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Streicheln ist eine zärtliche Form der Berührung, die in vielen Kulturkreisen als Ausdruck für die Zuneigung zwischen zwei Menschen gilt. Als eine spezielle Form des Körperkontaktes kann es Teil der sogenannten nonverbalen Kommunikation sein. Die Bedeutung und Akzeptanz des Streichelns, insbesondere in der Öffentlichkeit, ist je nach Kulturkreis unterschiedlich.

Ausdrucksformen und Besonderheiten


Das Streicheln ist oftmals eine in der Privatsphäre ausgelebte Form der körperlichen Intimität unter Liebespaaren. Das gegenseitige Berühren der Partner stellt somit eine der Ausdrucksformen der Liebe dar.

Es kann aber auch der Ausdruck der Zuneigung zwischen Eltern und Kindern (insbesondere Kleinkindern) sein. Die Wichtigkeit der Streicheleinheiten und deren Beeinflussung der Gehinfunktionen hat der Biologe Michael Meaney von der Universität Montreal nachgewiesen. Es wurde schon länger vermutet, dass diese Form der Berührung den Hippocampus stärkt, und ihn zusätzlich für den Stressindikator Cortisol sensibilisiert.

Das Streicheln der erogenen Zonen fällt unter das Petting.

Neurologische Wirkung


Neueste Forschungen haben ergeben, dass bestimmte Nervenfasern (taktile C-Fasern) der Haut ihre Signale ausschließlich an Gehirnbereiche leiten, die auch bei sexueller Erregung aktiviert werden (Teile des Inselkortex). Diese Fasern leiten nicht lebenswichtige Details einer Berührung weiter, wie beispielsweise ihre Stärke oder Richtung, und reagieren sehr träge und leiten ihre Signale mit vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten von etwa einem Meter pro Sekunde ins Gehirn.

Streicheln in anderen Zusammenhängen


Streicheln in der Tiertherapie

Es wird dabei davon ausgegangen, dass der Körperkontakt zu Tieren, insbesondere das Streicheln dabei hilft Aggressionen und Stress abzubauen. Mehrere Langzeitstudien beweisen, dass diese Form der Berührung von Tieren den Pulsschlag beruhigt und den Blutdruck senkt.

Streicheln in der Transaktionsanalyse

Unter Streicheln wird in der Transaktionsanalyse das generelle sich um jemanden Kümmern und ihm Zuneigung entgegenbringen verstanden.

Siehe auch


Links


Körperliche Intimität | Körpersprache

Touch | Toucher

 

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