| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_strehla.png | Karte_Strehla_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Freistaat Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | Riesa-Großenhain |
| Geografische Lage: | |
| Fläche: | 30,07 km² |
| Einwohner: | 4.243 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 141 Einwohner je km² |
| Höhe: | 95 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 01616 |
| Vorwahl: | 035264 |
| Kfz-Kennzeichen: | RG |
| Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 14 2 85 330 |
| Gliederung des Gemeindegebiets: | 7 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Markt 1 01616 Strehla |
| Bürgermeister: | Andreas Haberland (CDU) |
| Offizielle Website: | www.strehla.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Andreas Haberland (CDU) |
Strehla ist eine charakteristische mittelalterlich geprägte Kleinstadt im Landkreis Riesa-Großenhain in Sachsen. Sie liegt an der Elbe nördlich von Riesa. Der Name kommt aus dem Sorbischen und bedeutet „Pfeil“.
Am 22. April 1945 sprengten Wehrmachtseinheiten eine mit über 400 Flüchtlingen besetzte Notbrücke über die Elbe. Das Kriegsverbrechen zum Ende des Zweiten Weltkriegs sollte den Rückzug versprengter deutscher Soldaten ermöglichen, um nicht in sowjetische Kriegsgefangenschaft zu geraten. Am 25. April 1945 treffen in Strehla erstmals US-Truppen und Soldaten der Roten Armee aufeinander. Am 26. April 1945 wird unterdessen die erste Begegnung der Soldaten der USA und UdSSR in Torgau an der Elbe nachträglich für die Kameras inszeniert und ist heute auch bekannt als „Elbe Day“.
Bald sahen die Strehlaer den begangenen Fehler ein und bemühten sich um Anschluß an das Eisenbahnnetz, in der Hoffnung auf Industrieansiedlungen. 1883 wurde der Ständeversammlung des Königreiches Sachsen eine entsprechende Petition überreicht, unterschrieben von 18 Stadt- und Landgemeinden sowie neun Rittergutsbesitzern. Erst 1890 genehmigte das Finanzministerium den Bau und bewilligte 950 000 Mark.
Aus dem Strehlaer Wochenblatt: „Es schien alles wie umgewandelt, sämtliche Häuser hatten geflaggt. Behäbige und sonst bedächtig dahinschreitende Bürger sah man flüchtigen Schrittes durch die Straßen eilen, während von Seiten der Schützengesellschaft Böllerschüsse gelöst wurden. Zur Arbeit war fast nirgends mehr die gehörige Lust vorhanden ...“
1891 konnte die Schmalspurbahn nach Oschatz mit 750 mm Spurweite eingeweiht werden. Die Kosten betrugen nur 708 885 Mark, deutlich weniger als bewilligt. Leider wurde statt der ursprünglich geplanten 19 km langen Strecke, die 8 größere Ortschaften und einen Steinbruch berührt hätte, aus Kostengründen nur die kürzestmögliche Verbindung von 12 km Länge gebaut, die nur zwei unbedeutende Siedlungen berührte. Deshalb blieben die Passagierzahlen und auch das Frachtaufkommen gering. Zeitweise fuhren nur zwei Züge am Tag. So wurde die Bahnlinie Oschatz-Strehla zur unrentabelsten Schmalspurbahn Sachsens. Die Hoffnung auf Industrieansiedlungen in Strehla blieb weitgehend unerfüllt.