Der Begriff Streber bezeichnet umgangssprachlich eine Person, die sehr konsequent - und mit allen Mitteln - auf ein oder mehrere Ziele hinarbeitet, insbesondere durch hohen Arbeits- und Zeitaufwand. Obwohl dies durchaus positive Eigenschaften seien können, ist der Begriff Streber dennoch negativ besetzt. Der Begriff ist nicht wissenschaftlich untermauert.
Das Wort wird häufig als Hänselei für bestimmte Schüler benutzt. Typische Gründe für die Bezeichnung als Streber sind:
- Der Schüler wendet deutlich mehr Zeit für seine schulischen Leistungen auf als für Freizeitaktivitäten.
- Damit verbunden: Wenig soziale Kontakte, unmodisches Auftreten
- Der Schüler fällt durch besonders häufiges Vortragen von auswendig gelerntem Wissen auf (siehe auch Besserwisser).
- Der Schüler beteiligt sich häufig am Unterricht, womöglich ohne mit seinen Beiträgen die Diskussion voranzutreiben.
- Der Schüler versucht sich beispielsweise durch übertriebene Höflichkeit bei den Lehrern beliebt zu machen (vgl. Schleimer).
- Der Schüler verhält sich vermeintlich unsolidarisch gegenüber Mitschülern, um seiner eigenen Leistung mehr Geltung zu verschaffen (er lässt nicht "abschreiben").
- Elementares menschliches Bedürfnis, andere Menschen auszugrenzen, um etwa für die Ausgrenzenden eine sichere Gruppe zu bilden. (Wir gegen Ihn)
Insbesondere von leistungsschwächeren Schülern werden aber auch generell andere Schüler mit guten Schulnoten als
Streber bezeichnet, selbst wenn diese Leistungen eher auf eine
Begabung oder eine
effiziente Arbeitsorganisation zurückzuführen sind und der Schüler ansonsten keinen übermäßigen Lernaufwand betreibt. Häufig wird der Begriff auch von Personen gebraucht, die ihre eigenen Defizite überdecken wollen und einfach nur neidisch sind.
In manchen Fällen hört man das Wort "Streber" auch als Schimpfwort ohne jeglichen sachlichen Hintergrund.
Siehe auch
Schimpfwort