Ein Streetfighter (auch "Fighter", siehe unten) entsteht oft aus einem Superbike, das durch Abbauen der Verkleidung und Verändern diverser Komponenten in Richtung martialischem, aggressivem Erscheinungsbild getunt wird. Der Name Streetfighter wurde für diese Motorradkategorie zuerst vom Custom Magazin "Back Street Heroes" benutzt, dann aufgegriffen von der Zeitung "Streetfighters" die den Namen bekannt machte und die Szene stark prägte. Kennzeichnend sind ein verkürztes, meist nach oben hochgezogenes Heck (Höcker) ohne Sitzplatz für einen Sozius, das Entfernen etwa vorhandener Vollverkleidungen sowie breite Lenkstangen statt der bei Sportmotorrädern üblichen Stummellenker.
Die Ursprünge liegen in Großbritannien. Der Umbau eines Motorrades zu einen Streetfighter wird im Jargon der Szene auch als fightern bezeichnet. Heutige Streetfighter entwickeln sich (mit unterschiedlichem Schwerpunkt) in folgende Richtungen: Als Basis für einen Streetfighter werden meist sogenannte Sportler oder Supersportler genutzt. Oft werden Fahrzeuge mit Verkleidungsschäden verwendet, manchmal aber auch Neufahrzeuge, bei denen die Verkleidung für den Umbau entfernt wird. Ziel der ursprünglichen Streetfighterszene war es, ein ungewöhnliches Motorrad aus verschiedensten Teilen (manchmal auch von unterschiedlichen Marken) zu bauen.
Modifikationen der Hinterradschwinge, verbreiterte Felgen, ungewöhnliche Lenkerverkleidungen oder Scheinwerfer, andere Blinker und Rücklichter sind ebenso typisch wie ausgefallene Lackierungen oder Bezüge mit Fellimitat sowie farblich passend eloxierte Aluminiumteile unter anderem auch an Motor, Schrauben und Felgen. Der Austausch der serienmäßigen Telegabel durch eine Upside-Down-Gabel, verstärkte Bremsen und Motoren und das Verlegen von Teilen der Abgasanlage unter das Heck sind weitere häufig gesehene Änderungen bei Streetfightern. Auch für Details wie zum Beispiel Ritzelabdeckungen oder Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel hält die Zubehörindustrie mittlerweile ein reichhaltiges Angebot bereit.
Inzwischen ist, mit den teilweise extrem gestylten Streetfightern, innerhalb der Motorradfahrerszene eine eigene Bewegung entstanden. Neben dem ursprünglichen Magazinen wie dem Streetfighters Magazin berichtet seit einiger Zeit auch die reguläre Motorrad-Presse über die wesentlichen Veranstaltungen. Optische Elemente, die ursprünglich aus der Streetfighterszene stammen, sind auch in verschiedenen Serienfahrzeugen wiederzufinden (Buell Serien; Triumph Speed Triple; Kawasaki Z1000, Yamaha FZ1, sogar BMW K1200R).
Die Szene selbst definiert sich sowohl über Streetfighter-Treffen, als auch in Clubs. Die Treffen stehen oft in Verbindung mit Fahrzeugausstellungen und Akrobatikshows. Ein typischen Merkmal ist die so genannte Brennplatte in der Mitte des Platzes auf der häufig Burn-Outs durchgeführt werden.
Nachdem eine deutsche Handelskette sich die Bezeichnung "Streetfighter" für Motorräder und -Teile hat schützen lassen, sowie die in der Szene tätigen Firmen verklagte, wird der Begriff nur noch für Zubehörprodukte der Fa. Louis (Helme, Handschuhe, T-Shirts etc.) verwendet.
Die Szene nennt sich nun "Fighter" Szene und die Motorräder werden als "Fighter" bezeichnet.
Der Begriff Streetfighter wird weiterhin in anderen europäischen Ländern, insbesondere England verwendet.Die Zeitschrift welche die Szene in Deutschland spiegelt heißt auch mittlerweile "Fighters". Der Chefredakteur ist Marcus Broix, der ehemalige Deutschlandredakteur der englischen "Streetfighters".
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Streetfighter".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world