Ein Stroboskop (griechisch strobos = Drehen, (Herum)wirbeln, skopein - betrachten), ein Lichtblitzgerät, wird benutzt, um Momentaufnahmen von Abläufen zu machen, die für die Wahrnehmung durch das menschliche Auge zu schnell ablaufen. Es besteht aus zwei Scheiben, von denen eine mit Schlitzen versehen ist. Das Stroboskop wurde von Simon Ritter von Stampfer erfunden.
Beim Einsatz des Stroboskops zur Geschwindigkeitsmessung ist am zu beobachtenden Gegenstand ein regelmäßiges Raster anzubringen. Bewegt sich dieses in der Zeit zwischen zwei Blitzen um genau eine Rasterweite oder ein ganzzahliges Vielfaches davon weiter, so ist im Licht stets das gleiche Muster zu beobachten das dann stillzustehen scheint. Sind sowohl das Blitzintervall als auch die Rasterweite bekannt, so kann die Drehgeschwindigkeit aus den pro Intervall vorbeiziehenden Rasterpunkten oder -linien errechnet werden.
Für die Justierung eines Plattenspielers wird die Eigenschaft des menschlichen Sehsinnes ausgenutzt, nur eine begrenzte Anzahl von Bildern in der Sekunde wahrnehmen zu können. Dadurch werden Abweichungen der Drehgeschwindigkeit als geringe Verschiebungen des Rasters interpretiert. So lässt sich am Plattenspieler ein Vor- oder Nachlaufen beobachten und durch Nachregulierung bis zum scheinbaren Stillstand der dargestellten Linienmuster die korrekte Abspielgeschwindigkeit erreichen.
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