VitaminCBmGB.jpg Die Strukturformel ist eine modellartige Darstellung eines Moleküls, aus der sich die Atombindungen und die geometrische Anordnung der Atome ersehen lassen (die chemische Struktur). Sie wird besonders in der organischen Chemie verwendet.
Als Strukturformel zunehmender Komplexität kann man Elektronenformeln, Valenzstrichformeln, Skelettformeln und Projektionsformeln ansehen.
Wie die rechte Formel zeigt, ist es in der organischen Chemie üblich, auf die Darstellung der Kohlenstoffatome und der Wasserstoffatome zu verzichten. Die Anzahl der Wasserstoffatome kann aufgrund der Tatsache, dass ein Kohlenstoffatom vier Bindungen und ein Wasserstoffatom eine Bindung eingehen kann, leicht errechnet werden.
So sitzt also beim Beispiel rechts an jeder Ecke eine CH2-Gruppe: Somit sechs Methylengruppen (siehe Hexa) und vier Amingruppen (siehe Tetra).
Lang umrätselt war die Strukturformel von Benzol. Die Summenformel dieses aromatischen Kohlenwasserstoffes lautet . Die Konstruktion einer entsprechenden Strukturformel durch Kékulé war jedoch eine Meisterleistung: Anders als in der Abbildung auf der Briefmarke rechts hat der Benzolring weder Einfach- noch Doppelbindungen - alle C-C-Bindungen im Ring sind identisch.
Zu einer räumlichen Darstellung von Molekülen kann man beispielsweise über das Kalottenmodell gelangen. Früher wurden dazu Bausätze verwendet, heute ist die 3-dimensionale Darstellung am Computer üblich (siehe Molecular Modelling).
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