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Als Streu werden Pflanzenreste bezeichnet, die sich auf dem Waldboden sammeln. Hierbei handelt es sich um Blätter, Nadeln, Fruchtteile (z.B. Zapfen), Rinde oder abgestorbenes Reisig. Der jährliche Anfall kann je nach Bestand zwischen 4 und 20 t/ha betragen.

Bei der Streuzersetzung wird die Streu unter Mithilfe von Bodenlebewesen wie Regenwürmern, Asseln, Milben, Springschwänzen und Mikroorganismen zu Humus umgewandelt. Der Abbau kann je nach Umweltbedingungen und Streuzusammensetzung unterschiedlich lange dauern. Ein hoher Anteil von Nadelstreu verzögert im Gegensatz zu Laubstreu den Abbau. Feuchte, Wärme, hoher PH-Wert und Nahrungsangebot wirken sich beschleunigend aus. Unter günstigen Bedingungen kann die Streu innerhalb weniger Wochen bis Monate gänzlich zersetzt werden.

Die Nutzung von Streu als Einstreu in der Tierhaltung stört den Stoffkreislauf des Waldes. Heute werden hierfür andere Materialien verwendet.

Weblinks


Der Waldboden: Welt zu unseren Füßen

Ökologie

 

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