Eine Strickmaschine dient dem maschinellen Stricken.
Man unterscheidet: Flachstrickmaschinen und Rundstrickmaschinen
Mit der Einführung des Elektromotors wurde es auch kleineren Betrieben ermöglicht, rationell arbeitende Maschinen einzusetzen.
Motorflachstrickmaschinen haben Anfang 1880 Bedeutung erlangt. Zunächst waren diese Maschinen halbautomatisch. Arbeitsschritte wie Erweitern oder Mindern mussten von Hand durchgeführt werden. Erst 1910 lösten automatische Längen-Maschinen die handbetriebenen Flachstrickmaschinen ab. Allerdings musste der Fuß zunächst auf Anfußmaschinen erzeugt werden und dann im Rundstrickverfahren an die vorgefertigten Strumpflängen angestrickt werden. Zum Teil blieb dieses Herstellungsverfahren der "Standard-Strümpfe", das heißt flachgestrickter Strumpflängen mit separat angestrickten Füßen, noch bis in die 1970er Jahre bestehen.
Rundstrickmaschine_Zungennadeln.jpgBeim maschinellen Rundstricken wird ein Strickgarn in die Zungennadeln eingelegt, die Nadel geschlossen und der Faden durch die Masche gezogen, welche bereits auf der Nadel war. Jetzt wird die Nadel wieder geöffnet und nach oben gestoßen, ausgetrieben. Die Platinen, welche zwischen den Nadeln angeordnet sind, muss man sich als liegende U vorstellen. Ihre Aufgabe ist es, die fertig gestrickten Maschen horizontal auf gleicher Höhe zu halten. Das Gestrick kommt im Inneren des U zu liegen, bevor es im unteren Teil der Rundstrickmaschine abgezogen und aufgewickelt wird. Die Nadeln wandern beim Stricken senkrecht stehend im Kreis.
Anders als beim Rundstricken von Hand können beim maschinellen Rundstricken mehrere Fäden gleichzeitig verstrickt werden. Der oben beschriebene Vorgang der Maschenbildung wird mit mehreren Fäden auf dem Nadelkreis mehrfach wiederholt, sodass pro Umdrehung der Nadel mehrere Zeilen gebildet werden. Dadurch erreichen heutige Rundstrickmaschinen Leistungen von mehreren 10 kg/h.
Der Markt für die Kernstücke der Rundstrickmaschinen, hier seien an prominenter Stelle die Zungennadeln und entsprechende Platinen erwähnt, wird von deutschen Firmen dominiert.
siehe auch: Stricken, Strickwaren, Wirken
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