| Streptococcus pyogenes | ||||||||||||||
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| Streptococcus pyogenes.jpg | ||||||||||||||
| Domäne: | Bakterien |
| : | Firmicutes |
| : | Bacilli |
| : | Lactobacillales |
| : | Streptococcaceae |
| : | Streptococcus |
| : | Streptococcus pyogenes |
Streptococcus pyogenes (v. gr. πυρ Feuer - fieberauslösende Streptokokken) ist ein häufig vorkommendes Bakterium, das beim Menschen unter anderem Scharlach und Mandelentzündungen auslösen kann.
Die Fibronectin-bindenden Proteine F1 und SfbI dienen zur Anheftung des Bakteriums an die Endothelzellen und unterstützen so ein Eindringen von Streptococcus pyogenes in menschliches Gewebe. Dort angekommen, zerstören die Streptolysine O und S rote Blutkörperchen und andere Zellen. Die Streptokinase löst Fibrin auf. Außerdem helfen auch verschiedene Enzyme wie DNAsen, Proteasen und Hyaluronidasen dem Bakterium bei der Ausbreitung im Gewebe. Um sich gegenüber anderen Bakterien behaupten zu können, sezerniert S. pyogenes des Weiteren Bakteriengifte.
Streptococcus pyogenes verursacht sowohl akute invasive Infektionen als auch nicht-invasive Folgekrankheiten. Die akuten Infektionen gehen dabei wegen den vielen gewebeauflösenden Enzymen häufig mit Eiterbildung einher. Ein mögliches Ziel sind die oberen Atemwege, wo sich eine Mandel- oder Rachenentzündung bilden kann. Auf der Haut können je nach Tiefe der Infektion und Abwehrlage Impetigo, Erysipel oder Phlegmone entstehen. Lokale Infektionen können bei einer schlechten Abwehrlage auch in eine generalisierte Infektion übergehen (Sepsis).
Wenn das Streptokokkenbakterium von einem Virus, der Prophage ß, befallen worden ist, kann das Bakterium mit Hilfe des Virusgenoms ein Pyrogenes Streptokokken-Exotoxin (PSE) bilden. Dieses PSE kommt in drei Varianten A,B und C vor, wobei A und C als Superantigene wirken. PSE B spaltet Immunglobuline. Alle drei Toxine können außerdem Scharlach hervorrufen. Bei einer Ausstattung des Immunsystems mit risikoreichen MHCII-Allotypen, kann es zu einer nekrotischen Fasciitis oder einem Streptokokken Toxisches Schock Syndrom (STSS) kommen.
Gefürchtet sind die immunologisch bedingten Folgeerkrankungen der Streptokokkeninfektion, insbesondere die akute Glomerulonephritis und das akute rheumatische Fieber. Die Glomerulonephritis kommt es durch Ablagerung von Antigen-Antikörper-Komplexen (Immunkomplexkrankheit Typ III) zu Schädigungen der Niere. Beim akuten rheumatischen Fieber spielen Kreuzreaktionen zwischen Antigenen der Streptokokken und körpereigenen Strukturen, vor allem Kollagen IV eine Rolle. Es kommt zu Entzündungen im Herz (Endokarditis, Myokarditis, Perikarditis), in Gelenken (Arthritis), im Gehirn (Chorea) und in der Haut (Erythema). In der Unterhaut bilden sich Knötchen.
Zur Differenzierung des C-Polysaccharids (s.o.) können im Handel erhältliche Testkits verwendet werden, die mit Antikörpern arbeiten. Für wissenschaftliche Zwecke werden manchmal auch die Gene für das M-Protein (emm-Gene) untersucht.
Wenn ein Verdacht auf ein durch S. pyogenes verursachtes rheumatisches Fieber vorliegt, kann der Patient auf Antikörper gegen Streptolysin O (s.o.) und gegen die DNAse untersucht werden.
Streptococcus pyogenes | 化膿レンサ球菌 | Streptococcus pyogenes | Streptococcus pyogenes | Streptococcus pyogenes | Пиогени стрептокок
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