Stromboli.jpg | s_d_fuoco.jpg Der Stromboli ist ein Vulkan bzw. eine italienische Insel vulkanischen Ursprungs vom Typ eines Schlackenkegels im Mittelmeer nördlich von Sizilien, Lage .
Stromboli gehört mit seinen Nachbarinseln Lipari, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen oder Liparischen Inseln (Isole Eolie) im Tyrrhenischen Meer.
Die Höhe der steil aus dem Wasser aufragenden, nahezu kegelförmigen Insel beträgt vom Meeresspiegel aus ca. 926m (andere Quellen sagen 918m bzw. 968m) vom Meeresgrund ragt der Vulkankegel etwa 3000m auf. Die Fläche der Insel beträgt nur ca. 12,6 Quadratkilometer, was für diese Höhe ungewöhnlich ist.
Stromboli ist regelmäßig per Schiff von Neapel und der auf Sizilien gelegenen Hafenstadt Milazzo aus zu erreichen (siehe auch unten). Auf der Insel befinden sich zwei Ortschaften: Stromboli im Nordosten und Ginostra im Südwesten. Die Ortschaften sind auf dem Landweg untereinander nicht verbunden. Zwischen ihnen liegt die berühmte "Sciara del Fuoco" ("Feuerstraße"), über die die Lava des Vulkans vom Gipfel weg manchmal ins Meer hin abfließt. Ginostra hat nur 27 Einwohner und ist mit Schiffen oder Tragflächenbooten zu erreichen. Autos existieren in beiden Orten nicht, in Ginostra gibt es nur enge Fußwege und in Stromboli dürfen ein paar wenige Minitransporter zur Versorgung der Bevölkerung fahren.
Trotz der unzähligen Touristen und Forscher, die den Vulkan besuchen, hat die Insel viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten.
Knapp zwei Kilometer nordöstlich vor der Insel liegt ihre winzige unbewohnte Schwesterinsel, der Strombolicchio, auf der sich nur ein Leuchtturm befindet. Der Strombolicchio ist der feste, beständige Kern eines früheren Vulkans.
Bis heute sind die Bewohner von Stromboli stolz darauf, dass der Hollywoodstar Ingrid Bergman 1949 auf der Insel weilte, um unter der Regie von Roberto Rossellini das Melodrama Stromboli zu drehen. Der Film zeigt eindrücklich, wie armselig die Insel damals war. Das Haus, in dem Bergman und Rossellini weilten, ziert eine Gedenktafel.
Der letzte schwere Ausbruch des Stromboli fand am 29. Dezember 2002 statt. Durch einen ungewöhnlich starken Lavafluss riss ein Teil des Vulkankegels ab, rutschte ins Meer und verursachte eine Flutwelle, deren Ausmaß eine noch verheerendere Wirkung hatte als die Feuer, die durch herabfallende "Bomben" (Brocken glühenden Gesteins) in der Vegetation oberhalb der bewohnten Teile der Insel ausgelöst wurden. Einige der direkt am Meer befindlichen Häuser der Ortschaft Stromboli wurden durch die Flutwelle verwüstet. Da sich im Winter nur wenige Touristen auf der Insel befinden und die ständige Bevölkerung klein ist, wurde niemand verletzt. Die gesamte Inselbevölkerung war für über zwei Monate evakuiert. Bei einem weiterem heftigen Ausbruch am 1. April 2003 wurden im Ort Ginostra ein Haus und eine Zisterne durch Bomben zerstört. Einige dieser Bomben flogen über den Ort hinaus ins Meer. Der starke Lavafluss versiegte erst im Sommer 2003.
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