Streethockey (Synonyme: "Ballhockey", "Fieseln" alte Bezeichnung für den Sport im Südbayrischen Raum, "Strassenhockey" alte Bezeichnung für den Sport in der Schweiz)
Streethockey wird auf Hartbelag (Beton, Asphalt, etc. ) gespielt. Die Spieler tragen normale Laufschuhe, Eishockeyhandschuhe und einen Eishockeyhelm und verwenden einen normalen Eishockeystock. Die Sportart wird mit einem orangenen Hartplastikball gespielt. In den letzten Jahren hat aber die Sportartikelindustrie auf den Boom "Streethockey" reagiert und eigenes Material, das den Anforderungen dieser Sportart entspricht bzw. den Unterschieden zum Eishockey bezüglich des Untergrundes (Beton, Asphalt ... etc. ...) und der Jahreszeit (Frühling + Sommer) gerecht wird. Spezielle abriebfestere Schlägerschaufeln, leichtere Handschuhe und dünnere Trikots machen Streethockey zu einer neu gestylten Trendsportart. Die Regeln entsprechen weitestgehend den Eishockeyregeln.
Die Spielfeldgrösse beträgt zwischen 26x52 und 30x60 Meter. Gespielt wird mit je fünf Feldspielern und einem Torhüter. In der Schweiz und in Nordrheinwestfalen wird Streethockey auf kleineren Spielfeldern 20x40 Meter gespielt. Die Offsideregelung kommt hier nicht zur Anwendung. In der Schweiz wird zudem aufgrund der kleinen Spielfelder nur mit 4 gegen 4 gespielt.
Streethockey International Der Weltverband ISBHF (International Street- & Ballhockeyfederation) wurde 1994 in Kanada gegründet. Der ISBHF gehören run 40 Länder an. Davon nehmen folgende Länder an internationalen Wettbewerben teil: Europa: Tschechien, Slowakei, Schweiz, Österreich, Italien, Portugal, Griechenland, Grossbritannien, Lettland, Ungan und Finnland. Nordamerika: Kanada, USA Mittelamerika und Karibik:Bermuda, Cayman Inseln, Mekiko, Truks and Cocaios, Bahamas Asien: Indien, Pakistan
Chronik der Weltmeisterschaften 1996 in Bratislava (Slowakei) Weltmeister Kanada; 1998 in Litomerice (Tschechien) Weltmeister Tschechien; 1999 in Zvolen (Slowakei) Weltmeister Slowakei; 2001 in Toronto (Kanada) Weltmeister Kanada; 2003 in Sierre (Schweiz) Weltmeister Kanada; 2005 in Pittsbrug (USA) Weltmeister Kanada; 2007 in Rattingen (Deutschland).
Chronik der Junioren-Weltmeisterschaften 2000 in Kralupy (Tschechien) Weltmeister Kanada; 2002 in Champèry (Schweiz) Weltmeister Tschechien; 2004 in Martin (Slowakei) Weltmeister Kanada; 2006 in Aosta (Italien) 2008 in St. John's (Kanada).--CinC 21:13, 29. Okt 2005 (CEST)
| Jahr | Turnierort / Modus | Deutscher Meister | Vizemeister | Platz 3 | Platz 4 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1989 | Kaufbeuren | Green Monsters Kaufbeuren | |||
| 1990 | Gesamtdeutsche Liga | Green Monsters Kaufbeuren | Paulus Panther Düsseldorf | ||
| 1991 | Gesamtdeutsche Liga | Green Monsters Kaufbeuren | Paulus Panther Düsseldorf | ||
| 1992 | Play-off | Green Monsters Kaufbeuren | Paulus Panther Düsseldorf | Wild Boys Rosenheim | |
| 1993 | nicht ausgetragen | ||||
| 1994 | nicht ausgetragen | ||||
| 1995 | Play-Offs | Green Monsters Kaufbeuren | |||
| 1996 | Play-Offs | Bayreuth Hurricans | Green Monsters Kaufbeuren | WSV Oberaudorf | Mengede Vikings Dortmund |
| 1997 | Play-Offs | Bayreuth Hurricans | Green Monsters Kaufbeuren | WSV Oberaudorf | |
| 1998 | Play-Offs | WSV Oberaudorf | Bayreuth Hurricans | TuS Nord Tigers Düsseldorf | |
| 1999 | Bad Aibling | WSV Oberaudorf | Großkaro Tigers | Piranhas Germaringen | Black Crocodiles Berlin |
| 2000 | Berlin | Weilheim Streetkings | WSV Oberaudorf | Pink Panthers Berlin | FC Schalker Chiefs |
| 2001 | Düsseldorf | Bayreuth Hurricans | Marzahn Warriors Berlin | WSV Oberaudorf | FC Schalker Chiefs |
| 2002 | Bad Aibling | Weilheim Streetkings | Wild Boys Rosenheim | Black Crocodiles Berlin Old Stars | Running Rams Düsseldorf |
| 2003 | Berlin | Weilheim Streetkings | FC Schalker Chiefs | Black Crocodiles Berlin Old Stars | Heilbronn Hornets |
| 2004 | Ratingen | Weilheim Streetkings | Bayreuth Hurricans | FC Schalker Chiefs | Marzahn Warriors Berlin |
| 2005 | Bayreuth | Bayreuth Hurricans | Weilheim Streetkings | FC Schalker Chiefs | Marzahn Warriors Berlin |
Die Geburtsstunde des Streethockeys in der Schweiz Die Geschichte des organisierten Streethockeys in der Schweiz ist allerdings wesentlich kürzer. Die eigentliche Geburt erfolgt in den 80er Jahren in zwei verschiedenen Regionen. Im Berner Seeland (Region südwestlich des Bielersees mit dem Hauptort Biel) entstand eine gut strukturierte Streethockeymeisterschaft mit einem relativ dichten Netz an Mannschaften. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich in der Zentral und Ostschweiz wo eine wetere Meisterschaft mit den Schwerpunkten Zug, Zürich und Romanshorn entstand. Nach mehreren Anläufen schlossen sich die beiden Gruppierungen im Frühjahr 1990 in Wettingen zum Schweizerischen Strassenhockeyverband zusammen.
Irrungen und Wirrungen in den 90er Jahren Schon bald stellte sich heraus, dass die 1990 gewählte Organisationsform mit einem Dachverband und zwei quasi unabhängigen Teilverbänden alles andere als optimal war. Anstatt miteinander den Sport weiter zu bringen, entwickelte sich mehr und mehr ein Gegeneinander der beiden Regionalverbände. Die Vorstellungen, wie das Streethockey weiter entwickelt werden sollte, unterschieden sich stark und waren Anlass für ständige Streitereien. Der Zentralverband, der eigentlich zwischen den beiden Unterverbänden hätte vermitteln müssen, verhielt sich politisch ungeschickt und förderte so das auseinanderdriften zusätzlich. Schliesslich konnte 1992 der Vorstand der SSHA nicht mehr besetzt werden ud die Präsidenten der beiden Teilverbände übernahmen kommissarisch die Führung des Zentralverbands. Es wurden Einigungsgespräche geführt und ein Kompromiss schien erreicht, doch die Vereine des Ostverbands machten kurzfristig einen Rückzieher. In der Folge entschieden sich beide Verbände in Zukunft getrennte Wege zu gehen. Beide wollten versuchen, den Sport mit ihrem Entwicklungsmodell weiter zu bringen. Die Trennung verlief friedlich. Trotz den Gegensätzen hatte man 1992/1993 eine erste Juniorenmeisterschaft durchgeführt.
Die Gründung der SSHA Ab der Saison 1993/94 gab es zwei Streethockeymeisterschaften in der Schweiz. Der ehemalige Westverband, der grössere der beiden Teilverbänder. hatte den Namen SSHV behalten, während sich der Ostverband nun Schweizerischer Ballhockeyverband (SBHV) nannt. Während der SSHV schnell an Mitglieder zulegt, konnte der SBHV kaum wachsen, knüpfte aber die ersten internationalen Kontakte und gründete 1994 zusammen mit Deutschland und Österreich den Europäischen Ballhockeyverband. 1995 wurde der erste Europacup in Seewen (Schwyz) durchgeführt der von den Cormorants Zug gewonnen wurde. Gleichzeitig wurden Kontakte zum ISBHF hergestellt. 1996 nahm eine Mannschaft des SBHV an den ersten Weltmeisterschaften in Bratislava teil und belegte dort den fünften Schlussrang. Der SSHV hatte in derselben Zeit die Zahl der Mitgliedsvereine mehr als verdoppelt und war mit der Integration der Walliser Meisterschaft zum zweisprachigen Verband geworden. Im Sommer 1996 kam es zu einer erneuten Annäherung zwischen SSHV und SBHV, da der SSHV zwar die zahlreiche Mitglieder aufwies, aber über keine internationalen Kontakte verfügte, während der SBHV zwar international mit dabei war, aber nicht grösser war, als zur Zeit der Trennung. Die folgenden Fusionsgespräche verliefen erfolgreich. Die Funktionäre beider Seiten waren einige Jahre älter geworden und sahen alle im erneuten Zusammengehen die einzige Möglichkeit den Sport weiter zu bringen. Die Fusion der beiden Verbände zum SSBHV wurde dann im Frühjahr 1997 vollzogen. Der Name SSBHV wurde dann zwei Jahre später in Swiss Streethockey Association (SSHA) abgeändert.
Wachstum und Stagnation Nach der Fusion wuchs die SSHA schnell an. Dabei verlief der Wachstum auf zwei Ebenen. Es kamen neue Vereine hinzu, gleichzeitig wuchsen die alten Vereine weiter. Bald verfügten viele der Spitzenvereine über zwei Mannschaften und zwei Juniorenmannschaften. Es wurde eine 1. Liga, später eine 2. Liga eingeführt. Nebst der U18 wurden auch eine U15 und später eine U12 Junioren-Meisterschaft ins Leben gerufen. Die Weltmeisterschaft 2003 in Sierre löste im Wallis einen regelrechten Streethockeyboom aus, der bis heute anhält. In der restlichen Schweiz entstanden in den letzten Jahren kaum mehr neue Vereine. Es kam sogar zu einem Rückgang der Vereine - vor allem bedingt durch Fusionen. Die Zahl der Streethockeyspieler wächst aber nach wie vor in allen Teilen der Schweiz an, weil die bestehenden Vereine ihr Angebot laufend ausbauen. Seit 1998 werden im Rahmen von Jugend + Sport Juniorentrainer ausgebildet. Seit 2002 ist die SSHA Mitglied in der Swiss Olympic Association. Heute gibt es in der Schweiz rund 1'500 lizenzierte Streethockeyspieler und rund 100 noch nicht lizenzierte Spielerinnen. Der Verband verfügt über ein Büro in Hägendorf (Solothurn) das von einem zu 80% angestellten Generalsekretär geleitet wird.
Schweizermeisterschaft Die Schweizermeisterschaft wird von der Swiss Streethockey Association durchgeführt SSHA. Bei den Erwachsenen wird in vier Stärkeklassen gespielt: Nationalliga A, Nationalliga B, 1. Liga und 2. Liga. Die Meisterschaft der 2. Liga wird teilweise von Regionalverbänden organisiert. Im Jugendbereich bestehen drei Alterskategorien: U18, U15 und U12. Auch hier werden Teile der Meisterschaften von Regionalverbänden organisiert. Im Damenbereich organisierte der Regionalverband Wallis 2004/05 eine erste Meisterschaft. Ab 2006/07 wird die Organisation an die SSHA übergehen. --CinC 11:58, 31. Jan 2006 (CET)
| Jahr | Schweizer Meister | Vizemeister | Platz 3 | Platz 4 | Junioren A Meister |
|---|---|---|---|---|---|
| 1991 | SHC Sahligut-Biel | LV Zug | SHC Pirates Alchenstorf | SHC Mühlefeld-Biel | keine Meisterschaft |
| 1992 | SHC Pirates Alchenstorf | SHC Sahligut-Biel | SHC Nidau | LV Zug | keine Meisterschaft |
| 1993 | SHC Pirates Alchenstorf | SHC Nidau | SHC Mühlefeld-Biel | LV Zug | keine Meisterschaft |
| 1994 | SHC Mühlefeld-Biel | SHC Nidau | SHC Pirates Alchenstorf | SHC Grenchen | SHC Mühlefeld |
| 1995 | SHC Mühlefeld-Biel | SHC Grenchen | SHC Sahligut-Biel | SHC Nidau | SHC Grenchen |
| 1996 | SHC Mühlefeld-Biel | SHC Berner Oberland | SHC Grenchen | SHC Belpa 1107 | SHC Aegerten |
| 1997 | SHC Berner Oberland | SHC Belpa 1107 | SHC Grenchen | SHC Mühlefeld-Biel | SHC Belpa 1107 |
| 1998 | SHC Mühlefeld-Biel | Cormorants 97 Zug | SHC Grenchen | SHC Gäu Bandits | Cormorants 97 Zug |
| 1999 | SHC Grenchen | Cormorants 97 Zug | SHC Alchenflüh | SHC Biel-Bienne | SHC Belpa 1107 |
| 2000 | SHC Grenchen | SHC Belpa 1107 | SHC Bern 99 | SHC Berner Oberland | |
| 2001 | SHC Grenchen | SHC Belpa 1107 | SHC Alchenflüh | SHC Bern 99 | SHC Aegerten |
| 2002 | SHC Grenchen | Red Bears Cham | SHC Belpa 1107 | SHC Gäu Bandits | Oberwil Rebells |
| 2003 | Sierre Lions | SHC Grenchen | SHC Martigny | Red Bears Cham | Sierre Lions |
| 2004 | Sierre Lions | SHC Grenchen | SHC Belpa 1107 | Red Bears Cham | Oberwil Rebells |
| 2005 | Sierre Lions | SHC Grenchen | Oberwil Rebells | SHC Bonstetten-Wettswil | SHC Grenchen |
| 2006 | Oberwil Rebells | SHC Grenchen | Aegerten-Biel | Sierre Lions | SHC Belpa 1107 |
deutsche Verbände
Siehe auch: Inlinehockey
Inlineskaten | Mannschaftssport
Hokejbal | Road hockey | Tänavahoki | Katukiekko | Street-hockey
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