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Streetball
 

Street basketball, paris.jpg Streetball (pseudoengl. Kunstwort aus street und basketball) ist eine Variante der Sportart Basketball, die ursprünglich aus US-amerikanischen Großstädten stammt. Seit den 1990er ist sie auch in Deutschland sehr beliebt. Das Regelwerk des Streetball unterscheidet sich nur geringfügig von Basketball.

Allgemeines und Geschichte


Der Begriff „Streetball“ (im Englischen eigentlich „street basketball“ oder „playground basketball“) geht vermutlich auf eine Serie von Schuhen des Sportartikelherstellers Adidas zurück. Als Adidas 1992 – nach der Popularisierung des Basketball durch das Dream Team – ein „Streetball Turnier“ in Berlin organisierte, kam der Begriff nach Deutschland.

Mit „Streetball“ wird allgemein mehr als nur „street basketball“ assoziiert; der Begriff steht mittlerweile für eine spezielle Jugendkultur. Besonders eng wird der Sport dabei mit den Musikrichtungen Rap und Hip-Hop und dem Ghetto-Image, welches diesen anhängt, verbunden. Diese Assoziation ist vermutlich auf die Wurzeln des Street-Basketball zurückzuführen, die wohl in den Hinterhöfen amerikanischer Großstädte zu suchen sind.

Beim "Streetball" hat jeder Basketballplatz seine eigenen Regeln, weil sich dieser Sport voll und ganz nach den Spielern und deren Einigung untereinander richtet. Hoch angesehen werden Tricks mit dem Ball, weil sie von höchster Ballkontrolle zeugen. Grenzen werden dabei nur durch die Kreativität gesetzt und es gilt je akrobatischer / schneller / flüssiger / unvorhersehbarer die Tricks sind, desto besser werden sie gewertet und desto effektiver sind sie, weil sie den Gegenspieler vewirren. Der Gegenspieler wurde ausgetrickst, sobald er nicht mehr weiss wo der Ball ist, zu Boden fällt (Ankle-Breaker), oder der Spieler an ihm vorbei zum Korb kommt(*-*simples "Vorbeiziehen" durchs Gegenlehnen des Rückens zählt nicht dazu *+*besonders "tricky": spielen des Balles durch die Beine des Gegenspielers).

Als „Mekka“ des Streetball wird in der Regel New York bezeichnet, insbesondere der berühmte Freiplatz im Rucker Park.

Unterschiede zum Basketball


Die Unterschiede zum Basketball in der Halle bestehen vor allem in:

  • dem Spiel auf einem statt auf zwei Körben
  • der Mannschaftsstärke: 1-3 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld (Basketball: 5)
  • es wird ohne Schiedsrichter gespielt – es gilt „offense calls“ (der Angreifer sagt das Foul an)
  • ein Korb aus dem Feld zählt einen Punkt statt zwei, hinter der Drei-Punkte-Linie zwei statt drei Punkte
  • es wird selten auf Zeit, sondern meist bis zu einer festgelegten Punktezahl gespielt (in der Regel bis 11, 16 oder 21)
  • dem Punkte Schrittfehler, oft wird ohne diese Regel gespielt
  • häufig gibt es kein Seitenaus.
  • es gibt keinen Sprungball.
  • nach einem Ball bekommt entweder der Angreifer den Ball("Winners Ball" , oder auch "make it take it", siehe "give and get"), oder der Verteidiger("Losers Ball")
  • nach einem Korberfolg wird der Ball dem Gegner meist mit einem Bodenpass übergeben("Check")
  • nach einem defensiv Rebound muss der Ballführende Spieler über die 6-Meter(3-er Linier) Linie dribbeln.
  • Wer als erstes den "Check" bekommt, entscheidet üblicherweise das "Auswerfen" von der 3-Punkte Linie, trifft der Schütze kriegt er den Ball, falls nicht, sein Gegner.

Streetballvarianten


  • give and get - nach jedem Korberfolg wechselt der Ballbesitz. Dies ist - zumindest nach den Regeln des Deutschen Basketballbundes die regelgerechte und offizielle Art, Streetball zu spielen.
  • make it, take it (auch Bonus genannt) - die Mannschaft, die den Korb erzielt hat, darf ein weiteres Mal angreifen. Diese Variante macht das Spiel für die Mannschaft, die gerade in der Verteidigung (Defense) ist, um einiges schwerer als bei give and get.

Literatur


  • André Voigt: Wo die Seele wohnt..., in: Five 19 (Juni 2005), 68-71.

Weblinks


Sportart | Basketball

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