Das bedeutet im Umkehrschluss: Die Wahrscheinlichkeit nachher mit zwei unbrauchbaren Socken dazustehen beträgt 1-{10 \over 190} \approx 95 %

Wohlberaten sind daher Menschen, die nur gleiche, z. B. schwarze, Socken ihr eigen nennen. Sollte einer der 20 Socken verloren gehen, so lassen sich immer noch alle Socken miteinander kombinieren.

Sprachgeschichtliches


Das Wort „Socke“ stammt von lateinischen „soccus“ und bezeichnet einen Schlüpfschuh, der zur Hausbekleidung und von Schauspielern der Komödie getragen wurde. Noch heute werden z. B. in der Gegend des südlichen Thüringer Waldes Hausschuhe als Socken bezeichnet.

Auch bedeutet die Phrase „sich auf die Socken machen“, regional „lossocken“, los zu gehen, sprich: Sich die Schuhe anzuziehen und aufzubrechen.

Weil Socken Unterwäsche für die Füße und üblicher Weise von den Schuhen bedeckt sind, sind sie die Kleidungsstücke, die am stärksten Gefahr laufen, durch Fuß-Schweiß schlecht zu riechen zu beginnen. Volksetymologisch werden Schimpfwörter wie „faule Socke“ oder „rote Socke“ davon abgeleitet.

Siehe auch


Spezielle Strümpfe


Weblinks


Fußbekleidung

جورب | Sock | Medias | Sukka | Chaussette (vêtement) | 靴下 | Sok (kledingstuk) | Sokk | Skarpetki | Meia | Носок | Sock | Strumpor

 

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